Schlimme Propaganda gegen Rentner und Beitragszahler
Die heute überall zu hörenden Kommentare, zum Beispiel in den Tagesthemen, sind in meinen Augen eine böse Verzerrung der Wirklichkeit.
Zum ersten: die Kosten für die Allgemeinheit liegen bei Weitem unter den mit einem Schulterzucken akzeptierten Kosten für die Allgemeinheit, um die schlimmsten Exzesse der Finanzkrise der Banken abzuwenden.
Zum zweiten: die Renten sind *nicht* die grösste Umverteilung im Land, sondern die schon skandalös niedrige Besteuerung von Kapitaleinkünften ist es, die Umverteilung von Arbeitnehmern zu Arbeitgebern und Kapitalgebern ist es.
Schliesslich: die Renten mit der allgemeinen Kostenentwicklung, ja eigentlich mit der allgemeinen Einkommensentwicklung Schritt halten zu lassen ist ein per früherer Beiträge verdientes Recht der jetztigen Rentenbezieher. ABER: dieses Recht haben sie nicht zu Lasten der jetzigen Beitragszahler erworben. Also muss das aus dem Bundeshaushalt beglichen werden.
Kommentare (1)
Ich kann deinem Beitrag zustimmen.
Aber ich muß ihn auch ergänzen.
Diese so genannte Rentenerhöhung ist in Wahrheit eine Rentenminderung. Und sie ist nicht nur eine Rentenminderung für die aktuellen Rentner. Sie ist auch eine Minderung für die Beitragszahler.
Wann wird denn endlich wieder mal Tacheles geredet.
In der letzten 7 Jahren sind die Renten der Neurentner um 10 Prozent gesunken. Wenn das so weiter geht, dann landet selbst der relative Gutverdiener mit seiner Rente bei der Grundsicherung.
Ich habe mit dem Arbeitgeberbeitrag bis heute 220.000 in das System eingezahlt. Meine Rente wird unterhalb der Pension einer beamteten Postbotin liegen, die nie einen Cent in die Kasse eingezahlt hat.
Wobei noch zu erwähnen ist, dass ich auf meinen Beitrag von 110.000 Euro nochmals ca. 25.000 Euro Steuern bezahlt habe. Der Rentenbeitragszahler ist wohl der einzige Mensch, der Steuern auf etwas bezahlt, das er im Falle eines frühen Todes niemals eingenommen hat.
Dieser Betrug muss beendet werden!
Und noch eins - wenn Herr Beck davon redet, dass die Linke einen Rentensatz von 28 Prozent fordert (paritätisch bezahlt), und das dadurch der Urlaub der Beitragszahler bedroht ist, dann müssten ihm alle SPD Rentenbeitragszahler mal eine E-Mail schicken:
Der Beitragszahler zahlt heute schon 14 Prozent - nur der Arbeitgeber hat seinen Beitrag auf 10 Prozent begrenzt. Und die Propaganda mit dem Beitragssatz dient nur einem Ziel - den Beitrag der Unternehmer zu senken!





