Beck geht, Münte kommt, Frank wird Kanzlerkandidat
Kurzer Abriss meiner Gedanken - bald mehr
Sitze vorhin gemütlich in meinem Zimmer, höre Musik, lese... Plötzlch kommt mein Vater rein und ruft: Pascal, Beck tritt zurück. Müntefering wird sein Nachfolger.
Ich denke erstmal: Das kann nicht sein...
Fasse es nicht, erst als ich den Fernseher anmache und im Teletext entsprechende Meldungen finde...
Beck tritt zurück... Es ist immer schade, wenn so was passiert, und mir stellt sich die Frage: Warum? Nun gut, er war nicht mein Liebling, ganz und gar nicht, aber er gehört zur SPD wie jeder andere Sozialdemokrat auch, er war ihr Vorsitzender...
Nun gut, er wird seine Gründe gehabt haben... Ob dieser Rücktritt der SPD nun hilft? Zunächst wird das mal wieder die Zerissenheit in unserer Partei zeigen, aber mit Franz Müntefering kommt ein Mann zurück, der Führen kann, der charismatisch ist und, so hoffe ich, die SPD wieder auf Kurs bringen wird.
Ich bin froh, dass er wieder zurückkommt, würde am liebsten einen auf sein Wohl trinken :-)
Dass Frank nun Kanzlerkandidat wird ist genauso positiv für mich...
Allerdings erweckt das für mich den Eindruck, dass das alles nicht so plötzlch kommt wie es scheint... Dass es sich nun so schnell häuft kann kein Zufall sein.
Hoffen wir aber, dass es wieder aufwärts mit dieser unserer Partei geht.
Für Franz, für Frank!
Hura!
Ein Beitrag von Dr. Görlach von Cicero:
http://de.youtube.com/watch?v=eshdHmuFMpU
Spiegel online berichtet:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,576812,00.html
07. September 2008, 13:40 Uhr BLITZBESUCH BEI SPD-KLAUSUR Beck tritt als Parteichef zurück - Müntefering wird NachfolgerBei der SPD-Klausur am Schwielowsee überschlagen sich die Ereignisse: Kurt Beck verließ nach wenigen Minuten das Tagungshotel - er wird als Parteichef zurücktreten, die Kanzlerkandidatur überlässt er Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Franz Müntefering wird nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen neuer SPD-Chef.
Berlin - Es ist ein kompletter Rückzug: Kurt Beck lässt Frank-Walter Steinmeier den Vortritt als Kanzlerkandidat - und tritt gleichzeitig als SPD-Chef zurück. Der bisherige Parteichef verließ die Vorstandsklausur der Sozialdemokraten am brandenburgischen Schwielowsee bereits wenige Minuten nach seiner Ankunft dort wortlos wieder durch einen Hintereingang. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen wird Franz Müntefering neuer SPD-Chef. Müntefering war bereits von 2004 bis 2005 Parteivorsitzender. Er wäre der 13. Parteichef seit Kriegsende und der fünfte innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Bis zu einem Parteitag, auf dem Müntefering gewählt werden könnte, soll Steinmeier als Interimschef die SPD führen.
Müntefering hatte sich erst vor kurzem wieder auf der großen politischen Bühne gezeigt, nachdem seine Frau Ankepetra Ende Juli einem Krebsleiden erlag. Der SPD-Politiker hatte sich im November 2007 zur Pflege seiner schwerkranken Gattin zurückgezogen und seine Ämter als Vizekanzler und Arbeitsminister niedergelegt. Sein Bundestagsmandat hatte Müntefering behalten.
Steinmeier wird Kanzlerkandidat
Becks Rückzug hängt offenbar mit der Entscheidung der SPD-Spitze zusammen, bei der Klausur nahe Potsdam Außenminister Steinmeier als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl zu nominieren.
Die Klausur der rund 50 Mitglieder des Parteipräsidiums, des Fraktionsvorstands sowie von Bundesministern und Ministerpräsidenten der SPD hatte am Vormittag begonnen. Allerdings hatte sich die engste Spitze um Beck, Steinmeier und Fraktionschef Peter Struck noch vor Aufnahme der eigentlichen Beratungen zu einem separaten Treffen in ein Privathaus einige Kilometer vom Tagungshotel entfernt zurückgezogen.
Vor Beginn der Klausur hatten sich Teilnehmer verärgert darüber gezeigt, dass sie die Entscheidung für Steinmeier aus den Medien erfahren hätten. Dieses Verfahren sei kein besonders guter Einstieg in dessen Spitzenkandidatur, hieß es.
Sowohl Beck als auch Steinmeier hätten bis zuletzt betont, dass an dem verabredeten Zeitplan zur Kür des SPD-Kanzlerkandidaten festgehalten werde, so beschwerten sich einige Teilnehmer der Klausur am Schwielowsee.
flo/AP/dpa
Kommentare (6)
Endlich!
Die SPD zieht endlich Konsequenzen aus dem Führungsdebakel um Beck. Die Lösung Münte & Steinmeier ist die einzig mögliche für nächste Wahl. Man wundert und freut sich, dass die SPD doch noch gelegentlich die Realität erkennt! Koalitionspolitisch lässt es alle Optionen offen, ohne die SPD wird es auch nach 09 nicht gehen, da Schwarz-Gelb nicht die Mehrheit erreichen wird. Münte kann jetzt schön gegen Lafontaine schiessen. Beck darf zurück in den Provinz, da macht er jan nen guten Job.
Hallo Genossinnen und Genossen,
bravo, so geht man mit unseren Leuten an der Spitze um! Erst bekniet man sie, dann serviert man sie ab!!. Guter Stil!!
Dass allein die Tatsache, dass einer telegener ist als der andere, über unsere personelle Aufstellung entscheiden soll, ist ja wohl ein Unding!! Aber nur weiter so!
Ob unser Franky-Boy es richten wird, das werden wir ja noch sehen, denn dass wir uns von ihm vertreten sehen, bezweifle ich.
Nichts gegen Münte, aber es gibt auch ein Rentenalter für Politiker!!!
Was haben wir da wieder angerichtet!!!!
Na ja, vieleicht reißen wir es ja noch. Nur Mut!
U. Walczak
Dem ganzen Spiel kann man doch eigentlich nur ein Wort als Kommentar folgen lassen:
ENDLICH!
Es ist durchsichtig, was der Vorstand da beschlossen hat! Erst verlieren wir an allen Fronten. Beck konnte die Partei nicht zusammenhalten. Immer wieder geriet er ins Kreuzfeuer der Kritik. Dank Presse und unseren ultra linken Parteifreunden. Beck lag zum Schluss nur noch bei 10% Zustimmung aus der Bevölkerung. Das hat unsere interne linke Opposition fein hinbekommen. Nun steht also Beck mit heruntergelassenen Hosen da und hat nichts mehr anzubieten. Die Linke unserer Partei und vor allem die Linkspartei freuen sich ein zweites Loch in Ihren Allerwertesten und der Rest der SPD steht schweigend dabei und muss es zu Kenntnis nehmen!
Komisch, ich hatte auch schon vor einigen Tagen das Gefühl, dass bald der "noch"-Parteivorsitzende das Staffelholz weiterreichen würde. Denn als Münterfering auf der Bühne auftauchte musste jedem Politiker klar sein, dass ein Wechsel bevorsteht. Insbesondere als der Ruf für ein adäquates Amt immer lauter wurde. Fragt sich nur wie das bei dem linken Flügel unserer Partei insbesondere um die Dame Nahles ankommen wird. Und vor allem, was ist mit der Union. Wird Frau Merkel wieder Öl ins Feuer gießen? Und Steinmeier als Kanzlerkandidat? Also, wenn wir Steinmeier als Kanzler wirklich wollen, dann müssen wir ind diesem und im kommenden Jahr sehr viel Gas geben um die Wahl zu gewinnen! Und das betrifft sowohl die Inhalte als auch die Partei selbst. Sie muss eingenordet und auf Kurs gebracht werden. Leute, mit der Entscheidung Steinmeier als Kanzler aufzustellen hat der Wahlkampf begonnen!
Nur, und das ist für mich sonnenklar, wird sich der Wähler nicht blenden lassen. und die Frage ist, ob die Partei es sich erlauben kann, einen Mann wie Steinmeier zu verschleißen?!Was wenn wir die Wahl verlieren und die Linkspartei an uns vorbeizieht? Gut das Münterfering Die Partei führen soll. Schlecht, das wir Anspruch auf den "Thron" erheben! Denn eines muss allen klar sein, Steinmeier kann nur Kanzler werden, wenn die Linkspartei und die Grünen mitziehen. Und noch eines muss die alte Tante SPD schaffen, sie muss stärkste Fraktion im Bundestag werden!
Fraglich allerdings, ob das beim Wähler so gut ankommt!
Sollten Steinmeier und Münterfering sich einigeneine Koalition mit der Linkspartei zu suchen, dann werden viele aus dem konservativen Block der SPD austreten. Ich selbst bin kein Konservativer, aber mich hält dann auch nichts mehr in der SPD. Denn dann können wir gleich mit der Linkspartei fusionieren. Und dann geht die Debatte um den Schlingerkurs erst richtig los! Warum? Weil wir, die Basis mal wieder nicht gefragt wurden!!!
Oh, Ihr Kleingeister so Retten Wir die SPD nicht !




