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Das Bohnische Pendel

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von Thomas Bohn

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Hier wird geklärt wie die Geschichte der Anti-AKW-Bewegung vor 1920 ausgesehen hat, ob eine semantikfreie Sprache Sinn machen oder sinnfrei sind und ob die zeitgenössische sumerische Literatur noch zu retten ist.

Foto: Thomas Bohn
von Thomas Bohn | 31.07.2008 | 21:39 Uhr

Detlev von Larchers Ausschluss

Detlev von Larcher rief in einem, in der Öffentlichkeit wohl unbeachteten, Leserbrief in der FAZ auf, doch bitte in Niedersachsen und Hessen die Linke zu wählen, um eine linke Konkurrenz zur SPD zu haben, damit die SPD wieder zu sozialdemokratischen Politik zurückkehrt. Dies wurde vom UB Diepholz als so schwerwiegend betrachtet, das von Larcher im April 2008 aus der SPD ausgeschlossen wurde.

Wolfgang Clement hat dazu aufgerufen die SPD nicht zu wählen, weil sich Ypsilanti für erneuerbaren Energien einsetzen wollte und den Atomausstieg unterstützte. Hermann Scheer sollte Minister in Hessen werden. Dies brachte es in die Tagesschau und auf viele Webseiten. Clements UB hat ihn lediglich gerügt, erst der LV hat ihn ausgeschlossen.

Jetzt frage ich euch, wenn man von Larcher ausschließt, kann man da Clement in der Partei behalten?

Kommentare (4)

Foto: Guido Wenzel
von Guido Wenzel | 31.07.2008 | 22:00 Uhr

Nein.
Wobei ich etwas gegen Parteiasuschlüsse als solches habe. Aber die Verhältnismäßigkeit verlangt schon, dass Clement dann auch ausgeschlossen wird.

Foto: Manfred Michael Schwirske
von Manfred Michael Schwirske | 01.08.2008 | 00:56 Uhr

Von Larcher und Clement werden wohl gleich behandelt werden.
Aber es gibt doch einen bemerkenswerten Unterschied, der den Ausschluss Clements rechtfertigte und den von Larchers als kurzsichtige Fehlentscheidung erkennbar machte:
Von Larcher hatte ethische Motive und er bezog sich ausdrücklich auf das Wohl seiner Partei.

Foto: Frieda Siemon
von Frieda Siemon | 01.08.2008 | 08:06 Uhr

Ich denk mir mal, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob Hansemann Botz oder Liselinde Brummel in einem Leserbrief oder in einer Versammlung sagen "man solle doch die Linken stärken" - oder ob ein ehemaliger Ministerpräsident und Wirtschaftsminister und langjähriges SPD-Mitglied über Presse und Fernsehen empfiehlt, doch die hessische SPD   n i c h t    zu wählen!
Was trieb ihn denn dazu? Wenn mir eine gute Fee einen Wunsch erfüllte, würde ich gerne Wolfgang Clement nach seinen Beweggründen fragen!

Aber dazu werden wir wohl nicht kommen!

Und solange unsere "Vorderen" auch immer noch meinen, zumindest in meinem Wahlkreis, wir hätten mehr Eintritte aus Austritt, solange ist "doch die Welt in Ordnung" - oder?

Aber ich denke auch, es ist nicht Wolfgang Clement allein - die Politik unseres Kanzlers Schröder, allem voran mit dem Gesetz, das den Namen eines - zumindest Wirtschaftsvergehers trägt - hat dazu geführt, die SPD dorthin zu bringen, wo sie jetzt ist.

Ich werde allerdings trotz eingestandener großer Versuchung nicht austreten - weil ich auf die SPD hoffe!!

Frieda

Foto: Sascha Voß
von Sascha Voß | 01.08.2008 | 08:17 Uhr

Die gleichen "ethischen Motive" kann man Clement unterstellen.
Muss man aber nicht.

Von Larcher wollte die Partei "nach links" zwingen, Clement "auf Reformkurs" (also von links weg, aber nicht unbedingt rechts).
Beide sind wohl der Überzeugung, das ihr Weg der bessere für die Partei/die Republik ist.

Nichts davon rechtfertigt einen Nicht-Wahl bzw. Gegen-Wahl Aufruf.
Ein solcher ist nicht nur eine Aktion gegen die unbeliebte Linie, sondern ein Schlag ins Gesicht für alle Wahlkämpfer.

Man kann lange um Positionen streiten und das ist auch sehr gut, aber irgendwann ist Schluss, wenn Kandidaten und Wahlprogramm stehen und der Wahlkampf losgeht, darf es nur noch eine Stoßrichtung geben.