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Familienfeindlichkeit

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von Wendula Strube

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Warum wehren sich Familien nicht, gegen den Zustand in unserer Gesellschaft? Was können Familien tun, damit die finanziellen Mittel, die durch ihre Verbräuche und die dadurch eingenommene Mehrwertsteuer, besser an sie zurückverteilt werden?

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.07.2008 | 09:51 Uhr

"Eine Erhöhung um acht oder zehn Euro hat den Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten oder zwei großen Pils. " Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD)

Peer Steinbrück schließt evtl. von sich auf andere. Woher weiß er denn, dass "eine Erhöhung um acht oder zehn Euro...den Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten oder zwei großen Pils" hat? Ich habe das nicht gewußt, weil ich weder rauche noch trinke.

Er sollte mit Thilo Sarazzin gemeinsam eine Partei gründen, die verstehen sich beide bestimmt gut. Sie können die ja dann, Sauerkraut, Würstchen und Pils SWuP nennen.

Echt schlimm das!

Kommentare (16)

Foto: Pascal Korz
von Pascal Korz | 03.07.2008 | 10:06 Uhr

Auch wenn die meisten Eltern das Kindergeld sinnvoll für das Kind einsetzen - andere zweckentfremden das Geld.

Das ist auch eine Frage, wo man seine Prioritäten setzt: kostenloses Mittagessen in der Schule, wie es für viele Schüler wichtig wäre, oder bloße und noch nicht mal starke Erhöhung von Transferleistungen?

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.07.2008 | 10:17 Uhr

@ Pascal

Deshalb kann doch kein Mensch einen Generalverdacht aussprechen, das ist nämllich die Krux daran. Das darf man höchstens denken, wenn man in der Position eines Steinbrücks sitzt. Nicht  umsonst treten immer mehr aus unserer Partei aus, darüber sollte Peer mal nachdenken und nicht darüber, wie andere Leute evtl. das Geld umme Ecke bringen. Im Übrigen trinken und rauchen Politiker genau so viel, wie andere Menschen auch, das ist allgemein bekannt. Aber das tun eben auch nicht alle und soll ich jetzt einen Generalverdacht aussprechen, dass z. B. alle Finanzminister gerne eine Rauchen und tief ins Glas sehen? Was außerdem dann auch noch oft auf unsere Steuergelder zurückgeht bei Banketten. Das steht mir und niemanden anderen zu.

Frechheit das.

Foto: Günther Gruchala
von Günther Gruchala | 03.07.2008 | 11:54 Uhr

Wir brauchen ein kostenloses Mittagessen nicht Pauschal, sondern für das Prekariat umsonst und sonst gestaffelt nach Einkommen
Zu dem Ausfall von Steinbrück. Ich finde es auch eine Unverschämtheit Geringverdiener so abzuqualifizieren. Pascal nimm ihn nicht immer wieder in Schutz, er ist nämlich selbst eine Heulsuse, was er ja anderen unterstellt.
Genosse Peer ließ ruhig mit und denke an Deine Wahlergebnisse
Wendula mach weiter so
Freundschaft
Günther

Foto: Pascal Korz
von Pascal Korz | 03.07.2008 | 12:10 Uhr

Ich halte es für eine "Frechheit" und für eine "Unverschämtheit", wie die Person und der Genosse Steinbrück hier wegen einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat "abqualifiziert" wird. Aber das würde ich persönlich nicht so scharf formulieren, weil das die weitere Diskussion immer wieder schwer belastet.

Für lachhaft halte ich es, wenn du, Günther, mir vorwirfst, ich nähme Peer Steinbrück in Schutz. Das habe ich nicht nötig, das ist nicht mein Ziel - er hat eben das ausgesprochen, was ich für richtig halte, und diese _Position_ verteidige ich allerdings.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.07.2008 | 12:17 Uhr

@ Pascalchen

Ja ja, das haben wir verstanden. Mit 20 Jahren kann man auch schon ganz gezielt über Familenpolitik und aus Erfahrung sprechen.

@ Günther

Dafür sind wir beide vieeeeel zu alt, grins.

Foto: Pascal Korz
von Pascal Korz | 03.07.2008 | 12:21 Uhr

Ich wiederum habe begriffen, dass persönliches "Abqualifizieren" eine inhaltliche Diskussion mit Argumenten ersetzen kann.

Viel Spaß, ihr beiden. Gebt euch einfach gegenseitig recht, und damit ist die Sache wohl gegessen.

Foto: Christoph Brodhun
von Christoph Brodhun | 03.07.2008 | 12:28 Uhr

Ihr mit eurem Empirismus. Schöne Keule.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.07.2008 | 12:34 Uhr

Es geht mir nur darum, aufzuzeigen, wie Äußerungen noch mehr Menschen unserer Republik in eine Antidemokratische Haltung treiben.

Leider ist vielen nicht klar, wie Menschen noch an Politik glauben bzw. ihr vertrauen sollen, wenn derlei Äußerungen fallen, wie sie heute durch Peer Steinbrück erfolgt ist. Er in seinem Schloss aus Glas und Gold und die Menschen unten in ihren Hütten.

Wir sollten dafür eintreten, dass mehr in die Partei ein- als austreten und Menschen dazu bewegen an die Demokratie zu glauben, bzw. ihr zu  vertrauen. Immerhin tun das schon 30 % unserer Bundesgenossinnen nicht mehr.

Gravatar von Octave Marcel
von Octave Marcel | 03.07.2008 | 14:16 Uhr

Erstaunt, dass "Herr" Steinbrück sich noch traut, was ueber Familienpoltik zu sagen. Als alleinerziehender Vater von vier Kindern schlage ich vor, er kommt mal vorbei und wir wechseln mal die Plaetze. Und Nein, ich bin nicht ohne Arbeit sondern arbeite, meinen Kindern zu liebe, als selbststaendiger Programmierer von Zuhause. Nach "Herrn" Steinbrück seiner Berechnung, darf ich dann 8 Schachteln Zigaretten rauchen im Monat ?? Cool, dann kann ich als Nichtraucher bald das gekuerzte Gesundheitssystem in Anspruch nehmen.

Foto: Günther Gruchala
von Günther Gruchala | 03.07.2008 | 15:22 Uhr

Marcel, geh in Deine Schmollecke!

Steinbrück macht eine Unterstellung, wenn du das nicht begreifst, was begreifst Du dann, es ist Folgende.

Er unterstellt dem Prekariat, das es die Erhöhung versäuft und verqualmt, das Alles wärend sie vor der Glötze sitzt und warscheinlich ihre Kinder verprügelt und die Wohnung vermüllt.

Das bringt schon ARD-Videotext

Freundschaft
günther

Foto: Pascal Korz
von Pascal Korz | 03.07.2008 | 17:42 Uhr

Woraus erkennt ihr, dass er Eltern das unterstellt? Oder wollt ihr das aus dem Zitat herauslesen?

Foto: Marco Topalov
von Marco Topalov | 03.07.2008 | 19:56 Uhr

Anscheinend liest Du auch nicht, sonst wüsstest Du es auch, als Nichtraucher oder -trinkerin. Das Thema geht die Medien rauf und runter.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 03.07.2008 | 22:08 Uhr

Noch mal für Pascal:

das ist ein Zitat: http://www.n-tv.de/988522.html

Foto: Thomas Köcher
von Thomas Köcher | 03.07.2008 | 22:38 Uhr

Hey, ich sehe dies so, wie ihr beiden. Weshalb immer diese Weggabelung: Kindergelderhöhung ODER mehr Kinderbetreuung (bessere, mehr Sprachkompetenz, ewtc.)? Es MUSS beides gehen. Entweder man hätte die Unternehmenssteuern weniger stark gesenkt oder man muss nun bei den Subventionen kürzen. Aber dieser billige Populismus von Steinbrück stört mich auch sehr. Man muss in der Politik Prioritäten setzen. Wenn diese bei Unternehmenssteuersenkungen liegen, dann wissen die Familien, woran sie sind. Ich bin kein Gegner von Steuersenkungen, im Gegenteil. Aber man muss Prioritäten setzen und zuerst sollte man Kinderbetreuung, Bildung und Forschung ausbauen. Hintenan die Steuersenkungen für Unternehmen und nicht umgekehrt. Erst die Steuersenkungen und dann schaun mer mal, was noch übrig bleibt....

Foto: Uwe Schiffbahn
von Uwe Schiffbahn | 06.07.2008 | 14:51 Uhr

Was soll man von einem Berufspolitiker anderes erwarten, wenn er von einem neoliberalen oder konservativen Medium interviewt wird? Populismus in Form von abwärtsgerichtetem Futterneid.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 05.09.2008 | 23:40 Uhr

Sat 1 geht pleite und meldet Konkurs an, mehrere 1000 Arbeitsplätze werden wegfallen, heutige Mitarbeiterinnen sind in 13 Monaten Hartz-IV-Empfängerinnen

Im Teletext auf Sat1 (eigentlich müßte der Sender "Scheißt 1" heißen) läuft eine Ted-Umfrage, die da ungefähr lautet, bekommen Hartz-IV-Empfängerinnen zu viel Geld? Man sollte die Frage anders stellen und zwar so: "Werden Sat 1 Mitarbeiterinnen wegen fehlender Quoten demnächst arbeitslos? Und wenn sie dann nach einem Jahr Arbeitslosigkeit Hartz-IV empfangen, werden sie dann wieder als Zeitarbeiterinnen ihre alten Arbeitsplätze besetzen?" Sollte man dann nicht sofort, da sie spätestens in 13 Monaten sowieso mit dem Geringverdienerinnensatz oder Hartz-IV auskommen müssen, sofort ihr Gehalt kürzen? Viel mehr Wert ist dieser scheiß Sender sowieso nicht. So jetzt fühle ich mich besser. Friede den Hütten, Krieg den Palästen! Eintracht