Das Bohnische Pendel

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Hier wird geklärt wie die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung vor 1920 ausgesehen hat, ob eine semantikfreie Sprache Sinn machen oder sinnfrei sind und ob die zeitgenössische sumerische Literatur noch zu retten ist.
Fingerabdrücke im Personalausweis
Ab 2010 bekommen wir neue Personalausweise, diese sind supertoll und ganz sicher. Dann wird es noch weniger Fälschungsversuche geben als bisher. Man wird dazu auch noch ganz sicher im Internet einkaufen oder die Behörden besuchen können.
Aber ganz toll wird das ganze erst, weil jetzt auch Fingerabdrücke im Ausweis abgespeichert werden können, zunächst nur freiwillig. Diese Funktion war bislang nur Bewohnern diktatorischer Staaten vorbehalten, doch jetzt kommt sie zu uns!
Wir freuen uns riesig darauf unsere Fingerabdrücke dem Staat zu schenken und darauf das jeder potenziell verdächtig ist, der dies nicht tut. Endlich wird alles sicher und kein Terrorist wird uns mehr bedrohen, vor allem weil die Bedrohung durch unsere Regierung heute schon größer ist als die einer jeden Terrorgruppe je sein könnte oder kennt ihr eine Terroristen die so einfach Zugang zu unseren Fingerabdrücken bekommen kann?
Natürlich werden diese Daten vertraulich behandelt, sie werden natürlich nur Freunden und Verbündeten gezeigt. Wie z.B. die Mitgliedschaft in Gewerkschaften den USA wichtig ist um international Terroristen zu jagen, denn wir wissen doch aus der Vergangenheit, dass Gewerkschafter Terroristen sind.
So freuen wir uns auf mehr Sicherheit und weniger Freiheit, denn wer braucht schon Freiheit, wenn er Sicherheit haben kann? Denn das hat wohl damals Benjamin Franklich wirklich gesagt, wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen ist ein wahrer Sozialdemokrat.
Ich geh jetzt eine Runde kotzen!
Kommentare (15)
Wir kommen dem Überwachungsstaat immer näher. Und auf den Missbrauch des neuen Personalausweises durch Dritte freue ich mich auch schon.
Ich wäre dafür, dass die alten Personalausweise aus Papier, wie es sie vor 1987 gab, wieder eingeführt werden. Die waren absolut ausreichend.
man kann das aber auch übertreiben.
ich bin für die speicherung des fingerabdrucks im personalausweis und weiterer biometrischer oder biologischer merkmale.
das hängt und fällt mit der speicherkapazität eines perso-chips ab (das ding hat einen eigenen namen, neuentwicklung der bundesdruckerei, fällt mir grad nicht ein)
wie etwa der blutgruppe (rhesusfaktor und hämotyp), dem irisscan oder dem speichern gewisser dna-allele.
das mit der blutgruppe wäre dann amtlich.
der arzt hätte also im notfall einen heissen tip, und würde nicht unnötig zeit verlieren.
im internet sollte meiner meinung nach schon lange ein
e-personalausweis eingeführt werden der zusammen mit der ip-nummer des internetzugangsgerätes gekoppelt wird.
von ihrem gerät und mit ihrer legitimation.
mit signaturkarte, elektronischer unterschrift und einem pin- oder codewort-verschlüsseltem zugang.
ein kleinwenig rechtssicherheit im weltweiten datentransfer tut keinem weh und hat mit überwachungsstaat nichts zu tun.
frieden
marcus a.
der "perso-chip" heisst gar nicht perso-chip.
bei
www.bundesdruckerei
bezeichnet man diese innovation als
flex chip.
oder sogenannte
flexible OLEDS
in smart cards oder id-dokumente integrierte speicherchips mit gedruckten polymerelektronischen komponenten.
nachzulesen bei
www.bundesdruckerei
innovation
forschungsprojekt securiflex/PRISMA
das war mir sehr aus der Sele geschrieben!
Das ganze wird zum Überwachungsstaat, wenn die Daten missbraucht werden und Daten werden missbraucht. Nicht umsonst heißt die oberste Maxime des Datenschutzes die Datensparsamkeit.
Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis die Besitzer von Diskos und Kneipen sagen, sie wollen Zugriff auf den Fingerabdruck, um mehr Rechtssicherheit zu erhalten für den Verkauf von Alkohol. Dann ist der Damm gebrochen.
Schon als die Vorratsdatenspeicherung eingeführt wurde, wollten die Musikindustrie sofort vollständigen Zugriff auf diese Daten, um gefährlichen Raubkopierern das Handwerk zu legen.
Weiteres Problem ist, dass der Chip des elektronischen Persos eben aus der Ferne auslesbar wird. So können Informationen beim vorbeigehen kopiert werden, da hilft auch keine PIN wie man bei aktuellen EC-Karten regelmäßig bewundern kann. Außerdem kann man von solchen Daten auch ein Bewegungsprofil einer Person erstellen.
In einer Informationsgesellschaft bist Du nur noch die Summe Deiner Informationen, wenn Du die Kontrolle über diese Informationen aufgibst bist Du nichts weiter als eine leere Hülle, ein Sklave der Informationsgesellschaft. Sie weiß alles über Dich und wird dieses Wissen im Zweifel gegen Dich benutzen.
entwicklungsrückstand und paranoide angstschürer
deutschland ist kein vorreiter hinsichtlich der nutzung elektronischer zahlungssysteme oder der verwendung elektronischer speichersysteme.
in vielen anderen ländern bieten z.bsp. supermarktketten eigene kundenkarten an, mit denen man bargeldlos einkaufen kann.
die daten wann und was eingekauft wurde liegen nur der supermarktkette vor.
die daten dienen dem einkauf und der logistik, demzufolgenach auch der besseren preiskalkulation.
der kunde kann auch angeben ob er werbematerial erhalten will oder nicht.
es gibt diskotheken in denen man sich einen chip unter die haut injizieren kann. auf dem chip werden foto und persönliche daten gespeichert (name, anschrift, bankverbindung mit dazugehörender einzugsermächtigung) mit diesem chip kann man dann bargeldlos in der diskothek seine drinks bezahlen.
über sinn oder unsinn kann man steiten.
keine kunde wurde deswegen gehäutet um seinen chip zu stehlen und zu missbrauchen.
das hat mit überwachung nichts zu tun.
diese ewigen unkenrufe mit dem gläsernen kunden oder patienten sind paranoider natur - verschwörungstheorien, die jeder grundlage entbehren.
die daten werden entpersonalisiert verarbeitet.
der zeitaufwand wäre zu groß um jeden einzelnen zu durchleuchten.
exekutivorgane arbeiten ohnehin mit ihren eigenen spitzelsystemen - auf verdacht, mit und ohne richterliche anordnung.
der online durchsuchung entgeht man indem man den usb-stecker zieht.
das weiss doch jedes kind - wirklich wichtige dinge immer hintenrum und unter der hand.
kassiber kann man abfangen.
echt.
die neuen personalausweise werden fälschungssicherer.
die verwendung eines flexchips, der der speicherung biometrischer daten dient, erhöht die verkehrssicherheit des bürgers,
und hilft nicht dem organisierten verbrechen oder den international agierenden terrornetzwerken.
in diesem sinne
ein frohes wochenende
frieden
marcus a.
Ganz ehrlich, niemanden hat es zu interessieren, was ich wo einkaufe. Eine personalisierte Erfassung ist heute kein Problem mehr, die zusätzliche Arbeit leisten Computer.
Darüber hinaus gibt es genug Rabatt- und Kundenkarten, meist über mehrerer Ketten eines Konzern hinaus. So entstehen Kauf- und Benutzerprofile die sehr genau sein können.
Durch die Telefonverbindungsdaten können nachweislich sehr genaue Beziehungsprofile zwischen Menschen erstellt werden.
Und solche Informationen wecken Begehrlichkeiten, dies ist leider eine historische Erfahrung.
- So will die Krankenkasse Zugriff auf deine Einkaufsliste.
- Die Polizei will in Zukunft wissen, was Du im Baumarkt eingekauft hast
- Deine Kfz-Versicherung will wissen, wo sich dein Auto zu jeder Zeit aufhält
- Deine Hausratsversicherung will wissen, was Du mit Deinem Haus tust
- Dein Arbeitgeber will wissen, ob Du dich nach einem neuen Job umguckst
- ...
Bald hast Du keine Privatsphäre mehr, alles ist ist allen bekannt und die werden die Daten zu ihrem Vorteil nutzen und Du guckst dumm aus der Wäsche.
herr bohn, ihre bedenken in allen ehren, aber was haben ihre düsteren vorzeichen mit der einführung des flexchips im neuen personalausweis zu tun. oder mit dem e-personalausweis fürs internet?
ich komm nich so ganz klar.
klar will ich nicht wissen ob und wann sie klopapier oder lachsschinken kaufen.
vielleicht interessiert es aber den kettenbetreiber wieviel und wann, was gekauft wird.
wenn sie sich nicht ausleuchten lassen wollen, dann zahlen sie halt mit bargeld. das ist am verschwiegensten hinsichtlich der computerprogramme.
warum sollte ich dumm aus der wäsche gucken?
und wie sieht man aus, wenn man dumm aus der wäsche guckt?
frieden
marcus a.
Es ist immer nur ein Anfang. Als die digitalen Bilder in die Pässe kamen, sollten diese nur im Pass gespeichert werden, jetzt werden sie auch in den Meldeämtern gespeichert werden. Bald werden wohl auch die Fingerabdrücke dort gespeichert. Dann kommt das bundesweite Melderegister.
Das Problem ist nicht die einzelne Information, sondern das Netz und System aus Informationen über Personen und Gruppen. Hier werden immer mehr Begehrlichkeiten geweckt und die haben die biometrische Vollerfassung der Bevölkerung zur Folge.
Das Problem ist einfach, das in einem Rechtsstaat der Staat sich damit abfinden muss nicht alles über die Bevölkerung wissen zu dürfen, um ein wirklicher Rechtsstaat zu sein. Und mit einem RFID-Chip im Perso und Reisepass geht der Staat zu weit, weil hier Informationen gespeichert werden, die nicht notwendig sind, weder um die Dokumente fälschungssicher zu machen, noch um Prozesse zu beschleunigen, dazu sind die Techniken zu unsicher und zu unzuverlässig.
welche daten sind denn so prekär, das der staat sie nicht auf dem chip speichern darf?
meinst du nicht auch das es für solche beklemmungen schon lange zu spät ist?
wir haben seit den 70ern die personalcomputer.
zuerst kam das intranet und dann das internet.
populär wurde es anfang der neunziger.
ich weiss nicht was es noch an heimlichkeiten geben kann.
frieden
marcus a.
früher bei den herkömmlichen ausweisdokumenten gab man zwei bilder ab. einer für die bundesdruckerei und einer fürs meldeamt.
wozu wohl?
um im notfall einen existenznachweis zu erbringen, falls alle papiere abhanden kamen.
deswegen.
die sicherstellung und garantierung von
fälschungssicheren identitäten
ist das erklärte ziel der neuen biometrisierung der bundesausweise.
sie können sich ja annähernd vorstellen warum.
meiner erfahrungn nach hinkt die gesetzgebung den realitäten des alltags hinterher.
aber so war es eigentlich schon immer.
ich verstehe nicht wie man bei klarem verstand ist und gegen die speicherung von biometrischen daten oder dna-sequenzen sein kann.
haben sie denn etwas zu befürchten, außer das man sie gar nich mehr um ihre meinung fragen wird?
röntgenaufnahme des gebisses, fingerabdrücke, irisscan, augenhintergrundaufnahme und dna-sequenzen.
wenns der chip hergibt warum nicht.
frieden
marcus a.
So etwas wie harmlose Daten gibt es nicht. Mit jeder Tätigkeit hinterlässt ein Mensch spuren und im Zweifel werden solche Daten gegen die Bevölkerung eingesetzt.
So kommt eines Tages heraus, dass Dein Einkaufszettel mit dem eines gesuchten Terroristen übereinstimmt und ihr euch auch noch zufällig über drei Ecken kennt und die gleichen Filme in der selben Videothek ausleiht, schon steht bei Dir die Polizei, du wirst weiter überwacht, Deine Wohnung durchsucht alle Deine Bekannten werden ebenfalls als Terrorverdächtige eingestuft.
Das ist die Endstufe der heutigen Datensammelwut, ich will nicht das es überhaupt soweit kommt. Daher bin ich gegen die biometrischen Pass, den biometrischen Perso, gegen die Vorratsdatenspeicherung, gegen die Onlinedurchsuchung, gegen die Erfassung von Kfz-Kennzeichen und andere Antiterrormaßnahmen.
Noch einmal, harmlose Daten gibt es nicht. Alle Daten können zu Deinem Nutzen und zu Deinem Schaden genutzt werden. Nur wenn man die Kontrolle über sie aufgibt wird eigene Schaden wahrscheinlicher als der Nutzen.
ok
begriffen das es vertrauliche und weniger vertrauliche daten gibt.
es geht hier aber nicht um den einkaufszettel von aldi
wie gesagt
es zwingt sie keiner bargeldlos einzukaufen
es geht um den gesellschaftlichen bedarf einer sicherstellung, gewährleistung von
fälschungssicheren identitäten
und dazu gehört unabdingbar die speicherung von biometrischen merkmalen auf dem ausweis
(blutgruppe, röntgenaufnahme des gebisses, fingerabdruck, irisscan augenhintergrundaufnahme oder gewisse dna-sequenzen)
je mehr verschiedene biometrische merkmale gespeichert sind auf dem auweis desto schwieriger wird es diese zu fälschen.
bei antragstellung werden diese daten ebenfalls gespeichert und in verschiedenen dateien archiviert.
etwa einem zentralregister, beim einwohnermeldeamt der bundesdruckerei und auch auf den ausweisen.
per datenabgleich kann dann die identität zweifelsfrei festgestellt werden.
bei unstimmigkeiten muss überprüft werden.
dazu gehört immer ein fingerabdruck, der kann vor ort abgenommen werden.
ebenso der irisscan und die augenhintergrundaufnahme.
die blutgruppe, die röntgenaufnahme des gebiss und die dna können später auch noch abgenommen werden, wenns nicht hinhaut.
ich weiss nicht welchen wirtschaftlichen oder kriminalistischen vorteil es gibt, meinen fingerabdruck oder die augenhintergrundaufnahme meiner netzhaut zu fälschen oder auszuspionieren.
die fälschungssichere identität im internationalen reiseverkehr oder in elektronischen medien zu garantieren ist ziel der neuen ausweispolitik, d.h es ist ein bedarf aufgetreten.
eine identität zu fälschen bedeutet einen menschen in personam auszutauschen und sich zugang zu sozialleistungen zu verschaffen.
meistens sind das aber kurzfristige geschichten.
jemand der so ähnlich aussieht, bestellt eine kreditkarte oder eröffnet ein konto mit deinem ausweis. beweis das dann das du das nicht gewesen bist. hinterher schaut man in solchen fällen dumm aus der wäsche, d.h. man hat dann die beweisnot.
letzendlich wird man bei versicherungen ein dna-karyogramm vorlegen müssen, um eine gewisse versicherbarkeit, wie etwa in der pflegeversicherung, krankenversicherung oder lebensversicherung zu gewährleisten.
frieden
marcus a.
Eben nicht, es gibt nicht mehr vertrauliche und weniger vertrauliche Daten. Die bisherigen Ausweise sind eben nicht fälschungssicherer als die alten Ausweise, vor allem hier Fälschung nie wirklich ein Thema war.
Wenn ein solcher Ausweis geknackt wurde, lass sich all die Daten auch gegen einen verwenden, sei es, dass mit der digitalen Unterschrift ein Vertrag unterschrieben der beweist, dass Du ganz woanders warst, sei es, dass Dein Fingerabdruck plötzlich am Ort eines Verbrechens auftaucht und auf Deinem Namen auch noch Flugtickets gefunden werden.
In allen Daten liegt ein Missbrauchsrisiko, daher sollten so wenig Daten wie möglich gespeichert werden und schon gar nicht auf Vorrat. Dies hat das Bundesverfassungsgericht mal als Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung festgelegt.
ich muss das jetzt meinerseits einstellen, obwohl ich ihnen dankbar bin, für die gelegenheit meinen standpunkt in dieser sache darzustellen.
das ist eine frage der organisation wie ich gewährleiste das bei vertragsabschluss auch derjenige auf dem ausweis unterschreibt.
fingerprint verfahren sind durchaus noch jedem geläufig.
alles gute herr bohn


