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Häretiker-Blog

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von Dirk Dettmering

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Ich möchte hier Themen, Personen und Ereignisse, die die SPD betreffen, kritisch hinterfragen und diskutieren. Ich hoffe wirklich, daß auch sowas hier möglich ist, denn eine demokratische Partei sollte auch Kritiker in den eigenen Reihen vertragen.

Foto: Dirk Dettmering
von Dirk Dettmering | 16.07.2008 | 00:46 Uhr

Von Brandenburg lernen, heißt, der SPD vielleicht wieder Zukunft zu geben!

Paul van Dyk hat es vollkommen richtig erkannt und seiner Beschreibung von Kurt Beck als ""Geisterfahrer, "der nicht weiß, wohin er lenken soll." Er lasse sich von "Lafontaines Linkspartei treiben"" kann ich nur zustimmen. Ich habe in meinem Beitrag "Und wenn man denkt, schlimmer geht es nimmer ..." (http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1542) geschrieben:
> Überlegt sich Kamikaze-Kurt überhaupt jemals irgendwas? Mir kommt er
> damit noch deutlicher wie ein 4jähriges Kind vor, daß sich alle 5 Minuten
> umentscheidet und dann mit dem Patschehändchen auf seinen
> Kinderstuhl haut und "Ich will aber" vor sich hinbrummt.

Endlich traut sich mal eine Parteigruppierung ein wenig Protest zu artikulieren. Und auch der harten aber wahren Schlußfolgerung kann ich nur voll zustimmen:
> "Die Bundestagswahl 2009 ist für die Sozialdemokraten leider wohl
> jetzt schon verloren. Hoffentlich verbrennt die Partei in dieser
> hoffnungslosen Schlacht nicht ihre wahren Spitzenleute wie
> Frank-Walter Steinmeier. (…) Eigentlich muss man sich einen
> möglichst eindeutigen Sieg der CDU/FDP wünschen, damit die
> SPD endlich aufwacht. Je größer ihre Schlappe, desto heilsamer
> wird vielleicht der Schock."

Es muß endlich ein Ruck durch die Partei gehen und ein lautes NEIN, SO NICHT WEITER der scheinbar der Realität völlig entfremdeten Parteispitze entgegenschallen. Wenn sie nicht ganz schnell aufwacht, die Notbremse zieht und Kurt Beck, Andrea Nahles, Hubertus Heil und die andere Genossen, die diese Misere verursacht haben, zum Teufel jagt, dann sehe ich unsere Partei auf Jahre hinaus am Rande des Parteienspektrum. Denn dann kämpfen wir auf Augenhöhe mit FDP, Grünen und der Linkspartei und nicht mit CDU/CSU! Und die heute in SPON verkündete Verbesserung der Umfragewerte ist zwar nett, gibt aber wirklich noch lange nicht den geringsten Grund für Hoffnungen. Denn aufgrund des Sommerlochs hat Kurt Beck lediglich seit einiger Zeit kein Unheil mehr anrichten können und da war es eigentlich klar, daß sich die Werte wieder ein wenig erholen würden.

Völlig deprimiert aber noch nicht restlos hoffnungslos

Dirk

Mehr zum Thema: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,565679,00.html

Kommentare (4)

Foto: Marcus Antonio Garcia Boigues
von Marcus Antonio Garcia Boigues | 16.07.2008 | 01:06 Uhr

bitte haut nicht auf die kleinen, 4jährigen kinder drein, auch wenns spaß macht und nur humor darstellen soll.
ein vierjähriges kind darf bockig sein wenns keinen bock macht.
und überhaupt:
seit wann machen technodj´s politik?
bleibt alle mal bei euren leisten, liebe parteimitlgieder und sympathisanten.
in diesem sinne
so long...

Foto: Dirk Dettmering
von Dirk Dettmering | 16.07.2008 | 01:14 Uhr

@ Marcus Antonio Garcia Boigues:
> seit wann machen technodj´s politik?
> bleibt alle mal bei euren leisten, liebe parteimitlgieder und
> sympathisanten.

Seit wann darf man als DJ, Schornsteinfeger oder Hausmeister nicht mehr seine Meinung sagen? Sorry, aber das ist kein Argument, was zieht.
Ganz abgesehen davon bin ich der Meinung, daß jeder sogar fast die Pflicht hat, in dieser so kritischen Situation sich zu Wort zu melden. Wer schweigt, stimmt (der Parteiführung, und damit Kurt Beck) zu. Und das will hoffentlich kaum jemand!

Gruß

Dirk

Foto: Christian Castor
von Christian Castor | 16.07.2008 | 11:10 Uhr

Du forderst den Rauswurf von Kurt Beck, Andrea Nahles und Hubertus Heil, da du ihnen die Alleinschuld an der Misere gibst.

Ich finde auch die Seeheimer und Netzwerker  z.B. Johannes Kahrs, Peer Steinbrück, Platzeck und andere haben dazu beigetragen, dass die SPD momentan sehr schlecht bewertet wird.

Rauswerfen würde ich sie dennoch nicht.

Vielmehr sollte jetzt endlich alle mal den Mund halten. Da war der Leitartikel eines hauptberuflichen Plattenauflegers, in einer Publikation die der von Netzwerkern und Seeheimern dominierte Landesverband aus Brandenburg zu verantworten hat, ein vollkommen unnötiger „Debattenbeitrag“.

Zudem unsachlich und in einem hämischen Tonfall vorgetragen.

Die da oben sollen endlich eine inhaltliche Basis schaffen, hinter der sich alle Flügel versammeln können und die dann auch von allen vertreten wird.

Das öffentlich ausgetragene, gegeneinander auskeilen nutzt nur den politischen Gegnern.

Zu Kurt Beck - ich schätze ihn mehr und mehr. Anders als Müntefering oder Platzeck schmeißt er bei Gegenwind nicht hin, sondern stemmt sich gegen die fauligen Böen aus den Medien - Hochachtung für sein Stehvermögen.

Bei Steinbrück will ich erst einmal wissen, wo er inhaltlich steht. Vorher halte ich Lobeshymnen auf ihn für ziemlich übertrieben.

Gravatar von Peter Weigelt
von Peter Weigelt | 12.08.2008 | 13:27 Uhr

Sag mal Dirk,

willst du behaupten, die Halbierung der Mitgliedschaft habe Heil, Beck oder Nahles zu verantworten?

Willst du behaupten, die Menschen würde reihenweise von der SPD zur CDU wechseln?

Vielleicht solltest du deine Nachrichten mal selbst filtern und verarbeiten und nicht den Medienquatsch nachplappern.

Und von großartigen Wahlerfolgen der SPD in Brandenburg kann wohl auch nur jemand reden, der die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen will. Oder?

Knapp 8 Prozent Verlust von 1999 bis 2004? Bei der nächsten Wahl werden sie unterhalb der Linken landen - aber mit Hilfe der CDU könnte es noch einmal reichen 2009.

Fragt sich nur wofür - Fürs dreigliederige Schulsystem? ;-)