Mein Senf dazu ist....

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....hier gebe ich einfach mal hin und wieder meinen Senf zu aktuellen Themen ab.
Ausbildungsbonus macht Ausbildung zum Sonderfall...
der Bundestag hat den Ausbildungsbonus beschlossen. Ich muss zugeben, dem ganzen nicht sehr positiv gegenüber zu stehen. Ich bin ein anhänger des dualen Ausbildungssystems. Aber wenn ich eine so breit gefächerte Förderung von Ausbildungsstellen auf den Weg bringe, dann ist zu befürchten, dass die Wirtschaft, dafür sorgen wird, dass Ausbildung zum Sonderfall wird.
Nun ist es für den Ausbildenden interessanter eine/n "Altbewerber/in" antelle eine/r "Einmündungsbewerbers/in" einzustellen.
Auch der Mechanismus zur Verhinderung von Mitnahmeeffekten ist doch wohl völlig verfehlt. Nur wer mehr als bisher ausbildet erhält den Ausbildungsbonus. Es ist ja nicht so, dass wir genug Ausbildungsplätze hätten und nur ein Problem mit Jugendlichen mit einer schlechten oder gar keinen Schulbildung.
Wer sich die Zahlen mal genau anschaut wird feststellen, dass die Anzahl der Ausbildungsstellen noch weiter steigen müssen. Und ab heute wird jeder neue Ausbildungsplatz gefördert.
Heute ist Tag ist in der Wirtschaft was Ausbildung angeht. Herzlichen Glückwunsch. Es lebe die Ausbildungsplatzumlage.
Euer André
Kommentare (2)
Lieber André,
unsere Regierung ist die Interessenvertretung der bürgerlichen Gesellschaft. Die bürgerliche Gesellschaft braucht Anreize, um etwas zu tun, daß für Normal-Sterbliche selbstverständlich ist.
Wo ist also de Widerspruch?
Dem Handwerk und dem Mittelstand reicht schon ein Appell. Die Industrie braucht schon einen Tritt in den Hintern, bitte aber mit einem lächelnden Gesicht. Das Gesicht muß doch gewahrt bleiben.
Da Kapital und Industrie Hand in Hand gehen und Kosten der Gewinnerwartung widersprechen, sind Mitnahmeffekte selbstverständlich.
Die Kirche, die Gesellschaft und die Parteien müßten den Kapitalvertretern ihr Verhalten als Imageschaden verkaufen, dieses würde einige Vertreter zur Bewegung annimieren.
Engagement muß sich in klingender Münze niederschlagen, dann wird etwas unternommen, oder umgekehrt der wirtschaftliche Schaden muß so groß sein, daß das eingesetzte Kapital verloren ist, auch hier reagiert die Kapitalseite.
Eine große Koalition muß das Optimale aus dieser Beziehung holen.
Diese sind in der Regel nicht das Optimalste aus Sicht des demokratischen Sozialismusses.
msg
Reinhold Nawratil
Der Beitrag hat mich wirklich wütend gemacht! Wer motiviert denn die vielen MitarbeiterInnen in den Betrieben? Sie arbeiten teilweise für Hungerlöhne (sittenwidrige Löhne!!) und jegliche, meist auch politische Unterstützung, geht in Richtung Arbeit"geber". Wenn die SPD ihr Profil weiter verliert, braucht sie sich über Stimmenverluste wirklich nicht mehr zu wundern!
Der Mindestlohn muss her!!! Von den Minijobbern haben 67,5% (2006) eine abgeschlossene Berusausbildung!
MfG
Bärbel Lübke-Elbracht




