Jesus Christus

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Was glauben Menschen?
Jesus sagte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14, 6)". Was passiert, wenn ich das wörtlich nehme und mich darauf einlasse?
Im Hamburger Programm bekennt sich die SPD zu ihren Wurzeln im Christen- und Judentum. Jesus Christus war Jude - passt doppelt!
13. Sonntag nach Trinitatis, SPD auf dem Weg zur Splitterpartei
Den Moralisten besonders aus den C-Parteien empfehle ich, sich zu erinnern, dass Jesus der erste wäre, der Sünden vergibt. Eine Beichte genügte und Frau Ypsilantis Sündenregister wäre rein wie das eines frisch geborenen Babys.
Kommentare (6)
Da kann ich Dir nur voll recht geben.
Laßt endlich die Jungen ran. Es nützt garnichts, wenn 68jährige auf einmal wieder das Zepter schwingen sollen.
Freundschaft
günther
Hallo,
also als erstes gibt es in der SPD keine Rechten, sonst wären sie keine Genossen. Zweitens ist es nicht der an der Realpolitik ausgerichteter Kurs der sog. "Rechten", sondern die Unglaubwürdigkeit der Linken. Das Godesberger.Programm machte uns regierungsfähig, doch dieser links-idealistische Kurs lässt uns zurückfallen in die Zeit vor dem Programm und das sieht der Wähler nicht gerne!
Also ist es genau das Flip-Flop Verhalten der SPD gegenüber den Linken, welches die Wähler in die offenen Arme der Kommunisten und der wahren Rechten treibt!
pragmatische Grüße aus der Hauptstadt,
Patrik
Wie im antiken Drama ist die hessische Klytämenstra offenbar von blindem Furor und Machtwillen getrieben. Ihr Agamemnon ist die SPD und ihr mordender Liebhaber Ägistos trägt den Vornamen Oskar. Und wie in der griechischen Mythologie endet die Geschichte ziemlich sicher im Desaster. Denn der zweite Anlaufversuch von Andrea Ypsilanti führt unweigerlich zu drei Verletzungen am eigenen sozialdemokratischen Leib.
Dass es Andrea nun zwei Mal hintereinander dennoch versucht, ruiniert
nicht nur ihre persönliche Integrität. Es lässt auch die SPD-Führung, die die Wiederholungstäterin stoppen will aber nicht kann, ausschauen wie eine ohnmächtige Operetten-Combo. Dabei sind Ypsilantis Chancen, diesmal eine Mehrheit im Parlament zu erringen, eher kleiner. Der Schaden aber, den sie für das Ansehen der SPD anrichtet, wird immer größer.
Zum zweiten verursacht der abermalige Anlauf auch eine strategische Selbstschwächung der SPD. Indem Ypsilanti in Hessen vorführt, wie die eigene Partei immer weiter in die Geiselhaft der Linken gerät, programmiert sie den Bundestagswahlkampf zu einem Verliererspiel für die SPD: Niemand dürfte der SPD nun noch glauben, dass ähnliches wie in Wiesbaden nicht auch in Berlin passieren könnte. Eine Kanzlerkandidatur Frank-Walter Steinmeiers wird damit immer schwieriger. Mit diesem Manöver schneidet sich die SPD aber ihre Wahlchancen in der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft schlagartig ab. Die neuesten Umfrage-Ergebnisse sprechen eine vernichtende Sprache.
Und drittens sorgt die unbekümmerte Umarmung der Linkspartei für eine moralische Selbstverletzung der SPD, da Teile der SPD so wenige Jahre nach der Revolution von 1989 offensichtlich schon vergessen haben, was die Wir-sind-das-Volk-Ostdeutschen damals so bravourös abschafften:
Eine Diktatur ebenjener Partei nämlich, die jetzt koalitionsfähig sein soll....
Nichts gegen Andrea, unsere Herzen schlagen Sozialdemokratisch - aber es ist nicht der richtige Weg.
Solidarische Grüße
selten so viel Unfug auf einmal gelesen.
Es sollte wohl jeder, der nicht die cdu-brille aufhat, wissen, dass hier nichts von Andrea allein entschieden wird. Wer solches von sich gibt, der ist von vornherein als Propagandist erkannt.
und zum x-ten Mal
die Hälfte der Mitglieder ist weg - da gibt es nichts dran zu deuteln.
Und wer die jetzt als linksradikal beschimpft oder ihnen gar demokratische Grundwerte abspricht, der stellt sich selbst ins Abseits.
Vielen Dank für die aufmunternden Kommentare, die ich nicht unkommentiert lassen möchte.
Das mit dem Rechts und Links ist natürlich eine ewige Diskussion. Ganz konkret dachte ich an Exkanzler Gerd Schröder, bei dem immer wieder seine Aktivitäten bei der Ostsee-Pipeline und Gazprom erwähnt werden, und Hr. Wolfgang Clement, bei dem stets darauf hingewiesen wird, dass er im Aufsichtsrat des RWE-Konzerns sitzt. Das können Supergenossen sein und vielleicht bringen sie in genau diesen Positionen die deutsche Sozialdemokratie ordentlich voran, aber in der Außenwirkung erscheinen sie deutlich abgesetzt vom typischen SPD-Politiker, der die Belange unserer Klientel der abhängig Beschäftigten, der wenig Einflussreichen aufnimmt, bündelt und vor den Mächtigen vertritt. Das meinte ich mit rechts gesinnten Genossen.
Der Kommentar mit dem griechischen Drama ist herrlich. Danke. Ja, am Ende wird es Verluste geben, die es minimal zu halten gilt, wenn sie nicht gar auf die politischen Gegner abgewälzt werden können.
Besonders wichtig erscheint mir, dass wir mit dieser leidigen Verunglimpfung der „Postkommunisten“ aufhören. Die PDS und nun Die Linke ist gut organisiert, im Osten der Republik auch integriert. Die Linke ist durchgängig in Kommunen, Ländern, Bundestag und Europaparlament vertreten. Und die Wähler dieser Partei sind genau unsere Zielgruppe. Während wir schrumpfen wächst Die Linke. Das alles erinnert mich an den Umgang mit den Grünen, als diese ihre ersten Wahlerfolge einfuhren, auch bei ihnen hat es nicht funktioniert, die Zusammenarbeit zu verweigern.
Bei aller Vergesslichkeit der Wähler, ob sie Andrea Ypsilanti verzeihen werden, dass sie Herrn Koch nicht absetzte, obwohl sie es konnte, wage ich zu bezweifeln.
Unsere Aufgabe, lieber Patrick Bey, kann es nicht sein, dem Wähler hinterherzulaufen und deshalb unser Fähnchen nach dem Winde zu hängen.
Wir haben eine Meinung, eine Überzeugung, für die wie uns einsetzen. Unser demokratisches System sorgt dann ganz alleine dafür, dass wir eine Mehrheit bekommen oder nicht. Letzteres ist überhaupt nicht schlecht, sondern nur das Ergebnis einer demokratischen Kultur, die dafür sorgt, dass eben die Menschen unter den gesetzlichen Bedingungen zu leben haben, die sie sich in Freiheit und mit Mehrheit selbst ausgesucht haben. Politischer Pragmatismus , gut und schön, aber fühlen wir uns darin wirklich wohl?




