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von Sebastian Finsel

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Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 11.12.2007 | 09:35 Uhr

Studie zum Tempolimit

Ich habe eine interessante Studie zum Tempolimit entdeckt. Diese untersucht die "Auswirkungen eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen im Land Brandenburg" und ist von eben diesem in Auftrag gegeben worden.

Die Studie (aus dem Oktober 2007, also noch sehr frisch) betrachtet insbesondere auch die volkswirtschaftlichen Kosten eines möglichen Tempolimits und kommt dabei zu dem Ergebnis, das sich aus einem Tempolimit von 130km/h "ein jährlicher Nutzen von rund 5,3 Mio. EUR ergeben" würde.

Insgesamt stellen die Autoren fest, "dass bei einer angeordneten Geschwindigkeitsbegrenzung für PKW von 130km/h [...] ein Nutzen für die Allgemeinheit entsteht."

Mehr zum Thema: www.mir.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.2239.de/studie_tempolimit.pdf

Kommentare (2)

Foto: Daniel Kolle
von Daniel Kolle | 13.12.2007 | 12:23 Uhr

Bis Mitte der 80'er Jahre war die Fragestellung des Klimaschutzbeitrages von Geschwindigkeitsbegrenzungen erschöpfend diskutiert worden: Nach systematischen Analsyen, empirischen Abschätzungen und Modellberechnungen wurde der "Großversuch Tempo 100" ins Spiel gebracht. Auch die SPD fasste auf einem ihrer Parteitage einen entsprechenden Beschluss. Heute findet die gleiche Debatte noch einmal statt. Über die grundsätzlichen Wirkrichtungen scheinen auch heute keine Zweifel zu bestehen, denn eine Autobahn-Tempolimit:

-reduziert den Treibstoffverbrauch und den CO²-Ausstoß,
-vermindert die Schadstoff- und Lärmemissionen,
-reduziert die Unfallhäufigkeit und -schwere,
-mindert den erforderlichen Material- und Flächeneinsatz,
- vergleichmäßigt den Verkehrsfluss und erhöht die Straßenkapazität.

Bezogen auf die Untersuchungen des Umweltbundeamtes (vgl. Gohlisch/M.Mahlow UBA-Texte 40/99) läuft der Anteil der CO²-Einsparungen auf einen Wert von 2,5 bis 5,5 Prozent (bezogen auf gut 100 Mio. t CO² aus dem gesamten Autoverkehr) hinaus. Beim Karftstoffverbrauch werden ähnlich geringe Werte mit 3 bis 6 Protzent Einsparvolumen angegeben.

Die direkten Effekte sind damit zwar als achtbarer Beitrag zum Entlastungsziel 2020 zu bezeichnen, doch sind die Volumina dennoch verschwindend gering.

Das Potential der indirekten Effekte ist dabei wesentlich interessanter und eröffnet bei näher Betrachtung ggf. weitere Ansatzmöglichkeiten für Klimaschutzaktivitäten. Die Auslegung von Fahrzeugen auf niedrigere Höchstgeschwindigkeiten kann zusätzliche Energiespar- und CO²-Minderungseffekte von 20-30 Prozent bewirken., je nachdem wie stark die Auslegungsmodifikation ausfällt. Müssen wir daher nicht die Frage stellen, ob wir tatsächlich Autos brauchen, die von 0 auf 100 in 4 Sekunden beschleunigen und in der Spitze 280 km/h fahren?

Als Beitrrag zum Klimaschutz: Ja zum Tempolimit.
Ohne weitere Maßnahmen?: Hohle Aktionismuspolitik!
Die klare Forderung: Die Automobilindustrie muss endlich verpflichtet werden weniger ressourcenfressende und umweltschonendere Autos zu bauen! Schluss mit Fuchsschwanz-Warp-Geschwindigkeit im "geilen" Porsche, wenn es Autos geben kann, die belastungsärmer und nur langsamer die selbe Strecke umwelt- und klimaschonender fahren können!

Foto: Rüdiger Hesse
von Rüdiger Hesse | 30.12.2007 | 12:04 Uhr

Die ganze Welt hat inzwischen den Sinn von Tempolimits erkannt und diese eingeführt.
Die ganze Welt? Nein. Ein kleines Land im Zentrum Europas setzt die Freiheit der persönlichen Wahl der Höchstgeschwindigkeit über den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer und über die verantwortungsvolle Energieverwendung. Warum das so ist, wird einem vielleicht erst klar, wenn man sich diese Liste ansieht:
http://www.dat.de/leitfaden/Le … denCO2.pdf
Unter "C" ist eine Übersicht der sparsamsten Fahrzeuge aufgelistet. Deutsche Fabrikate sucht man nahezu vergeblich und der Vorjahressieger, der VW-Polo 3L ist nicht mehr erhältlich. Den smart for2 cdi lasse ich mal als überdachtes Mofa außen vor, dort kann man nicht mal einen RPF einbauen lassen. Im Nischenbereich gibt des die deutschen(?) Entwicklungen der Opel Erdgasfahrzeuge.
Anders sieht es bei den extremen Spritfressern aus, hier überwiegen deutsche Fabrikate. Wenn man mit 3t legal 250 km/h fahren DARF, glauben einige wohl zum Selbstschutz ähnliche Rennpanzer bewegen zu müssen.