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Denken ist eine Tugend....

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von Ann-Kathrin Biewener

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Ein politisches (Lay)out(ing)

Foto: Ann-Kathrin Biewener
von Ann-Kathrin Biewener | 01.08.2008 | 17:30 Uhr

Hört mal wer da quängelt

Kaum ist man mal ein paar Tage außerhalb dieses komischen Landes und schon muss wieder alles drunter und drüber gehen.
Man hat ja so am frühen Morgen gegen 11 Uhr nach dem Frühstück wenig zu tun und so beschäftigt man sich mit dem geilen Plasmafernseher vor dem Bett. Österreichisches Fernsehen ist ja bekanntlicher weise irgendwie auch nur ein deutscher Ableger. Egal. Zumindest kam die berühmten Morgennews. Und was muss man da in der viel zu frühen Frühe sehen und hören. Parteiausschluss für Wolfgang Clement.

Bitte was???

Was für ein Quatsch soll denn das jetzt schon wieder sein.
Es ist nicht zu fassen. Wenn man nichts zu tun hat, weil man bald leider eh die Regierungsmehrheit verlieren wird, muss man nicht noch politischen Selbstmord begehen.
Gut, es beruhigt ein wenig, dass bisher nur die Landesschiedskommission ihr Urteil gefällt hat, aber es macht wirklich keine Hoffnung, wenn der eigene OV, UB und das eigene Bundesland politisch nicht hinter einem steht.
Ok, Clement ist sicherlich noch nie der netteste gewesen. Natürlich sind seine polemischen Artikel in Neon, Spiegel und Co nicht in Ordnung. Vielleicht ist es für einen Ex-Minister(Präsident) auch nicht ratsam, sich gegen eine eigene Spitzenkandidaten zu stellen.
Nur, ich verstehe das nicht. Jeder sollte seine Meinung üben können.
Klar ist das besonders schwierig, wenn dabei eine bedeutende (Ex-)Meinungsführende Persönlichkeit dies tut, aber muss man dann gleich einen öffentlichen Parteiausschluss anstreben?
Warum darf ein Helmut Schmidt laufend Kritik üben und ein Schröder seine Ideale verkaufen.
Diese „Altvorderen“ haben die Partei damals zur Regierung gemacht. Sie haben es geschafft.
Und die Konsorten von heute. Beck, Nahles und Co werden wohl noch ewig den Traum von der Regierung träumen bei diesen Ideen und abstrahierte Vorstellungen von der Wirklichkeit.

Na gut, also was machen wir da. Ganz klar. Jemanden raus schmeißen. Hätten wir mit dem Thierse auch schon längst machen sollen. Er nervt irgendwie auch ständig.
Wer nicht stillsteht und pariert, der muss gehen.

Jemand sollte diese Partei aufhalten. Sie ist suizid gefährdet. Vielleicht wäre Moderator al a Tiefensee im Bahnkonflikt das richtige. Lasst uns mal schauen, was da geht.

Ich für meine Wenigkeit, hoffe auf eine wahrlich überlegte Entscheidung und bessere Begründung bei der Bundesschiedskomission.
Irgendjemand muss doch hier noch mal Vernunft zeigen.

Kommentare (5)

Foto: Manfred Michael Schwirske
von Manfred Michael Schwirske | 01.08.2008 | 18:15 Uhr

Kommentier doch bitte mal den Parteiausschluss von Detlef von Larcher (http://de.wikipedia.org/wiki/D … on_Larcher)!  
Zum Beispiel unter der Überzeile: Was für ein Quatsch soll denn das jetzt schon wieder sein.
Oder gibts den Kommentar schon?

Foto: Pascal Korz
von Pascal Korz | 01.08.2008 | 18:17 Uhr

Lafontaine haben wir auch ausgehalten, als er längst nicht mehr tragbar war - trotz einer sehr ähnlichen Aktion seinerseits wie die Clements im Januar.

Jetzt machen wir mit Clement das, was wir damals klugerweise unterlassen haben: Schlagzeilen über die Zerstrittenheit der Partei produzieren. Vor der Bayernwahl.

Das zu verhindern, war ja ironischerweise eigentlich Ziel der Schiedskommission. Bravo.

Gravatar von Winfried Pickler
von Winfried Pickler | 01.08.2008 | 18:35 Uhr

Wäre ich nicht nach fast 40jähriger aktiver Mitgliedschaft (div. Vorstandstätigkeiten auf verschiedenen Ebenen, Ratstätigkeit fast 20 Jahre usw.) im letzten Jahr  schon ausgetreten, jetzt wäre der Punkt allerdings erreicht, dieser Unpartei den Rücken zu kehren. Die ehren- und hauptamtlichen Funtionäre aus Orts- und Stadtverbänden und auf Bezirksebenen - die sog. Basis - (insbes. in NRW) haben diese Partei herunter gewirtschaftet und in den 20 %-Turm gebracht, wo dieses Überbleibsel einer ehemals stolzen Partei jetzt auch zurecht hingehört. Die SPD hat - so wie sie sich jetzt darstellt - keine Zukunft. Und wie sie mit Führungspersonal in den vergangenen Jahren umgegangen ist, spricht auch dafür, dass sie ihre Zukunft erst mit einer neuen Generation finden wird. SPD zu wählen - bedeutet heute seine Stimmen zu verschwenden. Besser wäre es, garnicht wählen zu gehen, wie dies schon fast die Mehrheit der Wahlberechtigten tut.

Gravatar von Rainer Grempels
von Rainer Grempels | 01.08.2008 | 22:23 Uhr

Kann es sein das , die SPD durch denn fehler eines führenden Parteigenossen wie Clemens die Wahl seiner eigenen Partei in  Hessen umgegangen ist, er häte als Vordenker damit anders umgehen sollen, oder  zugibt einen fehler gemacht zu haben .Durch den warscheinlichen ausschluss ,egal wie das ausgehen wird , das abwandern der SPD Mittglieder zu den Linken  verstärken wird oder so gar eine weiteren schlag gegen die glaubwürdigkeit der SPD. Schade um die älteste Partei Deutschlands . Mittlerweile ist das nicht mehr mit anzusehn wie die SPD ihren scharm Verliert .

Ich denke hier muss mal was neues ran, eine grund erneuerung die gut überlegt ist .Eine öffene Partei für Deutschland mit viel meinungen, aber die auch Gemeinsamm an einem Strang ziehen kann.
(nicht immer über eigene hürden stolpert)

Gravatar von Peter Weigelt
von Peter Weigelt | 02.08.2008 | 01:39 Uhr

Ganz toll finde ich die Kommentare zu dem Thema, wo Beck ins Spiel gebracht wird. der hat nun wirklich nichts damit zu tun. Ausser vielleicht, dass der schon mal ein paar Wahlen gewonnen hat.

Der Clement war immer wieder lediglich der Sargnagel, egal wo der hingeschickt wurde. ;-)

Eine Partei ist nur dann als solche arbeitsfähig, wenn die Unterlegenen bei strittigen Fragen sich öffentlich zurückhalten.

Wenn jedes Mitglied, dass sich in einem Meinungsstreit nicht durchsetzen konnte jetzt zur Wahl des politischen Gegners aufrufen kann, ohne dafür aus der Partei entfernt zu werden, dann gute Nacht.

Die nächste Wahl wird dann wohl die letzte mit SPD Beteiligung gewesen sein.