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Über dieses Blog
Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden
Patriotismus, Nationalismus und die SPD
Mir wird Angst und Bange, wenn ich mir die Meinungen so mancher Sozialdemokraten (es sind tatsächlich nur Männer) hier im Thema "Mehr Patriotismus wagen?" lese.
"Multikulti funktioniert nicht!"
"Aber wir brauchen eine klare Deutsche Leitkultur"
"Ich bin Stolz ein Deutscher zu sein."
Ich hatte bisher gedacht, dies seien eher Schlüsselsätze von NPD und CDSU.
Aber es kommt noch besser:
"Ich bin Deutscher und kann auch darauf stolz sein. Ich bin Stolz darauf das wir trotz unserer Geschichte uns nicht unterkriegen lassen."
"Israel kümmert mich am wenigsten, wenn es um die Frage geht ob wir stolz auf unser Land sein "dürfen"."
Und, schlußendlich:
"man kan keine politik machwn ohne stolz auf sein land zu sein."
Aha. Dann mache ich als nicht national denkender Mensch also seit mehr als 10 Jahren ganz aktiv etwas, das ich nicht kann. Also mal im Ernst, was sind denn das bitte für Aussagen? Muss mensch jetzt Patriot sein in der SPD? Ich hoffe nicht...
Die oben zitierten Aussagen hätte ich bisher von GenossInnen in dieser Klarheit nicht erwartet. Aber so ist es eben bei meinespd.net: mensch lernt immer noch was dazu.
Unten der Link zum entsprechenden Forum...
Mehr zum Thema: www.meinespd.net/foren/thema/6567/1
Kommentare (8)
Man kann nicht alle Kommentare aus dem Zusammenhang reißen. Dein NPD-Vergleich ist übrigens unschön.
Das hört sich teilweise böse an - ja. Aber wenn man die Sachen im Zusammenhang (mit Erläuterung liest) versteht man, wie sie gemeint sind.
Christoph Brodhun schrieb: "Das hört sich teilweise böse an - ja. Aber wenn man die Sachen im Zusammenhang (mit Erläuterung liest) versteht man, wie sie gemeint sind."
Siehst du, Christoph, besonders bei den letzten Aussagen (und die sind ja nicht von dir), verstehe ich nur allzu gut wie sie gemeint sind. Mensch kann keine Politik machen, wenn mensch nicht stolz auf Deutschland ist? Das ist eben _keine_ demokratische Meinung mehr.
Zum NPD und CDSU-Vergleich: Es tut mir ja leid, dir das jetzt mal schriftlich geben zu müssen, aber diese Sprüche oben in meinem Beitrag sind Wahlkampfaussagen jener Parteien. "Deutsche Leitkultur" war und ist ein Kampfbegriff der Neokonservativen in der CDSU, gegen "Multikulti" macht die NPD seit Jahren ihre Kampagnen. "Stolz auf Deutschland" ist geradezu ein Wahlkampfschlager rechter Parteien.
Aus dem Zusammenhang reiße ich übrigens auch nichts. Unter dem Beitrag verlinke ich zum Originaltext, da kann sich jeder ein eigenes Bild machen.
Bitte habe doch auch Verständnis dafür, dass ich mir zumindest meine Politikfähigkeit nicht absprechen lasse, wie es Sebastian K. im Forum tut. Und Nationalstolz geht für mich noch deutlich weiter als "normaler" Patriotismus...
Ich verstehe ja, dass du dir deine Politikfähigkeit nicht absprechen lassen willst, ab er ein Kritisieren von Multikulti und sich als Patriot zu bezeichnen hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun. Du siehst ja, dass diese Meinungen auch in einer linken Partei vorherrschen. Wir sind eben weit gefächert - und da ist doch das gute an der SPD. Wir brauchen Leute wie dich, die deine Meinung vertreten, wir brauchen aber auch Leute, die versuchen, diese Themen aus der Schmuddelecke zu holen und somit nicht den Rechtspopulisten zu überlassen.
<Zitat>Ich verstehe ja, dass du dir deine Politikfähigkeit nicht absprechen lassen willst, ab er ein Kritisieren von Multikulti und sich als Patriot zu bezeichnen hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun.</Zitat>
Das kritisieren von "Multikulti" ist sehr wohl auch Bestandteil des NS. Multikulti ist genau das, wogegen sich die völkische Ideologie und der Rassengedanke (Nürnberger Gesetze, irgendjemand?) ganz zentral richten.
<Zitat> Du siehst ja, dass diese Meinungen auch in einer linken Partei vorherrschen.</Zitat>
Ich sehe, das sie vorhanden sind. Ich sehe nicht, das diese Meinungen hier vorherrschen.
<Zitat> Wir sind eben weit gefächert - und da ist doch das gute an der SPD. </Zitat>
Da sind wir uns tatsächlich mal einig. Es ist in der Tat gut, das die SPD pluralistisch ist. Damit spare ich mir auch einen unnötigen Kommentar meinerseits über den letzten Absatz deines Beitrags, dem ich zwar nicht in voller Gänze so zustimme wie du ihn hier geschrieben hast (aber immerhin fast), über den wir aber dennoch höchstens eine nicht wirklich relevante Detaildiskussion führen könnten. :-)
Ich bin bei einem ersten Umschauen hier in der Community auch über dieses Forum gestoßen und habe nach wenigen Klicks festgestellt, dass man es leider kaum ernst nehmen kann. Es wird zwar unter den aktivsten geführt, aber das liegt nicht zuletzt an den kaum ernstzunehmenden Einwürfen (für den Begriff "Kommentar" fehlt mir die Substanz in der Aussage) des Genossen Pirot.
Zur Patriotismus-Debatte wäre es vermutlich am sinnvollsten,
den Patriotismus, also die "Vaterlandsliebe", die Bejahung und positive Einstellung zu einem Staat (in der Regel dem Geburtsland)
klar vom Nationalstolz abzutrennen. Stolz wird immer wieder als etwas Positives dargestellt, ich konnte ihm bisher nie etwas Tugendhaftes abgewinnen.
Davon abgesehen ist Stolz auf eine nicht selbst erbrachte Leistung die schlimmste Form von Stolz überhaupt.
Sicher kann man ohne Stolz auf Deutschland Politik machen, ohne Patriotismus würde ich mich aber schon schwer tun:
Ist das sich Einsetzen für die Bundesrepublik und für ihre Bürger nicht schon ein Akt von Patriotismus ?
Noch ein Nachsatz zu "Multikulti":
"Multikulti" beschreibt mehrere Kulturen, aber nicht ihr Verhältnis zueinander. Wenn mehrere Kulturen nebeneinander in einem Staat existieren, kann das nur solange gutgehen, wie es keine Reibungspunkte gibt.
Miteinander können sie erst funktionieren, wenn die Reibungspunkte geklärt, geschlichtet und ausgeglichen sind (mit der Betonung auf der Akzeptanz durch alle Seiten).
Damit der Übergang funktioniert, muss aber ein Konsens über den Schlichter und den friedlichen Umgang miteinander gefunden werden.
Dieser Rahmenkonsens betrifft nun den Staat, der als Schlichter auftreten muss. Und hier wird meiner Meinung nach fahrlässig der Begriff Leitkultur eingebracht, wenn es um den unverhandelbaren Grundkonsens geht:
Rechtstaatlichkeit, Gleichberechtigung und Menschenrechte sind, wenn man es global betrachtet, Auswüchse der "Abendländischen" Kultur, aber eben auch Grundsätze unseres Staatswesens und - verständnisses.
Wenn man das unter Leitkultur versteht, anstatt Kehrwochen und das Wort zum Sonntag, gibt es daran nichts einzuwenden.
Schlußfolgerung:
Multikulti ist bereits dann zum Scheitern verurteilt, wenn das Grundgesetz auf Augenhöhe mit angeblichen oder tatsächlichen religiösen Geboten verhandeln muss. ("Frankfurter Scharia Urteil")
http://www.tagesspiegel.de/pol … nd/;art122,1880892
Sorry, der Link wird von der Eingabemaske falsch formatiert, das Komma und die Zahl gehört noch hintendran.
---Zitat---
Meine Mutter ist Wirtin der kneipe "1 2 3" da trefft sich ein teil des SPD Vorstands meiner Stadt, am "Dumfdeutschen Stammtisch" die SPD war und ist die Partei des Deutschen Stammtisch und nicht des "Geldadel" wie die CDU.
---Zitatende---
Ich habe nichts gegen Stammtische. Ich habe was gegen Dumpfdeutsche Stammtische und die dort anzutreffenden Parolen. Verallgemeinern scheint deine einzige Stärke zu sein...
<Zitat>
Aber wer in Bayern lebt kennt ja die SPD KneipenKultur nicht,
</Zitat>
Erstens lebe ich in Franken, was dir jeder Nürnberger gerne bestätigen wird ;-) und zweitens kenne ich die SPD-Kneipenkultur sehr wohl. Aus meiner heutigen Heimat Nürnberg und aus meiner alten Heimat Niedersachsen auch.
Bevor du über Bayern verallgemeinerst also erstmal nachdenken. Hier in N regiert (übrigens genauso wie in München) die SPD.
<Zitat>Darauf habe ich gewartet,
"Ich lebe in Franken" wer betont das er in Franken lebt und nicht
<Zitat>Du setzt doch hier Patrioten gleich mit Nationalisten.</Zitat>
Und?
<Zitat>Ich stelle hier in der SPD eins fest, große klappe nichts dahinter, damit meine ich nicht dich direkt, sondern die die andauert gegen die NPD hetzen, was ich ja richtig ist, und ich ja auch mache, aber ich mache meine augen nicht zu vor NPD-Ausländern.</Zitat>
Und ich tue das? Woher meinst du, das zu wissen?
Ich kenne mich im Migrationsbereich ganz gut aus, auch weil meine Frau in diesem Bereich arbeitet. Bestimmt schließe ich meine Augen nicht vor Problemen.
<Zitat>Mein Fazit: Du bist einer dieser Antideutschen die nur auf die NPD schauen und nicht auf die fehler der "Multikulti Gesellschaft" und die "68er-Verbrecher"</Zitat>
Mein Fazit: Du liest meine Beiträge nicht richtig. Ich habe oft genug geschrieben, kein Antideutscher zu sein. Ich mag vieles hier. Ich liebe Deutschland nur nicht. Zu dem, was du Multikulti nennst gibt es allerdings meiner Meinung nach in der Tat keine Alternative. Fehler kommen immer vor, aber besser etwas richtig machen und dabei kommen Fehler vor als gleich einfach nur etwas falsch zu machen.
Über die "68er-Verbrecher" würde ich von dir ja gerne mehr lesen. Was haben die denn deiner Meinung nach so verbrochen?


