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Deutschland-Dialog-Tour-Blog

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von SPD Parteivorstand

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Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog "Nah bei den Menschen" gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir  über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.

Foto: SPD Parteivorstand
von SPD Parteivorstand | 06.08.2008 | 15:31 Uhr

Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern

Für uns geht es bereits am Sonntag los. Die Koffer sind gepackt und das Equipment sicher im Auto verstaut. Am Abend kommen wir in Wolgast an und checken ein, bis am Montagvormittag der SPD-Vorsitzende Kurt Beck in meinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern erwartet wird. Er wird die Peene-Werft in Wolgast besuchen, Gewerkschafter in Greifswald treffen, das neue OZEANEUM in Stralsund besichtigen und am Abend in Güstrow mit Kommunalpolitikern diskutieren. Ein ereignisreicher Tag erwartet ihn und auch uns. Ich habe mich auf diesen Außentermin gefreut, da ich nebenbei mein Land näher kennen lernen kann.

Um kurz vor elf ist auf der Peene-Werft in Wolgast der Trubel zu spüren. Die Sicherheitskräfte sind professionell gespannt und die Medienleute warten auf die prominenten Gäste. Ein Raunen geht durch die Menge, als die beiden Wagen mit dem Kennzeichen "WW" für "Westerwald-Kreis" auf den Hof fahren. Über 40 Journalisten, Kameraleute und Tontechniker stehen bereit, um die besten Bilder und O-Töne zu machen. Ein Thema dominiert das Begrüßungsstatement des Parteivorsitzenden: Der SPD-Parteivorstand wird dem Schiedsverfahren über einen drohenden Parteiausschluss des früheren Wirtschaftsministers Wolfgang Clement beitreten. Darauf verständigten sich Präsidium und Parteivorstand am Montag bei einer Telefonschaltkonferenz. Zugleich bezeichnete es Kurt Beck als "völligen Unfug", in das Verfahren inhaltliche Fragen der SPD-Politik einzubringen. Es gelte, konkrete Verhaltensweisen, aber auch die politische Lebensleistung Wolfgang Clements zu bewerten.

Anschließend ging’s zum Werftrundgang, der beeindruckende Bilder lieferte. Die Werft hat sich auf die Ausbildung von Jugendlichen spezialisiert und somit in den letzten Jahren den Altersdurchschnitt um 10 Jahre verjüngt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden hier insgesamt über 220 Lehrlinge ausgebildet und fast alle wurden übernommen. Das ist eine beachtenswerte Leistung in einem Landstrich, der mit Industrie dünn besiedelt ist. Hier kämpfen die politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen darum, dass jeder Jugendliche nach der Schule eine Chance im Land hat. Auf der Peene-Werft haben sie eine feste Arbeit gefunden und bleiben somit im Land. Sie haben eine Perspektive für sich und ihre Familien gefunden und bringen auch Mecklenburg-Vorpommern voran. Diese großartige Leistung lohnt es zu würdigen.


"Das Ruder fest in der Hand"

Nach dem Werftbesuch fuhren wir direkt nach Stralsund, um den bevorstehenden Besuch im neu eröffneten OZEANEUM vorzubereiten. Kurt Beck und Ministerpräsident Harald Ringstorff fuhren erst mal nach Greifswald, um bei einem Arbeitsessen mit Gewerkschaftern aus dem Land zu diskutieren und sich ihre Meinung direkt anzuhören. Wie wir hörten, war es ein gutes und offenes Gespräch. Mich freut es, dass sich das Verhältnis zu den Gewerkschaften merklich verbessert hat, weil sie von jeher ein wichtiger Teil der SPD sind.

In Stralsund erwartete uns erstmals eine ellenlange Menschenschlange, die gemeinsam mit uns das OZEANEUM besuchen wollte. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung mit der örtlichen Polizei gingen wir den Besuchsweg schon einmal ab und konnten atemberaubend schöne Aquarien bestaunen. Eine gute Mischung aus Erleben und Staunen. Mit einer Bratwurst gestärkt, warteten wir nun auf die Autokolonne, die sich erst ihren Weg durch die Menschenmenge bahnen musste. Trotz kurz einsetzendem Regenschauer kam der Parteivorsitzende gut gelaunt an und der Rundgang mitsamt dem 40-Mann-starken Medientross konnte beginnen. Nach einer Stunde ging es zum naheliegenden Schiff "Gorch Fock I", das sich die Politiker intensiv anschauten und am Steuer für die Medien posieren. Und kurze Zeit später war die Kolonne bereits auf dem Weg nach Güstrow, wo unser letzter Tagesordnungspunkt stattfand.

"Wissen, wo der Schuh drückt"

Am Abend fuhren wir nach Güstrow, um dort Kurt Beck auf einer Dialogveranstaltung zu hören. Im Publikum saßen Parteimitglieder und parteilose Kommunalpolitiker, die mit dem Parteivorsitzenden diskutieren wollten. Auch die Gastgeber, der Ministerpräsident Harald Ringstorff und der SPD-Landesvorsitzende Erwin Sellering, waren mit uns den ganzen Tag durchs Land unterwegs und am Abend ebenfalls auf dem Podium, um sich der Diskussion zu stellen.

In seinem Impulsreferat begrüßte Kurt Beck die Aktion "Aktive Fläche", die parteilose Kommunalpolitiker dazu animiert soll, auf den Wahllisten der SPD zu kandidieren. Zugleich bedankte er sich bei allen, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit für ihre Gesellschaft einsetzen. Im Kreistag, in der Gemeindevertretung und auch als Bürgermeister. Schließlich weiß er genau, wovon er spricht: Als früherer Kommunalpolitiker in seinem Heimatort Steinfeld kennt er die Sorgen und Nöte, aber auch die Entscheidungsmöglichkeiten direkt vor Ort. Für diese „wahre Politik“ braucht es gute Leute, die sich engagieren und manchmal bis spät in die Nacht über wichtigen Entscheidungen brüten. Die Gesellschaft braucht Menschen solche Menschen und ihr Engagement.

In unserer Demokratie ist Politik ein Mannschaftssport. Und deshalb ist auch in der SPD keiner ein Einzelkämpfer, sondern man hat eine gute Mannschaft hinter sich. Nur so kann man für seine eigene Überzeugung entschlossen kämpfen. Wenn das funktioniert, gewinnt am Schluss die Demokratie. Diese Hauptbotschaft von Kurt hat mich am meisten beeindruckt. Mein Tipp: Mitmachen lohnt sich. Ganz einfach auf www.mitmachen.spd.de.

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