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Lächerlichkeiten der Politik

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von Wendula Strube

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Wenn mir mal wieder die Hutschnur reißt, dann lasse ich es Euch wissen, dafür ist hier Platz. Gerne könnt Ihr Euch hier auch äußern.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 30.04.2008 | 09:44 Uhr

Herrn Thilo Sarazzins Kinderwunsch

Ihm sind die ersten beiden Kinder zu wenig, daher soll erst ab dem dritten Kind Kindergeld gezahlt werden.

Hat Herr Sarazzin eigentlich drei Kinder, dass er sich so aus dem Fenster hängen kann? Weis er, wie viel Arbeit das bedeutet und wie teuer das ist? Denn Kinder essen nicht jeden Tag Bratwurst mit Sauerkraut und sie wachsen auch nicht erst mit 14 Jahren ständig.

Seine dummen Kommentare sind wirklich genug gefallen, ich will den Mann nicht mehr im Senat. So einer wird von den Eltern eines oder zweier Kinder bezahlt, der weis gar nicht, was Leben bedeutet.

Schmeißt ihn endlich aus dem Amt raus, der Mann hat kein Benehmen.

Kommentare (8)

Foto: Günther Gruchala
von Günther Gruchala | 30.04.2008 | 12:01 Uhr

Die Sendung am Sonntag bei Anne Will, sowie Monitor am Montag, sagen für mich sehr viel über Herrn Sarazin aus.
Ich habe es jetzt selbst mal getestet wie man mit 3,25 Euro Essensbuget pro Tag auskommt. Nimm den Hut Sarazin
mit freundschaftlichen Grüßen
Günther

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 02.05.2008 | 08:17 Uhr

Erst ab dem dritten Kind?

[Sarkasmus ein]

Naja, da wird die Frau sich eben wieder mehr auf ihre "biologischen Kernkompetenzen" nach Art der Familienministerin konzentrieren müssen: Gebären, gebären, gebären (Ja, drei mal! mindestens!). Dann ist endlich auch keine Zeit mehr für diese wirklich unnötigen Gleichstellungsdebatten und das ganze dumme Emanzenblabla.

[Sarkasmus aus]

Ich gehe das jetzt meiner Frau erklären. Wenn ihr also in den nächsten Minuten ein paar laute Wutschreie hört, dann ist sie das vermutlich. ;-)

Foto: Sascha Voß
von Sascha Voß | 02.05.2008 | 10:57 Uhr

1.) Ich weiß nicht, wieviele Kinder Genosse Sarazzin hat. Ist mir auch egal. Solcherlei Qualifikationen zu fordern ist völlig schwachsinnig. Ich bezweifele, dass irgendjemand nur die Abgeordneten (in diesem Fall im BT) zur Verteidigungpolitik sprechen lassen möchte, die gedient haben...

2.) Die ersten zwei Kinder SIND zu wenig. In diesem Kontext. Der Kontext ist nicht optional, das geht bei Soundbites gerne mal unter. Um den demographischen Wandel entgegenzusteuern, muss man als Rentner früher sterben oder man braucht mehr Kinder. Da die erste Option ausfällt, muss der Staat, wenn er die aktuellen Sozialsysteme in ihrer Grundstruktur behalten möchte (also die Idee des Generationenvertrages), mehr Kinder wollen. Und das funktioniert nunmal (derzeit und leider) über finanzielle Zusatzanreize (ausreichend ist der finanzielle Anreiz alleine natürlich nicht, da man 3-fach "Kosten" produziert und nur einmal "Einnahmen").

3.) Von dem Geld soll kein Angriffskrieg finanziert werden ([zyn] der allerdings mittelfristig den demographischen Wandel resetten könnte [/zyn] ), sondern infrastrukurell das Land kinderfreundlicher machen (kostenlose Krippenplätze, Betreuungsangebote, Essen in der Schule, etc), was auch im Hinweis zu Frankreich deutlich gemacht wurde. Vielleicht schwingt da ein Misstrauensvotum gegen Eltern mit rein, aber generell finde ich diese infrastrukturelle Förderkomponente (wenn sie strikt umgesetzt wird) besser als ein einkommensunabhängiges Kindergeld (Spezialfälle mal außen vor).

4.) Der Mann wird von kinderlosen Ehepaaren, Singles und Eltern mit 3 und mehr Kindern genauso bezahlt. Und von Rechtspersonen, die höchtens Tochtergesellschaften haben, dafür aber kein Kindergeld bekommen.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 02.05.2008 | 19:59 Uhr

@Sascha Voß

Deine Kommentare sind so banal, dass ich darüber nur schmunzeln kann. Du bist für mich unreif, nicht in der Lage Vater zu sein. Und ich glaube, Du bist auch nicht mal Papa von einem Kind. Du hast überhaupt keine Ahnung, um was es hier geht.

Was bedeutet für Dich Verantwortung zu tragen und für wen, für eine Katze oder einen Hund? Die können aber zur Not noch ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben werden, bei Kindern ist es da schon schwieriger, zumal sie dein eigen Fleisch und Blut sind. Da ist nicht einfach Schluss mit Lustig, wenn es dir nicht mehr in den bequemen Kram passt. Kinder müssen weit über das 18. Lebensjahr hinaus versorgt werden, benötigen Kleidung, die mit 19 % MWSt bezahlt wird, von ihrer Bildung, Ausbildung, Sport, Studium etc. pp. hast Du keine Ahnung. Werde am besten doch erst mal erwachsen, denke nach und dann kommentiere.

Foto: Sascha Voß
von Sascha Voß | 03.05.2008 | 13:39 Uhr

Wenn Erwachsenwerden heißt, andere allein an ihrer Reproduktionsrate zu messen, verzichte ich dankend.

Der erste Absatz ist wohl gedacht persönlicher Angriff, über den ich jedoch schmunzeln muss, da mir die Ironie ins Auge springt, in welcher Form ich hier als unreif bezeichnet werde.

Ich bin mir der Problematik durchaus bewußt, auch ohne selbst Kinder zu haben. Auch habe ich nicht behauptet, dass ich eine einfache Streichung des Kindergeldes unterstützen würde, aber wenn das Geld richtig umgelegt wird, sinken alle aufgeführten Posten "Bildung, Ausbildung, Sport, Studium" gegen Null. Wenn Bücher und Workbooks von der Schule gestellt werden, Sportvereine mehr bezuschußt, Gebührenfreies Studium etc. Außerdem sollte ein Jugendlicher in Studium oder Ausbldung nur Ausnahmsweise auf finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen sein.

Was mich jedoch wieder und wieder auf die Palme bringt ist die Arroganz, mit der jemand, der die glorreiche Leistung vollbringt erfolgreich einem jahrmillionenalten Trieb zu folgen, für diese Leistung Lob und Auszeichnung erwartet und jedem, der, warum auch immer, sich nicht der Fortpflanzung der Art widmet, jegliches Mitspracherecht abstreitet.

Kleine Meldung aus der Welt der Realität: Die überwältigende Mehrheit der männlichen Weltbevölkerung ab 12 ist in der Lage, Vater zu sein. Das heißt nicht, dass sie a) es werden sollten oder b) gute Väter wären.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.05.2008 | 22:36 Uhr

@Sascha Voß

Ich finde Dich immer unbedachter. Mit soviel Ahnung gegen Null, haben wir es leider sehr oft in unserer Politik zu tun, die die Mehrheit zur sog. Politikverdrossenheit geführt hat.

Wahrscheinlich bist Du sehr an Zentralismus interessiert, dann solltest Du auf jeden Fall die Partei wechseln, dafür steht die MLPD. Die bringen Deine Argumente auch. Das ist so eine Art Sekten-Partei, vor denen jede nur warnen kann. Die wollen auch alles über den Staat bezahlt haben und am besten den Menschen das Denken abgewöhnen. Sieh mal Jungchen, vor 1989 lief  in der BRD auch alles sehr gut, da gab es keine Studiengebühren, es gab Kindergeld, es gab auch Kindergärten und Krippen wurden Göttin sei dank immer öfter aus dem Leben verbannt, weil das nachweislich nicht gut für die Babys ist. Schulbücher musste niemand bezahlen und Bildung war auch in den Bibliotheken umsonst. Viele Menschen machten sich Gedanken über die Individualität des Menschen und wie sie gefördert werden können. Es gab niemanden, der einem vorschrieb, irgendwie sein zu müssen und wir durften sogar in andere Länder fahren, ohne Angst und in absoluter Freiheit.

Den letzten Satz von wegen Drogenpolitik… den habe ich entfernt. Wenn Du Hilfe brauchst, gehe zum Therapeuten, aber lass das doch hier nicht als versteckte Botschaft. Ich will Dir da nicht helfen.

Ansonsten solltest Du mehr Respekt vor Erwachsenen haben, täte Dir und Deinem Charisma gut.

Foto: Sascha Voß
von Sascha Voß | 04.05.2008 | 11:29 Uhr

Wenn wir uns infrastrukturelle Förderung UND Kindergeld leisten können, super, nur raus mit dem Geld. Wir haben es aber nicht.

Wenn ich den Kommentar zu den Kindergärten lese, frage ich mich ja, ob dann der Eva-Hermann-Ansatz genehmer ist? "Kind und Karriere" ohne Kindergarten ist für mich schwer vorstellbar. Zuminest wenn man nicht selbstverständlich davon ausgeht, dass Großeltern "zur Verfügung" stehen.

Seit 1989 haben sich allerdings ein paar Sachen verändert. Schulbücher muss man immernoch nicht bezahlen (zugegeben länderverschieden), aber diese tollen Arbeitshefte werden viel stärker eingesetzt als damals. Und die kosten [nur als Beispiel. Völlige (zentralistische) Lernmittelfreiheit wäre mir da lieber, als das Geld erst durch die Familie "umzuleiten", bevor sich jemand "absolut frei" entscheidet, das Zigaretten und Bier wichtiger sind].
Nochmal: Wenn  strukturelle Förderung UND Kindergeld funktioniert, umso besser. Aber nach 1989 sind ja noch ein paar andere Dinge passiert, die uns Geld kosten. Und der demografische Faktor  hat damals auch kaum jemand interessiert, denn wirtschaftlich gings uns ja gut.

Und das mit der Drogenpolitik ist mal wieder eine Frechheit. Die Unterstellung eine Beleidigung.
Die Aussage war: Man darf einen gewissen Politikzweig nicht nur von einem Teil der betroffenen entscheiden lassen und alle anderen direkt entmündigen. Noch ein paar weniger zugespitzte Formulierungen als die mit der Drogenpolitik:
[Man darf nicht ausschließlich...]
... Soldaten über Sicherheitspolitik ...
... ALG II Empfänger über Sozialpolitik ...
... Pharmareferenten über Arzneimittelgesetze ...
... Polizisten über innere Sicheriheit ...
... Bauarbeiter über Stadtplanung ...
[...entscheiden lassen.]


Nichts von dem, was ich gelesen habe, bringt mich auch nur im entferntesten auf die Idee, dass ich jemandem zu wenig Respekt zeige.
Ganz zu schweigen davon, dass man keinen Ansehensbonus dadurch gewinnt, in Mitteleuropa zu überleben...

Foto: Günther Gruchala
von Günther Gruchala | 09.05.2008 | 10:51 Uhr

Nach Absprache mit der Blogbetreiberin, kann ich hier einen Hinweis zu Ärzte ohne Grenzen eintragen

http://www.aerzte-ohne-grenzen.de

http://www.aerzte-ohne-grenzen.at

Freundschaft
Günther