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Deutschland-Dialog-Tour-Blog

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Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog "Nah bei den Menschen" gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir  über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.

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von SPD Parteivorstand | 28.08.2008 | 14:04 Uhr

Die Welt zu Gast in Brandenburg

Es sollte ein langer Tag werden für Frank-Walter Steinmeier in Brandenburg. Man merkt ihm an, dass er es gewohnt ist – diese langen Tage. Er ruht in sich am Ende dieses zweiten Tages seiner Sommerreise. Es ist Mittwoch, etwa 20 Uhr. Das Sakko und den Schlips abgelegt, schaut er sich interessiert bei einem Steak die Darbietungen der Trachtengruppe auf dem Erlebnishof Werder an. Viele Gespräche liegen heute bereits hinter ihm: mit den Menschen hier in seinem Wahlkreis, den etwa 60 bis 70 mitgereisten Journalisten, seinen Mitarbeitern aber auch viele Gespräche am Telefon – so zum Beispiel auch die Schalte der G8-Außenminister. Wiesenburg, Schmerwitz, Belzig, Jüterbog – kleine Städte und Ortschaften in Brandenburg standen am Mittwoch schlagartig im Zentrum der Berichterstattung. Die längst geplante Sommerreise des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Frank-Walter Steinmeier ist die Ursache, dass diese idyllischen Orte plötzlich in zahlreichen Agenturmeldungen auftauchen. Unter dem Eindruck der sich ausweitenden Krise zwischen Russland und Georgien wurde die Tour ohnehin bereits um einen Tag verkürzt. Zudem erreichte Steinmeier in Brandenburg die schreckliche Nachricht von einem Anschlag auf eine Bundeswehrpatrouille in Afghanistan, bei dem ein Soldat getötet und drei verletzt wurden. In seiner Funktion als Außenminister waren also zahlreiche Telefonate und Gespräche erforderlich. Die Welt ist zu Gast in Brandenburg.


Er muss auf vielen Bühnen agieren an diesem Mittwoch in Brandenburg. Und dennoch schaffte Steinmeier immer wieder den Spagat, sich einerseits engagiert den Sorgen der Menschen hier in Brandenburg zu widmen und andererseits weltweit Krisendiplomatie zu betreiben und als Vermittler zu agieren. Und wie bei Sommerreisen üblich und gewollt, steht immer eine hungrige Schar Journalisten mit dabei, die keine Sekunde von Steinmeier ablassen und gerade an einem solchen ereignisreichen Tag auf Detailinformationen aus ist. Es ist seine besonnene und ruhige Art, die dem gebürtigen Detmolder dabei hilft, das eine vom anderen sorgfältig zu trennen. Er weiß aus Erfahrung ganz genau, wann er wem was sagen kann, ohne laufende Prozesse und Entwicklungen zu gefährden. Er denkt vom Ende her und macht dabei auch keinen Hehl daraus, dass er eben in bestimmten Momenten nicht alles sagen kann. Dabei merkt man ihm in jeder Situation an, dass er „sein Gegenüber“, seine Gesprächspartner ernst nimmt – eine Eigenschaft, die leider nicht allen Politikerinnen und Politikern zu Teil ist. Diese Eindrücke herrschen vor als wir am späten Abend zurück nach Berlin fahren. Schade eigentlich, dass auf Grund der weltweiten Ereignisse, die Erinnerung an die kleinen schönen Momente des heutigen Tages Gefahr laufen, in den Hintergrund zu rücken. Der von Kindern und Jugendlichen abgehaltene Wettbewerb in der Skatearena in Jüterbog zum Beispiel, die dazu gehörige streng wirkende Skatetrainerin ebenso wie die Impressionen von dem idyllischen Erlebnishof in Werder. Die Berichte am Morgen bei der Firma RapidEye über die für Freitag geplanten Versuche, Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen oder die spektakuläre und beeindruckende Inszenierung der Freiwillen Feuerwehr, des Roten Kreuzes und des THW in Belzig sowie das harmonisch aufspielende Trio auf dem „Gut Schmerwitz“ in Wiesenburg. Es ist bemerkenswert, wie viel Energie die Menschen hier in die Vorbereitungen gesteckt haben. Sie freuen sich auf ihren neuen Bundestagsabgeordneten und im Interview am Abend macht Steinmeier deutlich, wie sehr ihm die Region bereits ans Herz gewachsen ist. Er weiß noch ganz genau, was er hier heute erlebt hat und berichtet ausführlich darüber – trotz der weltweiten Ereignisse.

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