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von Sascha Voß

Über dieses Blog

Es geht oft um Freiheit.
Manchmal geht es um Gerechtigkeit.
Solidarität kommt auch vor.

Vor allem aber geht es um den Unterschied zwischen Freisinn und Sinnfreiheit, meine Hoffnungen und Ziele für Deutschland und die SPD.

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von Sascha Voß | 16.06.2008 | 14:03 Uhr

Soziale Moderne

So muss ein Neologismus aussehen!

Wer könnte sich einer sozialen Moderne verschließen? Nur die unsozialen oder die (ewig-)gestrigen! Über die Inhalte und Ziele muss natürlich debattiert werden, aber die Worthülle ist meiner bescheidenen Meinung nach erstklassig.

Ich hoffe inständig, dass wir es schaffen, die soziale Moderne so mit Leben zu erfüllen, dass sie den "demokratischen Sozialismus" ablösen kann.

Ich weiß, dass der "demokratische Sozialismus" viele Unterstützer hat, sonst hätte er es nicht in die prominente Position im neuen Programm geschafft, aber ich weiß auch, wie schwer sich viele andere (nicht zuletzt ich) mit dem Begriff tun.
Von der allgemein kritischen Rezeption aller -ismen abgesehen, assoziere ich beim Wort Sozialismus sofort die DDR, einfach weil der "real-existierende Sozialismus" und die inflationäre Betonung des sozialistischen im DDR- und UdSSR- sprachgebrauch dominant gegenüber der akzentuierten Benutzung z.B. durch die SPD ist. Die adjektivische Demokratisierung hilft da auch nicht, ihren demokratischen Charakter hat die DDR (sic!) auch stets betont.

[Es sei darauf hingewiesen, dass sich mein Umgang mit der DDR ausschließlich auf den Geschichtsunterricht und allgemeines historisches Interesse beschränkt. Für jemanden, der im geteilten Deutschland aufgewachsen ist, sozialisiert und politisiert wurde, mag das alles anders aussehen.]

In anderen Sprachen ist der Umgang mit den Begriffen z.T. anders, Sozialistische Parteien sind z.B. in Frankreich oder Spanien ganz normal. Ich bin mit dem Begriff Sozialdemokratie aufgewachsen und kann mit dieser Sonderstellung gegenüber anderen "Geschmacksrichtungen" des Sozialismus gut leben. Ich sehe mich auch nicht als Sozialist, nicht mal als demokratischer Sozialist, sondern als Sozialdemokrat.

Danke im Voraus (was nun im Endeffekt mit dem Begriff geschieht, werden wir sehen müssen) an Andrea Ypsilanti für ein Schlagwort, dass Zukunftsfähigkeit und Dynamik der Sozialdemokratie betont und hoffentlich auch neue Ideen für neue Herausforderungen anregt!

Auf in die soziale Moderne!

Mehr zum Thema: www.ypsilanti.de/.net//meldungen/13538/53097.html

Kommentare (1)

Foto: Sascha Voß
von Sascha Voß | 18.06.2008 | 11:16 Uhr

[Der Vollständigkeit halber: Hier drüber stand mal ein Kommentar, der (nicht von mir) entfernt wurde.]

Ich verbitte mir ausdrücklich und entschieden diesen Schmähnamen!

Es ist eine Unverschämtheit, dieses populistische Geschmiere der Springer-Presse weiterzuverbreiten!

Wie man zu Inhalten und Handlungen eines Genossen / einer Genossin auch immer stehen mag, diese Beleidigung ist einer politischen Diskussion unwürdig! Ihre Benutzung ist respektlos gegenüber der Person Andrea Ypsilanti und dem großen Erfolg, den die Partei unter ihrer Führung in Hessen hat, und sagt leider mehr über den Sprecher aus, als einem lieb sein kann.