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Teller und Tank - Problem und Lösungsansätze

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von Thorsten Kuntemeier

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Die Weltbank-Studie hat es ans Licht gebracht: für unser grünes Gewissen nehmen wir den Hungertod von hunderttausenden von Menschen in Kauf. Und ist es wirklich so gut wie alle behaupten?

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von Thorsten Kuntemeier | 14.04.2008 | 17:33 Uhr

Alternativen zum reinen Biosprit-Antrieb

Es gibt 2 Stoßrichtungen, um die Umwelt, unsere Mobilität und das Überleben der Armen erfolgreich zu verbinden:
1. Verbrauch reduzieren
Man kann den Verbrauch eines Fahrzeugs durch Motoränderungen (z. B. Turbolader bei kleinem Motor, abschaltbare Zylinder) oder durch das Weglassen energieintensiver Komponenten wie Klimaanlage oder beheizte Autositze reduzieren. Wie so etwas machbar ist, hat das Magazin "Auto, Motor und Sport TV" (jetzt: Automobil) auf Vox vor einigen Monaten gezeigt: ein Golf V wurde bei einem Tuner auf einen Verbrauch von 5 Litern abgespeckt. im Einzelfall ist dies teuer, aber in der Massenfertigung kann man die Kosten drücken. Zu glauben, Umweltschutz ist ohne Verzicht möglich, das ist wirklich naiv. Müssen wir mit 300 km/h und laufender Klimaanlage bei geöffnetem Fenster über die Autobahn rasen?!
2. Andere Motorarten / Motorarten kombinieren
Toyota hat es mit einer deutschen Erfindung vorgemacht: dem Elektroantrieb gehört die Zukunft. Elektromotoren sind effizienter als Verbrennungsmotoren und in Kombination mit einem Verbrennungsmotor wird dem Fahrer sogar das lästige Laden der Batterie an der Steckdose erspart. Man muss aber klar sagen: der Hybrid-Antrieb ist nur mittelfristig eine Perspektive, da er weiterhin auf den Verbrennungsmotor angewiesen ist. Und auch hier gilt: auf die Größe kommt es an. Aber nicht: big is beautiful.

Kommentare (1)

Foto: Karl-Heinz Bollmann
von Karl-Heinz Bollmann | 20.04.2008 | 22:53 Uhr

Die Frage stellt sich, ob man denn wirklich um fast jeden öko- und economischen Preis die Mobilität des heiligen Blechles aufrecht erhalten soll und muss.
Zur Zeit ist Öl „nur" künstlich verteuert, aber je mehr z.B. China boomt, um so weniger Zeit bleibt, bis Öl teuer und auch wirklich knapp wird. Schnell sind auch 20 Jahre vorbei, und auch vom Preis her massentaugliche Antriebsalternativen wird es so schnell nicht geben.
Je früher die (Bundes-)Bürger darauf eingestellt werden, dass es in jeder Hinsicht nicht mehr vernünftig und vertretbar ist, dass nach wie vor tausende von Menschen jeden Tag allein in einem Auto zum nächsten Bahnhof oder gar zum Arbeitsplatz fahren, um so leichter fällt der Abschied und der Umstieg zu Bus und Bahn.
Genosse Gabriel sollte die Gunst der Zeit nutzen, um beim Thema Auto und dem nach wie vor ungebremsten Ausbau der für notwendig gehaltenen Infrastruktur in die Eisen zu steigen, um dem Massentransportmitteln Busse und Bahnen wieder auf die Beine zu helfen.
Auch und grade in den Provinzen sollte es wieder möglich sein, ohne Auto den zumeist 10-15km entfernten Bahnhof zu erreichen.

Um die Infrastruktur von Bus und Bahn wieder auf Vordermann zu bringen, sind sowohl in der Zulieferindustrie (hier könnte sich vielleicht mancher Autohersteller neu orientieren...) als auch an Fahr-, Wartungs- und Bedienpersonal jede menge neue Arbeitskräfte erforderlich, welche u.a. natürlich zuvor zwangsläufig in der Autoindustrie frei werden.

Andersrum ausgedrückt - „die Politik" brauch und sollte sich da in keiner Weise in Sachen (Bio-)Sprit unter irgend einen Druck seitens der Automobilwirtschaft setzten lassen.

Dass es immer genügend Zeitgenossen gibt, denen sowohl der Spritpreis als auch die 20l/100km Verbrauch der von der deutschen Autoindustrie schon jetzt beweinten Luxusgefährten egal ist, ist klar.
Aber wenn kein Öl mehr da ist, hilft auch denen das dicke Bankkonto nicht mehr weiter.

„Frag nicht, was Dein Land für Dich tun kann. Frage, was Du für Dein Land tun kannst"  sprach mal J. F. Kennedy.

Sollte auch in unserem Lande quer durch alle gesellschaftlichen Schichten zum Leitsatz werden.