SPD Thüringen Blog

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Solidarität sollte unser Leitbild sein
Strahlend schönes Wetter, und ich freue mich auf den Feiertag. Nicht, dass ich dann wirklich frei hätte. Natürlich bin ich bei der Kundgebung zum 1. Mai auf dem Erfurter Anger. Aber diese Pflicht erfülle ich gerne, denn der Tag bedeutet mir sehr viel. Einer der Gründe, warum ich in die SPD eingetreten bin, ist der Einsatz dieser Partei für die Arbeitnehmer.
Willy Brandt hat einmal den englischen Begriff „compassion“ in die politische Diskussion eingeführt. Das deutsche Wort „Mitleid“ ist dafür nur eine unzureichende Übersetzung, es bedeutet viel mehr: Eintreten für seinen Nachbarn, sich kümmern um die Nöte Anderer, nicht Wegsehen bei Problemen Bedürftiger, Reden für diejenigen, die keine Stimme haben. Dem fühle ich mich verpflichtet.
Auch wenn man als Oppositionspartei leicht in den Ruf des ewigen Nörglers geraten kann: ich werde nicht müde werden, Missstände aufzudecken und anzuprangern, Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte behilflich zu sein. Das ist der Sinn des 1.Mai, seit vor über 120 Jahren Arbeiter auf die Straße gingen, um gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen zu protestieren.
Geld und Besitz haben in unserer Gesellschaft oft einen zu hohen Stellenwert. Nicht Neid auf Begüterte, sondern Solidarität mit Menschen, die es weniger gut im Leben getroffen haben, sollte unser aller Leitbild sein. Dass Christi Himmelfahrt heuer auf den 1. Mai fällt, hat fast schon symbolischen Wert. Auch im christlichen Glauben finden wir das Ideal des Eintretens für seinen Nächsten. In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Feiertag!
30. April 2008
Kommentare (1)
Danke aus Hamburg für diese Worte. Eine Freundin
beschrieb es so : SOLIDARITÄT ist die Zärtlichkeit der Völker.Auch dazu kann ich als Sozialdemokratin inhaltlich stehen.
Freundschaft! Renate


