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Deutschland-Dialog-Tour-Blog

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Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog "Nah bei den Menschen" gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir  über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.

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von Dialogtour -Team | 17.07.2008 | 17:23 Uhr

Kurt Beck zwischen Gärten, Falken und Azubis

Ich war sehr gespannt auf den Tag mit Kurt Beck bei den Bielefelder Stadtwerken, der Bielefelder Manufaktur und dem Besuch des Sommerfestes der Kleingartenanlage "Tonhütte" in Lippstadt.
Als ich aus dem Zug in Bielefeld steige, regnet es in Strömen. Angekommen bei den Stadtwerken Bielefeld, wo ich mit ca. 15 Journalisten auf den Parteivorsitzenden warte, hellt sich der Himmel auf. Das Blitzlichtgewitter, welches auf das Vorfahren von Kurt Beck eröffnet wird, beeindruckt mich immer wieder tief. Kurt wird von Friedhelm Rieke, dem Geschäftsführer der Stadtwerke sowie vom Leiter Personal, Volker Wilde freundlich begrüßt und zu einem Rundgang durch die Stadtwerke eingeladen. Ihn begleiten der Bundestagsabgeordnete Rainer Wend, die Landtagsabgeordnete und Unterbezirksvorsitzende Helga Gießelmann sowie der Bürgermeister Horst Grube.

Nach einem Gang über das Gelände des städtischen Energieversorgers in großer Runde mit Vertretern der Geschäftsleitung, Betriebsrat und SPD-Mitgliedern sowie dem Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Maximilian Kotthaus, besucht unser Parteivorsitzender die Ausbildungswerkstatt. Hier trifft er auf sehr gespannte und interessierte Auszubildende, wie den 18jährigen Malte Wöhrmann. Er fertigt gerade eine Messingbuchse an und prüft mit Hilfe einer Schiebelehre die geforderten Maße.

An einer anderen Werkbank stellt eine Auszubildende Kurt Beck die Aufgabe, ein Modellauto zusammen zu bauen, was er in Rekordgeschwindigkeit erledigt. Noch schnell ein Foto und weiter geht’s zur Besichtigung des Heizkraftwerkes, wo ihm das ökologische Versorgungskonzept der SWB vorgestellt wird. Interessiert verfolgen nicht nur Kurt Beck, sondern auch die Journalisten die Ausführungen von Friedhelm Rieke und Dr. Ingo Köpke, dem Leiter Erzeugung der SWB.

Während des Gangs zurück zum Hauptgebäude überschlagen sich die Journalisten fast, um jede Handbewegung, jedes Lächeln und jedes Kopfnicken einzufangen.

Im großen Sitzungssaal warten kühle Getränke und leckere Schnittchen auf uns. Kurt zieht als erstes sein Jackett aus. "Auf diese Weise wollen wir ja keinen Dampf erzeugen" wirft er locker in die Runde und hat die Lacher auf seiner Seite. Die Unternehmenspräsentation wird immer wieder durch interessierte Zwischenfragen vom Parteichef unterbrochen. So erfährt er, dass die SWB auf Platz 1 beim Grundversorgungstarif liegt. Die Forderung nach der Versorgung von finanziell benachteiligten Menschen mit Energie zum Sozialtarif findet auch bei der Geschäftsleitung großen Zuspruch.

Ich verlasse die Gesprächsrunde etwas früher, um zur Bielefelder Manufaktur voraus zu fahren. Unbedingt möchte ich mit den Menschen dort reden, bevor der große Trupp samt Journalisten eintrifft. Gut, dass ich mich dazu entschieden habe, denn auf dem gemütlichen Hof von ca. 5.000 qm treffe ich viele freundliche Jugendliche und Angestellte. Ich erfahre von den Teilnehmern Mario Harting und Ishak Akkaya, dass sie gern hier an der berufsvorbereitenden Maßnahme teilnehmen. Das Programm läuft 12 Monate, kann von jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahre in Anspruch genommen werden und soll im Rahmen einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden unter sozialpädagogischer Begleitung vor allem für Kinder aus sozial schwachen Familien eine Perspektive bieten. Finanziert wird dieses Projekt aus Mitteln der Jugendberufshilfe der Rege mbH und der Arbeitplus in Bielefeld GmbH.

Als Kurt Beck eintrifft, bemerke ich die Nervosität der Jugendlichen. Doch die ist nach den ersten Worten unseres Vorsitzenden wie verflogen. Gern beantworten sie und die Betreuerin Gabriele Jaster, Diplom-Pädagogin sowie Falken-Geschäftsführer Peter Bauer die Fragen von Kurt Beck nach den Produkten, die auf dem ehemaligen "Halhof", wie die Manufaktur früher hieß, entstehen: Apfelsaft, Honig und Brennholz sowie seit neuestem Holzkisten, die eine Bielefelder Firma in Auftrag gegeben hat. Zum Schluss pflanzt Kurt Beck in den Garten der Bielefelder Manufaktur mit sportlich hoch gekrempelten Ärmeln und lockeren Sprüchen wie "Es ist wie in der Politik: wenn sie rot sind, sind sie gut genießbar und wenn sie schwarz sind, sind sie schlecht!" einen Apfelbaum und gibt den Jugendlichen noch Tipps zur Baumpflege.

Die Weiterfahrt nach Lippstadt gestaltet sich aufgrund von Straßenbaumaßnahmen etwas schwierig, doch nach einer knappen Stunde treffe ich fast zeitgleich mit unserem Parteivorsitzenden in der Kleingartenanlage "Tonhütte" ein. Rund 200 Besucher des SPD-Sommerfestes warten gespannt auf den Mann aus Berlin. Der Rundgang durch die Kleingartenanlage und der Besuch des Gartens von Hans-Reiner Wortmann und Frau stehen auf dem Programm. Danach geht’s weiter zum Vereinshaus. Nach einer mitreißenden Rede stellt sich Kurt freundlich und ausdauernd den Fragen und Autogrammjägern. Teilweise regnet es wie aus Gießkannen, aber das stört hier keinen der Anwesenden.

Nachdem Marlies Stotz, MdL und Vorsitzende des Stadtverbandes der Lippstädter SPD und Wolfgang Hellmich, Bundestagskandidat für den Walkreis 147 (Soest) ihre Grußworte gehalten haben, ist Kurt Beck ganz "nah bei den Menschen": er trinkt mit dem einen ein Bier, witzelt mit einem anderen und lässt sich über die Kleingartenkultur hier an der Tonhütte von vielen Gärtnern erzählen.

Nach einem langen, aufregenden Tag steigt er in sein Auto und ist voller Eindrücke. Ich hatte das Gefühl, dass er in keinem Moment mit seinen Gedanken woanders war, als bei den Menschen in Bielefeld und Lippstadt. Die Menschen werden sicher – genau wie ich- diesen Tag nicht vergessen.

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