Lächerlichkeiten der Politik

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Wenn mir mal wieder die Hutschnur reißt, dann lasse ich es Euch wissen, dafür ist hier Platz. Gerne könnt Ihr Euch hier auch äußern.
Ein-Euro-Job oder die Abschaffung von Arbeitsplätzen und Dienstleistungen
Gestern als ich mit meinem Sohn in der KITA meines Sohnes eintraf, wurde der Eingangsbereich gerade durch zwei Herren gemalert und gespachtelt. Als ich ganz freundlich den einen der zwei Herren fragte: „Na, Ein-Euro-Job?“ und er mit ja antwortete, gab ich anschließend nur noch als lapidaren Kommentar zurück: „Also Schwarzarbeit!“ Worauf die beiden Herren, die vor mir standen, ebenfalls nur verdutzt meinen Kommentar bejahten. Eigentlich hätte ich sagen sollen unbezahlte Schwarzarbeit, weil die Entschädigung, die der eine Euro ist, ja wohl nicht als Bezahlung gelten kann. Auch hier fängt der Staat die Restkosten für Hartz-IV-Empfängerinnen auf. Warum findet dieser Weg der Ausbeutung eigentlich bisher große Akzeptanz und blieb bislang ohne große Gegenwehr? Das zerstört ganz deutlich Arbeitsplätze und zermürbt die Menschen. Der junge Mann kann sicherlich stolz darauf sein, was er in der KITA gerade geschafft hat. Der Hausmeister der daneben stand und die Sache beaufsichtigte auch. Die Leitung der KITA müsste sich aber fragen, warum sie keine Malerfirma mit diesen Dingen beauftragt? Im Sobotnik wird von den Eltern bspw. das Einrichten und Malern in den Räumen erstellt. Als das eine Zimmer fertig war, beschloss die KITA-Leitung lieber das fordere Zimmer zu nützen, so dass die dummen Eltern auch noch das andere Zimmer strichen. Natürlich in derselben Gestaltung, denn das haben wir im Osten ja immer so gemacht…
Ich habe noch nie einen Finger krumm getan, wenn es ums Sobotnik oder andere Freiwilligkeiten ging. Ich will nicht Teilhabe sein, wenn es darum geht, den Großen das Geld hinterher zutragen und den Arbeitsmarkt dabei auch noch abzuschöpfen und zu schröpfen. Aber ich bin immer die erste, wenn es darum geht, für die Kinder eine Party außerhalb der Schule zu bieten. Wie dumm müssen eigentlich Eltern sein, um das nicht zu begreifen? Da werden z. B. Schulbücher aus der Kaffeekasse der Kinder bezahlt, weil einige Kinder eben sonst nicht lernen könnten. Dass ich mich nur geweigert habe, damit das Bezahlen aufhört, hat niemand begriffen. Ich habe aber deutlich gemacht, dass mein Kind dann eben beim Nachbarn rein sehen kann, oder die Schule erweitert endlich wieder die Bibliothek, aber bezahlen werde ich und andere an meiner Stelle via Kaffeekasse dafür nicht. Schließlich sind gerade die Politikerinnen, die das Schulgeld für Material einführten, durch die Steuerzahlerinnen überhaupt erst in den Genuss, der, von Steuerzahlerinnen geleisteten, Studienplätzen gekommen. In meiner Kindheit wurden Räume und Umgebungen von ortsansässigen Malerfirmen erledigt, geputzt wurde von Angestellten und die Schule war zum Lernen da. Materialien wurden incl. der Bücher gestellt. Manche Bücher durften wir behalten, einige wurden uns geliehen. Mag sein, dass ich nicht die hellste Schülerin gewesen bin, aber geschadet hat es mir nicht.
Ich fordere daher, mehr Bücher und Materialien für Kinder in den Schulen und KITAS. Ich fordere weniger Ausstattung in den Büros der verbeamteten Politikerinnen auf unsere Kosten. Sollen sie doch im Sobotnik dafür sorgen, dass sie weich, sauber und bequem sitzen. Siehe das Projekt „Reichstag“, dass so schlecht geplant wurde, dass nicht mal alle Bundestagsabgeordneten im Bundestag Platz finden würden, sofern alle anwesend sein müssten und die Bestuhlung war so teuer, dass einem die Ohren wackeln. Wer macht und plant denn so einen Sch…? Ich fordere gleiche Standards für unsere wertvollen Kinder, wie die Herren und Damen Politikerinnen in den von uns gesponserten Büros. Oder Herr Wowereit, Böger, Zöllner…Frau Merkel, Schmidt, von der Leyen… wollen sie in speckigen, zügigen Büros sitzen, wie die Kinder in der Europa-Schule im Friedrichshain?


