meineSPD.net - Vernetz Dich in der SPD Community

zur SPD-Community
 

Christen in der SPD

Foto: Daniel Leitner
 
von Daniel Leitner

Über dieses Blog

Für überzeugte und praktizierende Christen in der SPD, die sich untereinander kennenlernen wollen

Foto: Daniel Leitner
von Daniel Leitner | 31.12.2008 | 16:51 Uhr

Neujahrsgruß

"Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." (Lukas 18,27)

Mit der Jahreslosung für 2009 grüße ich alle Genossinnen und Genossen ganz herzlich. Wenn ich Gott für unsere Partei vereinnahmen wollte, würde ich sagen, Er kann sogar die unwahrscheinlichsten Wahlergebnisse möglich machen. Aber ich glaube nicht, dass wir Gott für eine bestimmte Partei oder Politik instrumentalisieren sollten, weshalb ich es auch nicht gut finde, dass sich bestimmte Parteien das Wort "Christlich"in den Namen schreiben, zumal ihre Politik auch nicht christlicher ist, als die, anderer Parteien.

Jesus lehrt uns im Vaterunser zu beten, "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden." Und wenn ich bereit bin, die Dinge in die Hände Gottes zu legen, nach Seinem Willen zu fragen und um die Erfüllung Seines Willens zu beten, dann glaube ich auch, dass Er das den Menschen unmögliche möglich machen kann, vorausgesetzt es entspricht Seinem Willen.

Das bedeutet also nicht, dass wir Ihn für unsere Zwecke instrumentalisieren können, aber es verpflichtet uns, auch in unserer Politik zu fragen, ob der Wille Gottes darin noch eine Rolle spielt. Und dann spielt es keine Rolle mehr, was für Menschen möglich oder unmöglich ist. "Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich."

In diesem Sinne wünsche ich mir für's neue Jahr, dass Politiker, sei es die Regierenden oder die der Opposition, die der eigenen Partei oder auch die anderer Regierungsparteien im Bund, in den Ländern und Komunen, die Weisheit haben, nicht bloß für den eigenen Machterhalt (oder die Erlangung der Macht um jeden Preis) zu kämpfen, sondern nach dem Willen Gottes für unser Volk und dessen Umsetzung zu fragen und dafür zu kämpfen. Und ich denke, dann kann auch, allen Unkenrufen und Umfragen zum Trotz scheinbar unmögliches möglich werden.

In diesem Sinne wünsche ich unserer Partei ein gesegnetes neues Jahr, den Verantwortungsträgern viel Weisheit, den Wahlkämpfern viel Kraft und uns allen Gottes reichen Segen, Gesundheit, Kraft und Freude für 2009.

Kommentare (9)

Foto: Wendula Strube - Sie sehen:  Anne Frank - Tagebuchautorin -
von Wendula Strube - Sie sehen: Anne Frank - Tagebuchautorin - | 31.12.2008 | 18:22 Uhr

Ist ja alles ganz nett, was Du da schreibst, aber wenn es so etwas wie Gott gibt, dann wohl eher in weiblicher Gestalt, also eine Göttin. Denn das was überhaupt erst Leben ermöglicht, ist die Frau. Außer bei den Seepferdchen werden Kinder von Weibchen ausgetragen. Für mich schwer nachvollziehbar, wie da irgendjemand überhaupt auf die Idee kommt, von einem Gott zu reden, höchstens der Mann selbst. Wie die Herren es geschafft haben, Frauen davon abzuhalten ihre ureigenste Göttlichkeit zum Ausdruck zu bringen, ist recht einfach. Der Frau wurde es verwehrt Lesen und Schreiben zu erlernen und damit war der Mann klar im Vorteil, er konnte sich seine Geschichte selbst erfinden.

Wie wäre es denn mal mit Mutterunsere, die Du bist im Himmel…. Hört sich doch gar nicht mal so übel an oder?

Göttin sei dank und Führti

Foto: Carsten Langenscheid
von Carsten Langenscheid | 01.01.2009 | 13:25 Uhr

Lieber Daniel.
Find ich sehr rührend, deine Neujahrsansprachen.
Aber laß mal ein Übergeordnete religiöse Instanz aus unseren Politischenaltag raus.
Wieviele Menschen sind in den letzten 1800 Jahren im Namen Jesus getötet, hingerichtet gefoltert und um Hab und Gut gebracht.
Wieviel Frauen sind auf dem Scheiterhaufen im Namen Jesus verbrannt worden.
Neueste Geschichtsforschungen zufolge wird die Existens Jesus sogar angezweifelt, da es über die Person überhaupt keine schriftliche Beweise gibt und zu guter letzt wurde die Bibel erst ca 90 Jahre nach dem Tod des Herrn Jesus niedergeschrieben und in den letzten 1800 auf die Personellen/Matriellen Bedürfnissen des Adels und Klerus( Adlige ) angepast.

Jedenfalls dürfte es nach meinen Religösen verständniß, kein Hartz IV geben, keine Berufliche und Wirtschaftlichen benachteiligungen von Frauen und Kindern geben, jedenfalls nicht wenn die Bibel der Maßstab des eigenen Religiösen Denken und Handelns ist.

Ein Gutes und Einsichtiges neues Jahr.
Carsten

Foto: Daniel Leitner
von Daniel Leitner | 01.01.2009 | 13:58 Uhr

Hallo Carsten,

ich respektiere es, wenn Du nicht an Gott und Jesus glauben kannst und willst. Aber als Argument immer wieder die Kreuzzüge heranzuführen, halte ich für überflüssig. Ich schrieb über die Wichtigkeit, nach dem Willen Gottes zu fragen. Aber die Kreuzzüge waren sicher nicht nach Seinem Willen, da gebe ich Dir recht. Das Evangelium mit dem Schwert verbreiten zu wollen, war und ist ein großer Schwachsinn den man biblisch auch nicht rechtfertigen kann. Aber genau das zeigt, dass eh und je wenig nach dem Willen Gottes gefragt wurde, und selbst die Kirche, aber auch die hohe Politik, was damals ja fast das gleiche war, sich eher von menschlichen Ehrgeizen und dem Bedürfnis nach Macht leiten ließen.

Foto: Carsten Langenscheid
von Carsten Langenscheid | 01.01.2009 | 15:57 Uhr

Lieber Daniel.
Ich sehe auf alte Zeiten und auf heuteige Zeiten.
Welcher Religiösen Erziehung haben TopManager, SpitzenPolitiker, SpitzenRichter, Anwälte oder Lehrer.
Hat sich Herr Schröder als Bundeskanzler aus der Kirche ausgemeldet ???
u.s.w
Schaun wir halt mal Bayern -- inkl CDU/CSU und fragen wo sind die Politischenentscheidungen mit den Kristlichen Werten vereinbar.
Wo Sexualstraftaten von Priestern ungesünnt bleiben und und und

Was ich ankreide und kritisiere ist daß Staat und Kriche in keinster weise so von einnander getrennt sind wie es das GG eigendlich vorraussetzt.

Ich habe meinen Glauben, ohne ihn für ein bestimmtes Handeln zu mißbrauchen oder als entschuldigung zu benutzen.

Nimm es bitte nicht persönlich, nur Religion im Altag ist ein heißes Thema, wie Sex in der Öffendlichkeit, wie Existensrecht Israels u.a


Es grüßt dich
Carsten

Foto: Otla Pinnow
von Otla Pinnow | 02.01.2009 | 00:26 Uhr

1. Wenn für Gott das Unmögliche möglich sein soll: wie steht es mit dem, was logisch unmöglich ist?

2. Abgesehen davon, dass durchaus zu fragen wäre, ob Gott überhaupt einen Willen haben kann: wie will einer den erfahren - wohlgemerkt: objektiv erfahren (denn subjektiv denken/glauben/meinen kann man sich vielerlei)?

Foto: Carsten Langenscheid
von Carsten Langenscheid | 02.01.2009 | 15:57 Uhr

Liebe Otla.
Es gibt da zumindestens Einen der für sich propagiert Gottes Wille und befindlichkeiten zu kennen und zu erfahren,
Kein Fürst, König, Kaiser(Zar), Präsident, Demokr. Regierungschef u.s.w hat diese Auffassung in seinen ganzen je angezweifelt.
Aber lassen wir das, das wird zu Komplex.

Lieber Daniel.
Wie wäre es mit einem ernsten Forum "Cristliche Ansprüche kontra Europäische/Deutsche Sozialpolitik ???"
oder "Dürfen Cristliche Ansprüche über geltendes Grundrecht stehen".
Es gäb da schon ne Masse zu diskutieren und auf diese weise kann Man(n)/Frau sich von der CDU/CSU abgrenzen.


Liebe Grüße
Carsten

Foto: Chгistoph Bгоdhun
von Chгistoph Bгоdhun | 02.01.2009 | 19:41 Uhr

Der christliche Glaube kann durchaus Richtschnur im politischen Handeln sein. Was ist daran verwerflich?

Gerade der chrisltiche Glaube, kein Glaube kommt wohl den Vorstellungen der SPD näher.


Und die Frage zu diskutieren, ob es einen Gott gibt (ich bejahe sie), führt in eine nicht endende Diskussion, die bis ins Philosophische reichen würde.

BTW: Das Grundrecht schreibt keinen Laizismus vor, und das ist auch gut so.

Und zum Thema "C"DU: Wo die christlich ist, muss man mir noch zeigen. Das ist 'ne normale große konservative Partei, die vielleicht noch etwas mehr Gewicht auf das Soziale legt als z.B. die Tories in England, das war's dann aber auch.

Foto: Otla Pinnow
von Otla Pinnow | 02.01.2009 | 21:42 Uhr

>>Gerade der chrisltiche Glaube, kein Glaube kommt wohl den Vorstellungen der SPD näher.>>

Einspruch.
Wer den christlichen Glauben gut kennt, weiß, dass er den Sozialdemokraten und Sozialisten heute nicht näher steht als z.B. dem französischen Bürgertum zu Zeiten der französischen Revolution.

Nächstenliebe, Mitleid und Barmherzigkeit, kurz, Caritas, stehen tatsächlich konträr der sozialistischen Auffassung gegenüber, wonach der Mensch das RECHT auf angemessene Teilhabe am Vermögen oder auch am Bruttosozialprodukt einer Gesellschaft hat.

Wie es in einem alten Arbeiterlied zur Zeit der letzten großen Weltwirtschaftskrise in der Weimarer Republik über die mildtätig gespendeten Suppen hieß: "Gut, das war der Pfennig. Doch wo bleibt die Mark?"

Foto: Carsten Langenscheid
von Carsten Langenscheid | 04.01.2009 | 06:08 Uhr

Lieber Christoph.

Die Frage " ob es ein Gott gibt", wird nirgens gestellt, noch erwähnt.

Mir geht es um die Grundsächlichkeit.
Darf ein Gläübiger Krist, sich nur auf die Biebel beziehen wenn es gerade genehm ist und was ist höherwertiger Die Bibel oder die Zehn Gebote.

Nur das das richtig verstanden wird : Es geht mir nur um die Glaubwürdigkeit des eigenen Anspruches einer Person gegenüber anders Denkenden.

Beispiel : Ein/e Sozialdemokratinn, wohnhaft in Bayern, gläubige Katolikin.

Welches Gesetz ist für sie an höchster Stelle das GG, Die Biebel oder die Zehn Gebote ?: Nach dem Katolischen Gesetz dürfen Frauen nicht Priester werden, Priester dürfen nicht heiraten und so weiter.

Und letztendlich : Wie ist die aktuelle Sozial- u. Wirtschaftspolitik mit der Bibel/Zehn Gebote verreinbar, wenn die Regierung, selbst dem Geringsten sein Einkommen nur als " Caritas " von Staatswegen unter Vorbehalt(Staatskasse/Rentenkasse) gewährt oder nicht gewährt.

Beispiel : "Du sollst nicht falsch Zeugniß gegenüber deinen Nächsten ablegen".
Wenn aber eine Frau/Herr Finanzminister öffendlich aussagt das die Kassen leer sind, keine Spielraum für höhere Sozialleistungen,
dann aber ein paar Monate später zig Miliarden verteilen kann,
dann stell ich ich mir doch die Frage wie ist das mit dem Glauben vereinbar.

 
Betrachtet das ganze bitte nur als lautes Denken, weder als persönliche Infragestellung noch als persönlichen Disput an dem eigenen Denken.

Es grüßt euch Solidarisch
Carsten