meineSPD.net - Vernetz Dich in der SPD Community: Modulbezeichnung

zur SPD-Community
 

Juso-Unterbezirk Northeim-Einbeck

Foto: Christoph Brodhun
 
von Christoph Brodhun

Über dieses Blog

Für interessierte Besucherinnen und Besucher des Blogs besteht hier die Möglichkeit Pressemitteilungen aus dem Juso-UB Northeim-Einbeck zu lesen.

KONTAKTADRESSEN:
info@spd-northeim-einbeck.de
jusos.nom.ein@gmx.de
juso-ag_northeim@gmx.net

Foto: Christoph Brodhun
von Christoph Brodhun | 07.04.2008 | 12:23 Uhr

PM#03: Northeimer Jusos setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen für Azubis ein

Auf der am Wochenende stattfindenen Bezirkskonferenz der Jungsozialisten im SPD-Bezirk Hannover konnte die Juso-AG Northeim eigene Akzente setzen. Die AG war mit ihrem Vorsitzenden Christoph Brodhun, sowie dessen Stellvertreter Adrian Schlinsog vertreten.

Die Juso-AG Northeim hatte einen Antrag zur „Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Auszubildene” erarbeitet. Zentrale Forderungen dieses Antrags waren, dass Betriebe, die Auszubildende regelmäßig ohne Gegenleitung Überstunden verrichten lassen, strenger bestraft werden sollen. Außerdem soll der Berufschulunterricht an die Wochenarbeitszeit auch bei volljährigen Auszubildenden wieder angerechnet werden müssen. Die Juso-Bezirkskonferenz beschloss diesen Antrag ohne Gegenstimme.

„Das Berufsbildungsgesetz verlangt, dass Überstunden besonders zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen sind”, stellt der stellvertretende Vorsitzende der Juso-AG Northeim, Adrian Schlinsog, fest. „Dennoch geben 21% der Auszubildenden in einer Umfrage des DGB an, keinen Ausgleich für ihre Überstunden zu erhalten.”

Ein weiteres Problem sei laut Schlinsog, dass einige wenige Unternehmen die Berufsschultage nicht an die Wochenarbeitszeit ihrer Azubis anrechnen, so dass es zu Wochenarbeitszeiten von regulär mindestens 47 Stunden komme, was erst seit 1997 erlaubt ist. Wenn dann noch Überstunden angeordnet seien, bliebe kaum Zeit für Hausaufgaben oder zum Lernen.

Schlinsog weißt darauf hin, dass nur sehr wenige Betriebe ihren Azubis derart lange Arbeitszeiten zumuten, die Auszubildenden sich aber selten beschweren, weil sie auf eine Übernahme nach der Ausbildung oder ein gutes Arbeitszeugnis hoffen.

„Um Auszubildende von vornherein zu schützen, fordern die Jusos ein strengeres Strafmaß gegenüber Arbeitgebern, die ihre Auszubildenden oft zu exorbitanten Arbeitszeiten ohne Ausgleich nötigen verbunden mit angemessener behördlicher Kontrolle”, ergänzt Schlinsog.

Für den Vorsitzenden der Northeimer Jusos, Christoph Brodhun, steht abschließend fest: „Der eigentliche Charakter der Ausbildung, nämlich das Erlernen eines Berufes, sollte in erster Linie im Vordergrund stehen. Und nicht eine Ausnutzung der Azubis als günstige Arbeitskraft.”

Mit diesem Antrag erhoffen sich die Northeimer Jusos einen Beitrag dafür zu leisten, dass den Auszubildenen angenehmere Arbeitsbedingungen ermöglicht werden können. Der Antrag wird nun an höhere Parteiebenen sowie die SPD-Bundestagsfraktion weitergereicht.

Mehr zum Thema: jusos-niedersachsen.de/aktuell/nachrichten/meldungen/69654.php?page=&a=&b=&y=&m=&lv=

Kommentare (0)