Politik mit Witz

von Albert H. Keil
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Das Landauer Doktorspiel *)
Moritat von Albert H. Keil (Copyright 2007)
nach der Melodie "Sabinchen war ein Frauenzimmer" **)
Der alte Wolff - so wirklich heißt er - sprach zu der schwarzen Schar:
„In Landau Oberbürgermeister ich lang genug jetzt war.
Ihr habt mein Wort vernommen, ich hab nicht nochmal Lust.
||: Doch Achtung, ‘s könnte schlimmer kommen, dann habt ihr tüchtig Frust!“ :||
Am Anfang war die Schar nicht einig, es gab so manchen Streit.
Drum Baldauf stellt’ sein Handy schleunig zum Kompromiss bereit.
Sie taten einen loben, der sei so elegant,
||: Als „schöner Kai“ bis Hamburg oben als Frauenschwarm bekannt. :||
Als Göbel anrief, wo er wohnte, da stimmte zu der Kai,
Wobei er obendrein betonte, dass er schon Doktor sei.
„Das Zeugnis bring ich später“, so klang sein Ehrenwort,
||: Doch schuldig blieb der Schwerenöter den Promotionsrapport. :||
So prangte von den Wahlplakaten der Doktortitel fein,
Bei allen andern Kandidaten die Stimmung wurde klein.
Es schmolzen die Prozente der Wahlprognosen hin,
||: Bevor der Wahlkampf noch zu Ende, schien Kai im Amt schon drin. :||
Kurz vor der Wahl, o große Schande, da kam der Schwindel raus:
Der Doktorvater Kai nicht kannte, mi’m Titel war es aus!
Es floh der Kai nach Norden und machte erst mal krank,
||: Die CDU, die rang nach Worten, die andern sagten Dank. :||
Man fragte Kai nach seinem Leiden, er wies auf seine Stirn:
„Mich muss man wahrlich nicht beneiden, der Tumor sitzt im Hirn!“
Doch schon nach ein paar Stunden, da war es offenbar:
||: Der Kai hat auch den Krebs erfunden, weil ihm halt „schwindlig“ war. :||
Dann kam der Wahltag, und es kriegte der Kai grad 5 Prozent.
Ein anderer Bewerber siegte, den hier ein jeder kennt.
Wie sagte Wolff beklommen, als es noch Frühjahr war?
||: Er warnte, es könnt’ Schlimmer kommen, und der ist ja nun da. :||
*)
Zur OB-Wahl 2007 in der pfälzischen Stadt Landau trat ein CDU-Kandidat an, der zunächst seinen Doktortitel und dann einen Gehirntumor erfand. Als der Betrug aufflog, verzichtete er auf die Kandidatur und verließ seine Partei. Im Dezember 2007 wurde er wegen Titelmissbrauchs verurteilt. Zum OB gewählt worden war im September der SPD-Kandidat Hans-Dieter Schlimmer.
**)
Albert H. Keil, der "rote Mundartdichter", trägt die Moritat auf Anforderung bei SPD-Veranstaltungen (intern oder extern) gesanglich vor. Erstaufführung war am 16. Februar 2008 in Eußerthal - s. Weblink. Anfragen bitte per Click oben auf den Namen und NACHRICHT SENDEN...
nach der Melodie "Sabinchen war ein Frauenzimmer" **)
Der alte Wolff - so wirklich heißt er - sprach zu der schwarzen Schar:
„In Landau Oberbürgermeister ich lang genug jetzt war.
Ihr habt mein Wort vernommen, ich hab nicht nochmal Lust.
||: Doch Achtung, ‘s könnte schlimmer kommen, dann habt ihr tüchtig Frust!“ :||
Am Anfang war die Schar nicht einig, es gab so manchen Streit.
Drum Baldauf stellt’ sein Handy schleunig zum Kompromiss bereit.
Sie taten einen loben, der sei so elegant,
||: Als „schöner Kai“ bis Hamburg oben als Frauenschwarm bekannt. :||
Als Göbel anrief, wo er wohnte, da stimmte zu der Kai,
Wobei er obendrein betonte, dass er schon Doktor sei.
„Das Zeugnis bring ich später“, so klang sein Ehrenwort,
||: Doch schuldig blieb der Schwerenöter den Promotionsrapport. :||
So prangte von den Wahlplakaten der Doktortitel fein,
Bei allen andern Kandidaten die Stimmung wurde klein.
Es schmolzen die Prozente der Wahlprognosen hin,
||: Bevor der Wahlkampf noch zu Ende, schien Kai im Amt schon drin. :||
Kurz vor der Wahl, o große Schande, da kam der Schwindel raus:
Der Doktorvater Kai nicht kannte, mi’m Titel war es aus!
Es floh der Kai nach Norden und machte erst mal krank,
||: Die CDU, die rang nach Worten, die andern sagten Dank. :||
Man fragte Kai nach seinem Leiden, er wies auf seine Stirn:
„Mich muss man wahrlich nicht beneiden, der Tumor sitzt im Hirn!“
Doch schon nach ein paar Stunden, da war es offenbar:
||: Der Kai hat auch den Krebs erfunden, weil ihm halt „schwindlig“ war. :||
Dann kam der Wahltag, und es kriegte der Kai grad 5 Prozent.
Ein anderer Bewerber siegte, den hier ein jeder kennt.
Wie sagte Wolff beklommen, als es noch Frühjahr war?
||: Er warnte, es könnt’ Schlimmer kommen, und der ist ja nun da. :||
*)
Zur OB-Wahl 2007 in der pfälzischen Stadt Landau trat ein CDU-Kandidat an, der zunächst seinen Doktortitel und dann einen Gehirntumor erfand. Als der Betrug aufflog, verzichtete er auf die Kandidatur und verließ seine Partei. Im Dezember 2007 wurde er wegen Titelmissbrauchs verurteilt. Zum OB gewählt worden war im September der SPD-Kandidat Hans-Dieter Schlimmer.
**)
Albert H. Keil, der "rote Mundartdichter", trägt die Moritat auf Anforderung bei SPD-Veranstaltungen (intern oder extern) gesanglich vor. Erstaufführung war am 16. Februar 2008 in Eußerthal - s. Weblink. Anfragen bitte per Click oben auf den Namen und NACHRICHT SENDEN...
Mehr zum Thema: www.spd-gruenstadt-land.de/spddirmstein/themen




