meineSPD.net - Vernetz Dich in der SPD Community: Modulbezeichnung

zur SPD-Community
 

Das Bohnische Pendel

Foto: Thomas Bohn
 
von Thomas Bohn

Über dieses Blog

Hier wird geklärt wie die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung vor 1920 ausgesehen hat, ob eine semantikfreie Sprache Sinn machen oder sinnfrei sind und ob die zeitgenössische sumerische Literatur noch zu retten ist.

Foto: Thomas Bohn
von Thomas Bohn | 25.05.2008 | 16:56 Uhr

Das gescheiterte Urheberrecht

Das Urheberrecht soll die Rechte der Urheber an seinem Werk schützen und dafür sorgen, dass dem Urheber die Möglichkeit bleibt mit dem Werk Geld zu verdienen.

Doch letztlich besitzt kaum mehr ein Urheber die vollen Rechte an seinem Werk. Ein Musiker ist in Deutschland meist Mitglied der GEMA. Diese verwaltet nicht nur die Rechte sie besitzt sie. Der Musiker muss sogar an die GEMA Geld bezahlen, wenn er seine eigenen Stücke auf einer Webseite zum Download bereitstellt oder auf einer Bühne zum Besten gibt. Wohl gemerkt seine eigenen Stücke! Auf der anderen Seite besitzt er nicht einmal das Copyright an seinen CDs oder sonstigen Veröffentlichungen.

Nicht besser geht es da den Schriftstellern, auch hier hält der Verlag das Copyright, nicht der Autor.

So wird das Urheberrecht zum Verwerterrecht und verliert seine Legitimation. Es schützt nicht mehr die Musiker oder Autoren, sondern die Konzerne. Zusätzlich verhindert das Urheberrecht in seiner bisherigen Form das sich die Industrie weiterentwickelt, die GEMA stellt heute ein großes Hindernis für neue Vertriebsformen dar. Aktionen wie von Radiohead oder Nine Inch Nails sind für GEMA-Mitglieder unmöglich.

Allerdings erwarte ich auch nicht viel mehr von einer Bundesministerin die nicht einmal weiß, was ein Browser ist und sich das Internet ausdrucken lässt. Vielleicht sollte Brigitte Zypries endlich mal eine Weiterbildungsmaße besuchen, damit sie lernt was das Internet eigentlich ist.