Arbeitsmarkt 2.0

Über dieses Blog
In diesem Blog gebe ich ein paar meiner Erfahrungen als arbeitsuchender Akademiker wieder.
Reizthema Hartz IV
Dieser Blog ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr Hartz IV die Gemüter erhitzt.
Die einen sehen eine zum Himmel schreiende soziale Ungerechtigkeit, die anderen vermuten hinter jedem dritten ALGII-Empfänger einen Sozialschmarotzer, der viel zu viel Geld in den Hintern geblasen bekommt.
Ich wollte anregen, Missstände zu bekämpfen und die dadurch gewonnenen Ersparnisse auf die Masse der HartzIV-Empfänger zu verteilen.
Das brachte mir einige Beschimpfungen ein, weil viele halt nicht richtig lesen, sondern gleich rumpoltern, weil sie sich angegriffen fühlen.
Daraus lassen sich zunächst zwei Schlüsse ziehen:
1. Beim HartzIV-Konzept liegt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet noch einiges im Argen.
2. Diesbezüglich etwas ändern zu wollen, grenzt an politischen Selbstmord, weil man sofort in der Schusslinie steht.
Die Folge wird wohl sein, dass sich daher überhaupt nichts ändern wird.
Man darf gespannt sein und hoffen ...
Kommentare (2)
Tut mir schrecklich leid,
aber wer nicht erkennen will, dass die Hartz Gesetze lediglich zum Ziel hatten, den Niedriglohnsektor zu verbreitern und den Sozialstaat abzuschaffen, der will verschleiern und manipulieren.
Es gibt Fakten an denen nicht vorbeigeredet werden kann:
1. Der Anteil der Bevölkerung im Niedriglohnsektor ist der Höchste in allen 16 EU Ländern - Vergleiche mit Estland etc verbieten sich für einen Diskutaten der ernst genommen werden will.
2. Der Anteil des Staatshaushaltes am Bruttosozialprodukt ist der niedrigste.
3. Der Anteil der Bildungskosten am Brutto Sozialprodukt ist der niedrigste.
Und wenn ein spanischer Lokführer heute mehr verdient als ein deutscher, dann sollte die Ursache wohl jedem, der ernsthaft diskutieren und darüber nachdenken will, wohl klar sein.
Erst, wenn diese Fakten zur Kenntnis genommen werden und Einigkeit darüber besteht, dass dies zu ändern ist, erst dann ist eine sinnvolle Diskussion über den Weg dahin möglich.
Wer den Weg raus aus dem Sozialstaat wählt, der verläßt m.E. den Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes und er sollte sich zumindest nicht mehr als Sozialdemokrat bezeichnen.
Dank an den Kommentator Peter Weigelt. Genau so!
Auch diese Schlussfolgerungen sind falsch. Warum?
Wer den Agitatoren auf den Leim geht und den vermeintlich dramatischen Missbrauch ins Zentrum politischer Änderungen der Hartz-Gesetze rückt, der hat noch immer nichts verstanden.
Ist es wirklich "Beschimpfung", dies zu sagen?




