Life, Socialdemocracy and everything - Aktuell: Landtagswahl in Bayern, Parteikurs, Hessen

Über dieses Blog
Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden
Recht auf "schnelles Fahren"?
In der Diskussion über das Tempolimit höre ich immer wieder, das die Einführung des Tempolimits letztlich der erste Schritt dazu wäre, das ganze Leben staatlich durchzureglementieren, bis in die Privatsphäre hinein. Etwa müsse mensch dann auch Alkohol und Risikosportarten komplett verbieten. Für mich ein Vergleich von Äpfeln mit Fahrrädern - und gegen Ampeln und Verkehrszeichen haben ja auch nur wenige etwas - obwohl die doch die Freiheit, zumindest nach dieser Argumentation, auch einschränken.
Mich würde einmal interessieren, ob tatsächlich jemand der Meinung ist, es gäbe so etwas wie ein "Recht auf schnelles Fahren".
Kommentare (2)
Ein "Recht auf schnelles Fahren" gibt es offensichtlich nur für die Leute, denen ihr liebgewordenes "Recht" weit wichtiger ist als der ganze Scheiß- Klimawandel und dessen Folgen. Ich sage das ganz brutal so, weil ich in diesem Punkte die Haltung Deutschlands ganz einfach nicht verstehe.Das liegt doch einzig und allein im Interesse der Lobbys aus der Autoindustrie uznd des ADAC. Diese Haltung widerspricht ganz einfach den Forderungen nach Nutzung aller Möglichkeiten zur Senkung des Ausstoßes von Killergasen,wobei die Deutschen von sich behaupten, nun schon genug zu tun. Hier aber wird deutlich, dass man eben nicht bereit ist, alles zu tun. Ich habe bereits in einem Beitrag nachgewiesen, dass die Meinung der Deutschen stark von dieser offiziellen deutschen Haltung abweicht. Übrigens hatte ja auch der Parteitag, wenn auch mit geringer Mehrheit, den wirklichen Willen der Deutschen zum Ausdruck gebracht. Interessant ist vielleicht noch, dass ein Autofahrer, der ständig auf Autobahnen unterwegs ist, in unserer Zeitung seine Erfahrung wiedergab, dass nämlich schwedische Autofahrer gern mal nach Deutschland kommen, um hier auf den Autobahnen mal richtig Gas geben zu können. Dort haben sie nämlich diese "Freiheit" auch nicht.
Wir Deutschen sind auf diesem Gebiet wirklich die letzten Dinosaurier und kriegen dabei gar nicht mit, dass wir und damit weltweit lächerlich machen.
Man hat halt außerhalb Deutschlands irgendwie mitgekriegt, dass die Unfallzahlen mit der Einstellung des Fahrers zum Fahren im Zusammenhang stehen, und diese Einstellung wird von der Möglichkeit des unbeschränkten Schnellfahrens maßgeblich beeinflußt.
Das bedeutet, nicht der direkte Zusammenhang (Geschwindigkeit-Unfallzahlen) sondern der indirekte (Geschwindigkeit-Wettbewerbsverhalten-Unfallzahlen) ist entscheidend.
Ich vermute, dazu gibt es auch gute wissenschaftliche Untersuchungen, aber die werden in Deutschland nicht so gerne publiziert.
Die Frage der Emissionen ist zwar auch wichtig, aber ich halte die Unfallzahlen für wichtiger.




