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Christen in der SPD

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von Daniel Leitner

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Für überzeugte und praktizierende Christen in der SPD, die sich untereinander kennenlernen wollen

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von Daniel Leitner | 13.01.2008 | 16:16 Uhr

Wahlplakate

Gestern bin ich in einem von der Partei gecharterten Reisebus nach Leer zu einer Wahlveranstaltung mit Kurt Beck, Wolfgang Jüttner und Garrelt Duin gefahren. Es war interessant, sich unterwegs die vielen Wahlplakate aller zur Wahl antretenden Parteien anzugucken. Die einen mehr, die anderen weniger aussagekräftig. Erstaunt war ich über ein Plakat der "Partei Bibeltreuer Christen" (PBC), auf dem nur der Satz "Ich bin entschieden für Jesus" (oder so ähnlich) zu lesen war.

Ich bin auch entschieden für Jesus. Aber mir ist es ein Rätsel, wie man mit solchen Bekenntnissen Menschen für eine Politik gewinnen möchte, und vor allem frage ich mich, für welche Politik die PBC steht.

Vor Jahren liefen junge Leute mit Armbändern rum, auf denen die Buchstaben WWJD standen. Diese Abkürzung bedeutet "What would Jesus do?". Und gerade, weil ich mich als Christ frage, was Jesus tun würde, bin ich in die SPD eingetreten.

Ich weiß nicht, ob Jesus Mitglied in der SPD wäre. Wohl eher nicht, da Er sich Seinerzeit aus politischen Fragen weitestgehend rausgehalten hat, zur Enttäuschung Seiner Anhänger, die von Ihm erwartet hatten, dass Er die Römer aus dem Land treibt und Israel wieder zur Blüte des davidischen Großreichs zurückführt. Deswegen wurde aus dem begeisterten "Hosianna!" auch schnell das "Kreuzigt ihn!", da die anfängliche Begeisterung irgendwann in Enttäuschung umschlug, und sich die so enttäuschten schnell aufwiegeln ließen.

Aber wenn ich mich frage, was Jesus tun würde, und mir dabei die politischen Aussagen der Parteien angucke, dann denke ich daran, wie Jesus sich für die Schwachen und Verstoßenen eingesetzt und ihnen geholfen hat. Und das treibt mich zur Unterstützung der SPD und ihrer Politik. Und deshalb hoffe ich, dass Wolfgang Jüttner und Andrea Ypsilanti die Landtagswahlen in zwei Wochen gewinnen und Niedersachsen und Hessen gerechter werden. Denn auch Gerechtigkeit war immer ein Anliegen Jesu.

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