Für Niedersachsen in Europa

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Herzlich Willkommen in meinem Blog auf meinespd.net! Ich bin Matthias Groote, Mitglied des Europäischen Parlaments. Ich freue mich auf Eure Kommentare zu meinen Artikeln!
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DESERTEC - (Er)NEUE(rbare) Energie für Europa
Ein mögliches Konzept stellt hierbei das DESERTEC-Projekt dar. Seit einigen Monaten unterstütze ich mit anderen Europaabgeordneten eine fraktionsübergreifende Initiative zur Förderung des DESERTEC-Projektes. Mit Hilfe von DESERTEC soll aus solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika und Südeuropa in Kombination mit anderen Erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel der Windenergie aus Nordeuropa, ein Teil der Energieversorgung Europas generieren werden. Um die erneuerbaren Energiequellen miteinander zu vernetzen Bedarf es einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur. Dieses könnte mit einem “Super–Elektrizitätsnetzes” gelöst werden.
In der vergangenen Woche haben wir als Unterstützergruppe des Projektes deshalb einen offenen Brief an den französischen Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy und an den Kommissionspräsidenten José Barroso geschrieben. Wir fordern in unserem Brief von Seiten des Rates und der Kommission dieses Projekt zu unterstützen. Die Europäische Kommission sollte schnellstens eine Folgeabschätzung zu diesem Projekt durchführen und damit den Startschuss geben. Aber auch die französische Ratspräsidentschaft sollte dem DESERTEC-Projekt ein Augenmerk schenken - auch vor dem Hintergrund der Diskussionen um die Mittelmeerunion wird DESERTEC sicherlich immer interessanter werden.
Wir sollten mit diesem Projekt jetzt starten, denn der Klimawandel, der ansteigende Ölpreis und das Trinkwasserproblem in der Mittelmeerunion werden sicherlich nicht auf uns warten.
Mehr zum Thema: www.desertec.org/de/index.html
Kommentare (17)
Es gibt ein paar Probleme mit diesem Projekt. Das eine ist die zweifelhafte Nutzung von Kettenmails für die Werbung für das Projekt.
Es gibt aber auch andere Probleme, so gut es ist dort erneuerbare Energien aufzubauen, so schlecht ist die Idee die Energie nicht primär lokal nutzen zu wollen, sondern nach Europa transportieren zu wollen.
Das Hauptziel von Erneuerbaren Energien ist es, sie dort zu erzeugen, wo sie verbraucht werden. Energieketten so kurz wie möglich zu halten. Dieses Projekt widerspricht dieser Idee.
Natürlich ist der Energietransport ein Problem, aber...
...wenn in Marokko per Elektrolyse aus Solarstrom und Wasser Wasserstoff hergestellt wird, so könnte man den hier in Gaskraftwerken verfeuern.
Der Wirkungsgrad dürfte immens beschissen sein, aber wenn wir dann noch wasserstoffbetriebene Schiffsmotoren hätten, ist das ganze sicher ein Riesenschritt Richtung CO2-Einsparung.
Die Energiekonservierung wird die spannendste Frage. Aber Gegenfrage: Warum zum Geier müssen wir uns von den USA überholen lassen? Das wird so kommen, zumindest mit Obama als Präsident. Ein laut Spiegel von ihm gesagter Satz:
"Deutschland, ein Land so wolkenverhangen wie der pazifische Nordwesten unseres Landes, ist nun der Weltführer in Sachen Solarenergie" soll er gesagt haben.
Ich freue mich, das unser Genosse Matthias Groote, einer der maßgeblichen Mitunterstützer des Projektes Desertec ist und damit einen großen Anteil an der Entwicklung von erneuerbarer Energie hat.
Zur Mittelmeer-Union, kann man eigentlich nur bemerken, das auch sie das Projekt unterstützt und fördert.
Ich wünsche unserem Europa-Abgeordneten Matthias, großen Erfolg und sehr viel Kraft bei der Umsetzung.
Eine Schlußbemerkung, sei noch erlaubt, Desertec wird im Rahmen des Club of Rome, ebefalls unterstützt.
Freundschaft
Günther
Eine Information von Desertec, Deutschland soll nach Bericht vom 18.07.08 die Umsetzung in die Hand nehmen.
Diesen Auftrag, sollten wir annehmen und mit vollem Einsatz verwircklichen, es geht auch um die Zukunft unserer Kinder.
Freundschaft
günther
Es ist m.E. besser in die Effizienz von PV zu investieren, so muss man nicht in die Wüste, sondern kann man Solarenergie auch in Deutschland direkt zu nutzen und muss nicht Wasserstoff oder was anderes durch ganz Europa schicken.
Ziel muss es sein, die Energieketten zu verkürzen!
Man sollte nicht nur regional denken, sondern auch global und über die Kontinente hinweg, Ich finde es sehr gut, das die Mittelmeer-Union, sich kräftig der Sache annimmt
Freundschaft
Günther
Think global, act local!
Ich bin nicht gegen das Projekt, ganz im Gegenteil, sondern dafür die Energie zuerst lokal zu benutzen und nur lokal nicht genutzte Energie zu exportieren. Alles andere ist rausgeworfenes Geld und extrem ineffizient.
Ich würde solarthermische Kraftwerke nicht als ineffizient betrachen und im Projekt Desertec auch kein rausgeschmissenes Geld sehen.
Freundschaft
Günther
Wenn der elektrische Strom erst durch ganz Europa transportiert werden muss ist jede Stromquelle ineffizient.
Ich wiederhole mich: Energieketten verkürzen, nicht verlängern!
Kurze Energieketten sind nicht das Ziel, Ziel ist bezahlbare Energie aus nachhaltigen Quellen.
Die ganze Desertec Idee ist keine Verlängerung der Energiekette, es ist eine völlig neue Energiekette, die zusätzlich zur lokalen PV Energie beschafft.
Und natürlich ist es rechnerisch ineffizient, "Rohenergie" durch Europa zu transportieren, aber mit einem gut ausgebauten Netz kann man durch Einspeisung in Südeuropa viel Einsparen;
Selbst wenn man die Rohenergie bis zur Einspeisung per Schiff o.ä. verteilen muss: Länger als bei der fossilen Variante werden die Ketten auch nicht. Und am Ende hat die absolute Menge Vorrang, nicht die Effizienz.
Lieber Sascha, zu Deinem Eintrag ist nichts hinzuzufügen.
Freundschaft
Güther
Es ist immer besser die Energie dort zu erzeugen, wo sie am Ende verbraucht wird, nur wenn diese nicht mehr ausreicht sollte Energie von woanders hinzugefügt werden.
Energie soll nicht billig sein, sondern den richtigen Preis haben. Ist der Preis zu niedrig wird zu viel verbraucht ist er zu hoch zu wenig (Das führt dann zu dicken Pullovern und lesen im Mondschein). Ich kann durchaus flexiblen Preismodellen etwas abgewinnen, z.B. abhängig von der Verfügbarkeit von Energie. Soziale Fragen sollten m.E. nicht über den Energiepreis, sondern andere Instrumente gelöst werden.
Desertec wäre unter einer Voraussetzung eine gute Idee, nur überschüssige Energie wird exportiert. Grundsätzlich wird die Energie vor Ort benutzt.
Da könnte man auch die Mwst. auf Lebensmittel erhöhen, um die Deutschen vor Übergewicht zu schützen...
Ob und wie billig Strom wird soll in diesem Fall mal der Markt entscheiden, das ist eine passende Aufgabe für ihn. Den Preis künstlich hoch zu halten um Verschwendung vorzubeugen halte ich jedenfalls für völlig inakzeptabel.
Und der Strombedarf in den Erzeugerstaaten ist nun wirklich nicht soo groß. Allerdings wäre der Strom dort natürlich viel billiger (ohne Transport) und das würde energieintensive Unternehmen anlocken (billiger Strom+gutes Wetter (in Meeresnähe)+billige Arbeitskräfte+niedrige Steuern), sobald stabile Verhältnisse und Rechtssicherheit festgestellt sind. Ob das so in unserem Interesse ist?
Es geht meiner Meinung nach darum, das wir Energie der Sonne bekommen.
Stabile Verhältnise in den Sahara-Ländern, sind optimal.
außerdem sind wir keine Kolonialstaaten.
Freundschaft
Günther
Die Zeit drängt.
Richtig - Klimawandel, Ölpreissteigerung und Trinkwasserprobleme
warten nicht auf uns. Was aber auf uns wartet, ist die Lösung der
Energiefrage für Europa, und zwar durch richtige Weichenstellung.
Das Desertec-Projekt ist m. E. der richtige Weg in die richtige
Richtung. Ich kenne keinen anderen Weg, der zu einem besseren
Erfolg führen würde.
Nicht umsonst unterstützt der Club of Rome das Projekt.
Und da sitzen keine dummen Leute.
Und ich freue mich, daß mein Europa-Abgeordneter Matthias
da Antriebsmotor in Straßburg und Brüssel ist.
Lieber Erich, ich seh das genauso, Hut ab vor Genossen Matthias
mit freundschaftlichen grüßen
günther
Liebe Leute,
Warum wird dieses Projekt nicht endlich in die Tat umgesetzt?
Die damit verbundenen ökologischen und wirtschaftlichen Chancen sind gewaltig – nicht nur für Deutschland und Europa, wo die notwendigen Technologien und Komponenten entwickelt und produziert werden. Auch die Länder im Sonnengürtel Nordafrikas werden von der Installation und dem langjährigen Betrieb der Anlagen profitieren. Wirklich nachhaltige Entwicklungshilfe wäre das.
Warum sollen eigentlich Erneuerbare Energien nur lokal verbraucht werden? "Think global, act local"? Das sind doch alles nur Dogmen, für die uns allen langsam die Zeit ausgeht.
Mittels Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) läßt sich elektrische Energie schon seit Jahrzehnten mit niedrigen Verlusten über mehrere 1000 Kilometer übertragen, was auch tagtäglich kreuz und quer durch Europa passiert. Wer's nicht glaubt, kann gerne bei Siemens nachfragen...
Solar erzeugter Strom aus der Sahara – diese Idee ist einfach großartig.
Frei nach Walt Disney: "If you can dream it, you can do it!"




