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Deutschland-Dialog-Tour-Blog

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Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog "Nah bei den Menschen" gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir  über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.

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von Dialogtour -Team | 11.07.2008 | 14:20 Uhr

Mit Gesine für Bildung in Brandenburg

Morgens geht es los. Auf der Autobahn schaue ich das erste Mal aus dem Fenster und denke an meine Heimat zurück. Weite Felder, viele Kühe und wenig Menschen. Wir fahren durch Brandenburg und sind auf dem Weg nach Frankfurt/Oder, wo der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil mit Studenten diskutieren wird. Im Auto wird gearbeitet, viel telefoniert und auch über den einen oder anderen Witz gelacht. Also gute Voraussetzungen, gemeinsam einen schönen Tag zu haben.

Gesine Schwan lacht. Wie immer wirkt sie entspannt und gut gelaunt. Ich stehe neben Hubertus Heil und lausche interessiert. Sie schwärmt von ihrer Arbeit an der Universität, obwohl sie bereits das 65. Lebensjahr erreicht hat und damit kurz vor ihrer Emeritierung als Rektorin der Viadrina-Europa-Universität am gleichen Tag steht. Gesine Schwan hat aber schon eine neue Aufgabe im Blick: Sie möchte Bundespräsidentin werden. Und ich bin mir sicher: Sie wird es. Mit Charme und Intellekt wird sie die Menschen überzeugen. Von sich und ihrer Arbeit für das deutsche Volk.

Die Juso-Hochschulgruppe hat zur Diskussion geladen und ich höre aufmerksam zu. Es wird viel und sehr kontrovers über den Umgang mit der Linkspartei diskutiert. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Bildung und Aufstieg. Ich bin der Meinung, dass Menschen immer eine zweite Chance bekommen sollten, um sich weiterzuentwickeln. Auch dann, wenn sie in ihrer Schulzeit keine Motivation finden konnten und deshalb den Schulabschluss verpasst haben. Diese Menschen sollen auch mit 22 oder noch später die Möglichkeit bekommen, ihren Schulabschluss nachzuholen. Ich frage mich, wie es heutzutage noch möglich sein kann, dass jährlich über 80.000 Menschen ohne Abschluss die Schule verlassen. Diese Jugendlichen werden zu einer verlorenen Generation, die langfristig in der Arbeitslosigkeit enden. Ich bin Hubertus Heil dankbar, dass er diesen Missstand thematisiert. Sehr engagiert und mit großer Überzeugungskraft.

Mich ärgert es sehr, dass CDU/CSU all diese Überlegungen ausbremsen. Aber wie ich Hubertus Heil kenne, wird er das nicht auf sich sitzen lassen. Gemeinsam mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz wird er die bildungspolitischen Ziele der SPD weiterverfolgen. Und auch wenn Gesine Schwan sich als Präsidentschaftskandidatin nicht zu tagesaktuellen Problemen äußert, bin ich mir sicher, dass sie genauso denkt. Denn derartige Missstände müssen wir ansprechen und gute Lösungen finden. Wen interessiert da noch die „K-Frage“?

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