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Deutschland-Dialog-Tour-Blog

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Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog "Nah bei den Menschen" gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir  über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.

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von Dialogtour -Team | 08.07.2008 | 12:21 Uhr

Alles dabei: Von Kinderfest bis Polizei

Ein guter Einstieg ist ebenso für einen guten Blogbeitrag von Bedeutung, wie auch für den ersten Kontakt mit einem unbekannten Menschen. Und so überlege ich lange, wie ich zu Beginn dieses Samstages Hubertus Heil am besten begegnen kann. Letztenendes geht dann alles doch ganz schnell. Und so beginnt mein Tag an der Seite von Hubertus Heil mit einem ebenso offenen wie freundlichen "Hallo". Der Generalsekretär wirkt zugänglich, wenn er auch ebenso wie ich sicher gern noch eine Weile in der Horizontalen verbracht hätte. Ein kurzer Plausch mit seinem Fahrer über die bevorstehende Fahrt und schon geht es mit dem Auto los in Richtung Niedersachsen. Ich darf Hubertus Heil heute durch seinen Wahlkreis Gifhorn und Peine begleiten, will ein paar Fotos schießen und Eindrücke sammeln, wie ein Tag auf der Sommerreise eines Politikers so abläuft. Netterweise hat sich der Generalsekretär bereit erklärt mich in seinem Dienstwagen mitzunehmen.
Erstaunt bin ich über die Fähigkeit Hubertus Heils zwischen Telefon, Emails und unterschiedlichsten Zeitungen den Überblick zu behalten. Heil nutzt also die zweieinhalbstündige Autofahrt um sich zu informieren und die ersten Absprachen mit Genossen zu treffen. Es ist wirklich beachtenswert was ein Generalsekretär alles zu koordinieren und zu bedenken hat.
Gegen 11 Uhr erreichen wir die Innenstadt von Gifhorn, wo Hubertus zwischen Marktständen, Wurstbuden und Cafés einen SPD Infostand besucht und den Genossen etwas zur Seite steht. Die Menschen suchen den Dialog und er nimmt ihn an. Er spricht mit vielen Bürgern, schüttelt unzählige Hände und hat stets ein offenes Ohr für die Leute vor Ort. Bei einem Gang durch die Innenstadt besucht er noch den Stand der IG-Metall und trägt sich sogleich auf ihrer Unterschriftenliste zum VW Gesetz ein.
Nach einer kurzen Pause und dem Genuss "der besten Bratwurst Norddeutschlands", wie hier versichert wird, hat der SPD-Politiker ein Treffen mit Michael Feistel, dem Polizeidirektor von Gifhorn. Hier besteht für beide Seiten mal die Gelegenheit sich in kleinem Kreise auszutauschen. Feistel nutzt die Gelegenheit, um deutlich zu machen, welche Verbesserungen für die Ordnungskräfte erkämpft bzw. durchgesetzt werden müssen, damit die positive Bilanz auch weiterhin fortgeschrieben werden kann. Der Abgeordnete lässt sich vom Polizeichef die Lage bezüglich Kriminalität und Extremismus in seinem Wahlkreis erläutern. Vor allem das Thema Rechtsextremismus wird besprochen und Heil betont, wie wichtig die Präsenz und Transparenz demokratischer Institutionen bei der Bekämpfung dieser Gesinnungen ist.
Anschließend fahren wir weiter zur Teleportklinik nach Wittingen, die gerade erst eröffnet wurde. Wir lassen uns die Geräte zeigen und die Fähigkeiten der Klinik erläutern, wobei Hubertus stets auch einige kritische Fragen bezüglich der Auslastung und Kostendeckung stellt, weil eine solche Klinik auch gewährleisten muss, dass sie effizient arbeitet.
Schlag auf Schlag geht es und so kommen wir kurz vor fünf schon am Niedersachsenhaus in Wendschott bei Wolfsburg an, wo der Tag auch enden soll. Das Kinderfest, das hier heute stattfindet ist in den letzten Zügen und dennoch sind noch viele Menschen da, genießen die letzten Stücke Kuchen und eine Tasse Kaffee. Unter dem blauen Sommerhimmel, malträtieren die Kinder die obligatorische Hüpfburg oder spielen Dosenwerfen. Nachdem Hubertus Heil der Tagesschau ein kurzes Interview zum Thema Atomausstieg gegeben hat, mischt er sich unter die Menschen. Auch am Ende des Tages steht er für den Dialog und fordert einen ehemaligen Genossen auf, mit ihm zu sprechen, weil meckern allein nichts bringe. Der Mann lässt sich zwar nicht endgültig überzeugen, tauscht aber Kontaktdaten mit dem Generalsekretär aus, um später intensiver diskutieren zu können und die bestehende Konflikte vielleicht aus der Welt zu schaffen.
Hubertus Heil und sein Fahrer setzen mich anschließend netterweise am Wolfsburger Hauptbahnhof ab, wo ich geschafft aber mit vielen Eindrücken im Gepäck meinen Weg ins heimische Berlin antrete. Ich bin erstaunt darüber, dass ein Spitzenpolitiker so viele Dinge im Kopf haben muss und gleichzeitig die Menschen nicht vergessen darf für die er sich engagiert.

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