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Bahnprivatisierung: Is' nicht!

Foto: Ralf Höschele
 
von Ralf Höschele

Über dieses Blog

Eine nachhaltige Verkehrspolitik braucht eine öffentliche Bahn, die einen preiswerten, attraktiven und flächendeckenden Schienenverkehr anbietet. Eine Bahn, die Renditeinteressen privater Investoren folgt, kann dies nicht gewährleisten.
Deshalb muss die Bahnprivatisierung verhindert werden.

Foto: Ralf Höschele
von Ralf Höschele | 14.04.2008 | 22:47 Uhr

Kurt Beck präsentiert sein Privatisierungsmodell...

Heute hat Kurt Beck im Willy-Brandt-Haus sein Privatisierungsmodell präsentiert - und es sieht dem Holding-Modell von Peer Steinbrück verdammt ähnlich. Nur dass Beck nur 24,9% statt wie Steinbrück 49,9% der Betriebs-Holding veräußern will. Von Volksaktien oder integriertem Konzern ist jedenfalls keine Rede mehr.

Weiteres zum Modell findet Ihr auf unseren Kampagnenseiten.

Mehr zum Thema: www.jusos.de/index.php?id=456

Material zum Beitrag

Kommentare (3)

Foto: Rosemarie Ganzer
von Rosemarie Ganzer | 15.04.2008 | 11:25 Uhr

falls der gestern von Kurt Beck vorgestellte Kompromiss zur Bahnprivatisierung parteiintern angenommen würde, wäre das eine ungeheuerliche Missachtung der Parteibasis. Ich bin im Oktober auf dem Parteitag in Hamburg gewesen und habe die unmissverständliche Entscheidung einer breiten Mehrheit der Anwesenden Mitglieder selbst erlebt. Wenn nun  die Führung glaubt all diese Menschen ignorieren zu können, und wieder ein Stück Volkseigentum verscherbeln zu können, um einigen neoliberalen Kadern in der Führung genüge zu tun, kann man dieser Partei nur noch den Rücken zuwenden. Wäre schade - bin schon lange Mitglied - aber das wäre das Ende von Demokratie

Foto: Gerrit Brüning
von Gerrit Brüning | 15.04.2008 | 22:56 Uhr

Moin GenossInnen!

Meiner Meinung nach zeigt die Bahnprivatisierung deutlich zwei Sachen.
1. ist die SPD noch eine im Ansatz sozialdemokratische Partei oder verleugnet sie nun gänzlich ihre gesamte Identität samt all ihren herausragenden Vorsitzenden...
2. Ist Kurt Beck noch als Parteivorsitzender zu halten.
Ein Vorsitzender, der den Parteitag nicht achtet, und seine Basis betrügt, ist meiner Meinung nach nicht tragbar.

Für mich wäre es auch ein weiterer Grund auszutreten...
So macht es wirklich keinen Spaß mehr- Schade um eine Partei mit so langer, stolzer Geschichte

MsG
Gerrit

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 16.04.2008 | 08:59 Uhr

Das Modell geht ja wohl gar nicht. Wieder nur eine Ableitung des Holding-Modells mit ein wenig oberflächlichem Kompromiss.

Nein, nein. Wenn die Arbeitsgruppe so weitermacht, dann bleibt nur noch der Sonderparteitag...

@Gerrit: Austreten hilft doch auch nicht. Die Privatisierer könnten dann ja noch ungestörter weitermachen... :-)