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Ich und die SPD

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von Thomas Köcher

Über dieses Blog

Meine Ansichten zu aktuellen Entwicklungen in der SPD und Reformvorschläge.
Für mich ist die SPD die Partei, die am ehesten Wirtschaftspolitk mit Sozialstaat verbinden kann.

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von Thomas Köcher | 03.07.2008 | 22:30 Uhr

Peer Steinbrück und seine Weisheiten......

von www.tagesschau.de
"Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat seine Bedenken gegen eine bloße Kindergelderhöhung zur Entlastung von Familien bekräftigt - und vielen Eltern indirekt unterstellt, sie würden zusätzliches Geld für Genussmittel ausgeben. "Eine Erhöhung um acht oder zehn Euro hat den Gegenwert von zwei Schachteln Zigaretten oder zwei großen Pils. Ich fürchte, das Geld kommt bei den Kindern in vielen Fällen nicht an", sagte er den "Ruhr Nachrichten". Es sei besser, in Betreuung, Schulessen und Sprachkompetenz zu investieren."

Wooow....wieder einmal nötigen mich SPD Minister / Senatoren mir undifferenzierten Unsinn anzuhören. Sicherlich hat Minister Steinbrück recht, dass man mehr in Betreuung, Schulessen und Sprachkompetenz investieren muss. Doch es ist unsäglich, dass man allen Eltern bzw. dem Gros unterstellt, sie würden das Mehr an Kindergeld verrauchen oder versaufen. Herr Steinbrück, auf ihrem Elfenbeinturm ist es Ihnen vielleicht nicht aufgefallen, aber Babynahrung ist teurer geworden. Windeln sind teurer geworden. Kinderkleidung ist ....richtig Peer..auch teurer geworden. Nun rechnen wir: Gleiches Kindergeld, aber die gleiche Anzahl an Produkten macht = relativ (!) weniger Geld in der Tasche. Eine Kindergelderhöhung ist notwendig, da Babynahrung und weitere Dinge noch teurer werden. Außerdem sollte man nicht alle Eltern über einen Kamm scheren. Nun kommen wir zu einem anderen Aspekt. Ich bin dafür, dass man das Kindergeld erhöht UND das Betreuungsangebot ausbaut, billiges (aber qualitativ gutes) Schulessen hat und auch eine Qualitative Kinderbetreuung + Förderung der Sprach - und Sozialkompetenzen. Wie finanziert man dies? Man hätte die Unternehmenssteuern nur halb so stark senken sollen, dies hätte dann "Mehreinnahmen" von 6,5 Mrd € (gesamtstaatlich) bedeutet respektive ca. 3,25 Mrd. € (Bund). Eine Kindergelderhöhung von 15 € macht ca. 1,5 Mrd. €. Die restlichen ca. 1,75 Mrd. € hätte man dann für unsere Kinder ausgeben können. Aber die SPD und alle, die der Unternehmenssteuersenkung zustimmten, zeigten damit, dass Kinder nur ein Wahlkampfslogan sind. Wenn es ans Eingemachte geht, entscheidet man sich doch lieber für althergebrachte Vorgehensweisen. Ich möchte nur anmekren, dass der Bund auch Elternkurse und ähnliches ausbauen bzw. zugänglicher machen sollte. Die SPD lässt leider ein klares Konzept vermissen. Man kann nicht sagen: Wir senken die Steuern für die Unternehmen und haben dann aber kein Geld mehr, um Kindergeld zu erhöhen UND Kinderbetreuung auszubauen. Ich vermisse die Prioritätensetzung. Ich bin kein Gegner von Steuersenkungen - auch nicht für Unternehmen, ABER: Zuerst die Familie und Kinder, dann das Andere. Jetzt muss man dies über Ausgabenkürzungen erreichen, also über Subventionsabbau.
Aber Herr Steinbrück sollte in Zukunft seine Zunge im Zaume halten und nicht Plumpe "wählt a oder b" Parolen ausgeben, denn es gibt immer noch Menschen in unserem Land, die denken können und sagen: Es gibt aber auch c und d als realistische Möglichkeiten. Die Kinderbetreuung muss noch massiv ausgebaut und qualitativ verbessert werden, Kindergelderhöhung ist auch nötig und Elternkurse (+ mehr und bessere Familienberatung- und betreuung), dafür müssen wir an anderen Enden sparen -> Subventionen. Und in Zukunft sollte man sich Überlegen, was die Number One Priorität ist und was nicht.

Kommentare (1)

Foto: Thomas Köcher
von Thomas Köcher | 05.07.2008 | 23:05 Uhr

jaja...manchmal kann man sich über gewisse Menschen und ihr dämlichen Äußerungen nur ärgern. Vielleicht sollte man einen Award für dumme Kommentare vergeben, wird ein enger Zweikampf zwischen Schnodderschnauze Sarrazin und Stone-Brother Peer.