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Ich und die SPD

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von Thomas Köcher

Über dieses Blog

Meine Ansichten zu aktuellen Entwicklungen in der SPD und Reformvorschläge.
Für mich ist die SPD die Partei, die am ehesten Wirtschaftspolitk mit Sozialstaat verbinden kann.

Foto: Thomas Köcher
von Thomas Köcher | 18.05.2008 | 18:36 Uhr

Rentenreform

Deutschland braucht baldigst eine grundlegende Reform der Rente. Alles bisherige war mehr Stückwerk. Meinetwegen notwendig, aber noch keine Lösung des Problems. Deshalb würde ich mich der Forderung von Ottmar Schreiner anschließen und eine Grundrente einführen. Jeder, welcher Rentenansprüche erwirbt, erhält eine Rente, die 15 oder 20 % über Hartz 4 Niveau liegt (also 750 - 800 €). In diese Rente zahlen alle (!) ein. Beamte, Selbstständige (allerdings mit einem Freibetrag. Bis zu einer bestimmten Umsatzhöhe oder Gewinnhöhe sind sie befreit), Vermögende.
Natürlich benötigt man eine Stichtagsregelung mit einer Übergangszeit von 15 Jahren.
Jeder, der eine bessere Rente haben möchte, muss privat vorsorgen.
Aber durch eine solche Reform wird die Rente finanziell solider und man kann der Altersarmut unter den Rentnern entgegentreten.
Besser als der Status quo wäre diese Reform alle mal.
Ich hoffe, dass sich Ottmar Schreiner mit dieser Reform durchsetzen kann, denn die Umsetzung dieser Reform wird höchste Zeit!!!

Kommentare (2)

Foto: Julia Treichel
von Julia Treichel | 26.05.2008 | 16:23 Uhr

Hallo Tobias,

wenn ich meinen Rentenbescheid richtig verstehe, habe ich nicht einmal Anspruch auf Rente i.H.v. Hartz IV bei 15 Jahre Job-Hinterher-Hecheln, Buhlen um gleiche Bezahlung und Einzahlen in die DRB.

Und blicke ehrlich gesagt auch bei der Tendenz der Entscheider in der Politik, ihre Rentenzusagen nach Lage der aktuellen Wahl-/Legislaturperiode auszugestalten, nicht gerade vertrauensvoll in die Zukunft der öffentlichen Rentensysteme.

Aus dieser Erfahrung und Skepsis heraus, wäre ich wenig begeistert, zu einer weiteren Zahlung zwangsverpflichtet zu werden, ohne dabei wie bei einer privaten Absicherung eine Garantieablaufleistung hieb und stich fest bestätigt zu bekommen. Zurzeit glaube ich keinem der Rentenreformvorschläge mehr, dass er die Leistungen erwirtschaftet, die er verspricht.

Ich denke, die Diskussionen um Alterversorgung und Generationenkonflikt wären gar nicht so lautstark und teilweise aggressiv, wenn nur das Vertrauen in ein wirklich verantwortungsbewußtes Handeln von Politik und Wirtschaft wieder hergestellt würde. Und dies braucht sicher anstelle vieler schneller Entschlüße zu Einheitsrenten und Zwangsverpflichtungen vorallem Verbindlichkeit in der Reform wie sie auch sei und Zeit für den tatsächlichen Nachweis, dass mit uns jüngerer Generation nicht kurzatmig als "Beitragszahler only"-Segment umgegangen wird, sondern sich unsere Rentenbescheide wieder bessern. Meiner schwindet derzeit eher wie Eis in der Sonne.

Foto: Manfred Michael Schwirske
von Manfred Michael Schwirske | 04.07.2008 | 00:11 Uhr

Wenn sichs bei den Politikern im Bundestag denn nur um "Entscheider" handelte, könnte man durchaus ruhig schlafen. Aber es geht hinter dem Rentendiskurs um andere, "wichtigere" Dinge: es geht um die Vernichtung des gesetzlichen Systems zugunsten der  Erschließung eines "Rentenmarktes", genauer um dessen Erschließung für Profite. Weshalb der Rentendiskurs von Lobbyisten und deren Interessen getrieben ist. Z.B. Genosse Riester - ein Lobbyist in eigener Sache. Das kann einem schon den Schlaf rauben.
Glaube auch bitte niemand, dass ein privates kapitalgedecktes System eine Rente garantierte. Man frage die Millionen Betrogenen in den USA.
Und übrigens: Probleme des Arbeitsmarktes kann kein Rentensystem der Welt kompensieren.  Mehr unter: www.nachdenkseiten.de