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Die Schröderianer

Foto: Pascal Andernacht
von Pascal Andernacht | 11.09.2008 | 16:40 Uhr

Schröder: "Steinmeier hat das Zeug zum Kanzler“ - Artikel im Vorwärts, und der Rheinischen Post

Gerhard Schröder kehrt wieder zurück. Gleichzeitig mit einem Artikel im aktuellen Vorwärts wird er nach Bericht der Rheinischen Post kräftig im Wahlkamof mitmischen. (Artikel folgen unten im Wortlaut).

Es freut mich immer wieder, wenn sich Gerhard Schröder zu Wort meldet und den Laden mal ordentlich aufmischt.  Ich freue mich deshalb schon sehr auf einen spannenden und tollen Wahlkampf 2009. Jetzt sind alle wieder beieinander, Kraft pur für den Kampf um das Kanzleramt. Auf, in den Kampf, Genossen! Glück auf!

Artikel aus dem Vorwärts

"Gerhard Schröder hat die Nominierung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat der SPD begrüßt. "Ich bin stolz auf meine Partei, die mit Frank-Walter Steinmeier den Besten für dieses wichtige Amt des Bundeskanzlers ins Rennen schickt", schreibt Schröder in einem Exklusiv-Beitrag für den "vorwärts". Aufgrund seiner Erfahrung und seiner Autorität sei Steinmeier der beste Kanzler, den Deutschland sich wünschen könne.

von Gerhard Schröder, Bundeskanzler a.D.

          Für mich ist es eine große Freude, dass Frank-Walter Steinmeier von den Führungsgremien der SPD zum Kanzlerkandidaten nominiert wurde. Es gibt in meinem Leben niemanden, mit dem ich so eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Aus dieser persönlichen Erfahrung weiß ich, dass nicht nur die Kanzlerkandidatur, sondern auch das Amt des Bundeskanzlers bei ihm in allerbesten Händen sein wird.

Ich habe an Frank Steinmeier schon immer geschätzt, dass er auch zunächst unlösbar erscheinende Probleme angeht und mit Zähigkeit und Kreativität für die schwierigsten Themen Lösungen herbeiführen kann. Ich erinnere mich gut an die Verhandlungen über den Ausstieg aus der Atomkraft, aber auch an die äußerst sensiblen Gespräche über die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter. Obwohl sie immer wieder zu scheitern drohten, führte er sie schließlich zum Erfolg.

Frank Steinmeier bringt viel in Bewegung, weil er den Mut und die nötige Durchsetzungskraft hat, Stillstand und Beharrung zu überwinden. Das betrifft auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unseres Landes. Ein sozial gerechtes Deutschland ist nur möglich, wenn wir im internationalen Wettbewerb wirtschaftlich stark sind. Das ist die Aufgabe der Sozialdemokratie und dafür steht Frank Steinmeier.

Seit drei Jahren gestaltet er die Außenpolitik unseres Landes. Ich sehe in ihm eine starke Persönlichkeit, die ein modernes und selbstbewusstes Deutschland verkörpert, das sich seiner Bedeutung und Rolle durchaus bewusst ist, aber nie überheblich daherkommt. Für Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung einzutreten – das ist die Aufgabe sozialdemokratischer Außenpolitik, wie sie von Willy Brandt begründet wurde. Diesem Anspruch wird Frank Steinmeier gerecht und dafür wird er in der Welt hoch geachtet.

Geprägt nicht zuletzt von unseren gemeinsamen Jahren, hat er nun einen eigenen Stil entwickelt und seine Rolle gefunden. So strahlt er eine ganz natürliche Autorität aus.

Einen Wesenszug hat er trotz aller Härte der Ämter, die er geführt hat und noch führen wird, nicht verloren: Er ist ein durch und durch lebensfroher Mensch. Und ich hoffe, dass er oft Gelegenheit hat, das auch zu zeigen.

Ich bin stolz auf meine Partei, die mit Frank-Walter Steinmeier den Besten für dieses wichtige Amt des Bundeskanzlers ins Rennen schickt. Er hat das Zeug zum Kanzler.  

erstellt am 11.09.2008"

Quelle: http://www.vorwaerts.de/magazin/artikel.php?artikel=7809&type=2&menuid=359&topmenu=359

 

Artikel aus der Rheinischen Post:

erstellt am:  11.09.2008

Sozialdemokraten im Umbruch SPD plant Wahlkampf 2009 mit Schröder

"Düsseldorf (RP). SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier wird im Bundestagswahlkampf 2009 offenbar prominente Unterstützung erhalten: Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) soll bei mehreren Wahlkampfauftritten für Steinmeier werben.

Entsprechende Überlegungen der SPD-Führung wurden unserer Zeitung aus Parteikreisen bestätigt. Die Pläne für einen Wahlkampf-Einsatz Schröders werden derzeit im Umfeld der neuen SPD-Parteiführung um Steinmeier und den designierten Parteivorsitzenden Franz Müntefering konkretisiert. Wie oft und wo Schröder gemeinsam mit Steinmeier auftreten werde, steht noch nicht fest.

Mit der Rückkehr Schröders als Wahlkämpfer wäre die frühere SPD-Führung wieder vereint. Steinmeier hatte unter Schröder das Kanzleramt geleitet, Franz Müntefering zeitweilig den Partei- und Fraktionsvorsitz inne. Die drei Spitzen-Sozialdemokraten hatten auch in den vergangenen Jahren Kontakt gehalten, zuletzt in der Debatte um die SPD-Führungskrise und Steinmeiers Kanzlerkandidatur, die im Rücktritt von SPD-Chef Beck gipfelte.

Gemeinsam stehen sie für die Reformen der Agenda 2010, die die SPD in eine tiefe innerparteiliche Krise gestürzt und 2005 zu Neuwahlen geführt hatten, die Schröder am Ende knapp verlor.

SPD-intern gilt Schröder als als ein „Top-Wahlkämpfer“, so ein führender Sozialdemokrat gegenüber unserer Zeitung. Schröder habe „im Alleingang 2005 fast noch die Wahl gedreht“. An diese Aufholjagd hatte auch Müntefering am Montag mit dem Satz erinnert, „wenn der Wahlkampf dieses Mal zwei Tage länger dauert“, werde die SPD gewinnen.

Als erste Amtshandlung hatte Müntefering seinen engsten Vertrauten Kajo Wasserhövel als Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfkoordinator vorgeschlagen."

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/613405/SPD-plant-Wahlkampf-2009-mit-Schroeder.html

Kommentare (5)

Gravatar von Norbert Wenzel
von Norbert Wenzel | 11.09.2008 | 20:33 Uhr

Na ja, die Web Seite kann sich nicht wehren.
Man kannauch die abstruseste Meinung zu verkaufen versuchen.

Der Titel weckt bei mir im Kopf die Analogie:

Man kann Drakula auch zum Wächter der Blutbank machen...
Drakula hätte sicher das Zeug als Wächter der Blutbank...

Gravatar von Elke
von Elke | 11.09.2008 | 20:39 Uhr

Schröder stellt seiner Politik und ihren Verkäufern selbst ein Zeugnis aus.

Keine Frage, wer seiner Politik nicht folgt, hat deutlich weniger Zeug zum Kanzler, wa?

Was ich von Schröders Einlassung halte?
Selbstbeweihräucherung seiner selbst, seiner Politik und seiner Vasallen.

Ich halte mich lieber an die Linke.
Ein zweites mal laß ich mich von Schröders Kanaillien nicht verhohnepiepeln.

Links blinken, rechts abbiegen, das hat nur einmal bei mir funktioniert.

Foto: Oswald Hermann Bremer
von Oswald Hermann Bremer | 12.09.2008 | 11:39 Uhr

Mit der Rückkehr Schröders als Wahlkämpfer wäre die frühere SPD-Führung wieder vereint
Diese Herren sind mehr als flüssig ---- Überflüssig.
OSSI 01

Gravatar von Berndt Görtz
von Berndt Görtz | 12.09.2008 | 11:42 Uhr

Auch Franz-Walter Steinmeier kann die Wahl nicht gewinnen, wenn die Politiker der SPD nur wenige Wochen vor der Wahl für den Wahlbürger sichtbar sind. Selbst wenn man die Absicht bekundet Mitglied in der SPD zu werden, kümmert sich vor Ort keiner mehr darum.
Ich habe den Eindruck, dass die Politiker nicht mehr wissen, was den Menschen bewegt. Sie bewegen sich in einer eigenen Kaste. Schaut man auf die Statistik, dann ist alles in bester Ordnung.

Foto: Pascal Andernacht
von Pascal Andernacht | 12.09.2008 | 14:14 Uhr

Tja, jedem das seine.
Ich freue mich, dass es ihn noch gibt... Meine Meinung, meine Einstellung.
Muss ja nicht jedermann gefallen :-)
Grüße,
Pascal