Köhler for president
Mitteilung unseres Bundespräsidenten zur Kandidatur für eine zweite Amtszeit
Bundespräsident Horst Köhler hat heute folgende Erklärung vor der Presse abgegeben:"Ich habe mich entschlossen, im kommenden Jahr erneut für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Ein Jahr vor der Bundesversammlung sollte Klarheit herrschen. Dieses von mir gegebene Wort löse ich heute ein.
Ich bin mit dem Wunsch angetreten, unserem Land etwas zurückzugeben von dem, was es mir gegeben hat. In den vergangenen Jahren habe ich mich darum bemüht. Zugleich ist mir deutlich geworden, wie viel ich den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes verdanke.
Ich habe gelernt, wie viel guter Geist in uns steckt und mit welchem Einsatz und mit welcher Zuversicht wir für Verbesserung sorgen. Ich habe unsere Stärken erlebt, aber mir sind auch manche Schwächen bewusster geworden.
Die Bürgerinnen und Bürger haben mir in den vergangenen Jahren viel Unterstützung gegeben. Darüber habe ich mich gefreut, und auch ihre Kritik hat mir geholfen.
Deutschland, unser Land, ist vorangekommen in den vergangenen Jahren. Es gab Veränderungen, die notwendig waren. Das war auch mit Härten verbunden. Niemand kann behaupten, schon alle Antworten zu haben. Doch wir sollten den eingeschlagenen Weg der Erneuerung weitergehen, jeder von uns da, wo er Verantwortung hat, und zugleich in der Gemeinschaft.
Ich möchte den Prozess von Bewahren und Wandel in Deutschland weiter begleiten und fördern. Wir gehen diesen Weg, damit wir und unsere Kinder es auch in Zukunft gut haben werden.
Sie können sich darauf verlassen, dass ich mein Bestes gebe."
Mehr zum Thema: www.bundespraesident.de/-,2.645330/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm
Kommentare (4)
So, so, der Horst will also nochmal ran.
Na denn Weidmanns Heil, Herr Bundespräsident
Köhler for President!!! Denn würden wir Frau Schwan mit Hilfe der Linkspartei wählen, wären wir mal wieder abhängig von Herrn Lafontaine - der fühlt sich dann wieder wie Napoleon! Wir machen uns abhängig und kapieren es nicht mal! Die Grünen wissen schon warum sie Nein zu Gesine Schwan sagen! Die Person Gesine Schwan mal ganz außer Acht gelassen, nur rein von den Aspekten her! Wir dürfen uns nicht immer von Lafontaine und co. abhängig machen!!! Siehe auch: http://www.spiegel.de/politik/ … tschland/0,1518,554863,00.html
Darin heisst es u.a.: "Will die SPD tatsächlich Gesine Schwan als Präsidentin durchsetzen, dann nur mit Hilfe der Linkspartei. Vieles spricht dafür, dass die Linken die Professorin mitwählen würden - das wäre ein weiterer Triumph für Oskar Lafontaine"
Nicht UNSER Erfolg sondern vom verrückten Oskar! Toll! Und wir spielen mal wieder nur die zweite Geige! DAS DARF NICHT SEIN!
Wer kann mir in einfachen Worten erklären, warum wir (ich bin auch Genosse) statt dem in der Bevölkerung und damit in der Wählerschaft hoch angesehenen H. Köhler jetzt plözlich wieder Gesine Schwan in ein riskantes bzw. aussichtsloses Rennen um die Präsidentschaft schicken?
Soweit ich weiss, ist der Bundespräsident der Repräsentant des Staates und nicht der Parteien und der politischen Nomenklatura.
Wenn wir weiter so am Mehrheitswillen vorbei agieren und uns in die linke Falle begeben, werden wir bei der nächsten Wahl ( nicht unverdient) einen Einbruch bei der SPD erleben, da helfen auch keine starken Sprüche a la "wir lassen uns von niemandem unsere Kandidaten vorschreiben" ( Beck). Kann man wirklich das Volk so übergehen bzw. nicht ernst nehmen?
Weil wir das Beste wollen.
Wenn wir als Partei Gesine Schwan aufstellen, machen wir damit die Aussage, dass wir sie besser geeignet für das Präsidialamt halten als Horst Köhler. Das heißt nicht, das Köhler bisher schlecht war, aber die theoretische Stärke einer Demokratie liegt im ständigen Wettstreit um die beste Lösungen (in diesem Fall die bestgeeignete Person). Dass wir die Wahl zwischen 2 hochqualifizierten und angesehenen Kandidaten haben, ist ein Luxusproblem, über das wir uns freuen sollten.
Warum die Wahl nicht aussichtslos und der Mehrheitswille für die Präsidentenwahl (leider) nahezu unerheblich ist, benötigt etwas weniger einfache Worte und ich habe mir vorgenommen, Kommentare kürzer zu halten...
Nur ein plakatives Häppchen: Wenn es nach Beliebtheit und durch Meinungsumfragen ermitteltem Mehrheitswillen ginge, hätten wir einige Bundestagswahlen komplett aussetzen oder ohne Spitzenkandidaten bestreiten können, zb. nach der Wiedervereinigung oder zuletzt 2005.





