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Life, Socialdemocracy and everything - Aktuell: Parteikurs, Clement

Foto: Sebastian Finsel
 
von Sebastian Finsel

Über dieses Blog

Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 18.01.2008 | 19:16 Uhr

Rudert Mehdorn zurück?

Laut Transnet-Chef Norbert Hansen hat Bahnchef Mehdorn seine harten Worte bezüglich der Aufkündigung des Beschäftigungspakts zurückgenommen.

Er ist eben doch ein kleiner Choleriker, der Mehdorn. Hauptsache erstmal herumschreien und drohen.

Egal was nun kommt, ich denke weiterhin dass ein neuer Bahnchef für alle das beste wäre. Und ein Neuanfang der Bahnpolitik dazu.

Mehr zum Thema: www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn414.html

Kommentare (4)

Foto: Nils Erik K.
von Nils Erik K. | 18.01.2008 | 21:11 Uhr

hallo,

gebe ich Dir vollkommen Recht.

Mehdorn scheint sich in den Kopf gesetzt haben, die Bahn ohne Rücksicht auf Verluste zur Börse zu bringen.

Das kann es nicht sein! Die Bahn hat für den Staat und die Menschen existenzielle Bedeutung. Das darf nicht wegen eines Börsengangs zerstört werden.

Foto: Wolfgang Dietrich Mann
von Wolfgang Dietrich Mann | 18.01.2008 | 22:03 Uhr

Also dass Herr Mehdorn nicht den Anspruch erhebt, Publikumsliebling zu sein, ist doch allgemein bekannt. Andererseits heißt da auch ein Sprichwort: "Jedermanns Liebling ist jedermanns Depp."

Für den DB-Börsengang gibt es indes gute Gründe, und das von Herrn Mehdorn vertretene Modell des integrierten Konzerns ist sowohl für die Belegschaft als auch für die langfristigen Perspektiven des Eisenbahnwesens unter allen Kapitalprivatisierungsvarianten die beste Lösung. Für "Heuschrecken" ist dieses Modell völlig untauglich, viel besser passt es zu all den Pensionsfonds, die nun als Erfolg sozialdemokratischer Politik stark wachsen, und in den Jahren bis die Pensionsfonds das Geld zur Ausschüttung benötigen, kann bei der Bahn mit thesaurierten Gewinnen Substanz aufgebaut werden.

Viele Grüße

WDM

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 19.01.2008 | 09:33 Uhr

<Zitat>Für den DB-Börsengang gibt es indes gute Gründe, </Zitat>

Gegen den DB-Börsengang gibt es allerdings auch gute Gründe.

<Zitat>und das von Herrn Mehdorn vertretene Modell des integrierten Konzerns ist sowohl für die Belegschaft als auch für die langfristigen Perspektiven des Eisenbahnwesens unter allen Kapitalprivatisierungsvarianten die beste Lösung.</Zitat>

Vorab: auch ich will die Bahn nicht zerstückeln. Da gehen wir also konform. Allerdings muß klar sein, dass es eine Privatisierung (also das Verkaufen von Aktien an private Investoren) nur ohne Netzprivatisierung geben darf. Daraus folgt dann, das die Bahn (auch als die Aktiengesellschaft, die sie ja schon ist) in Bundeshand bleiben muss. Alles andere wäre wohl Mitbewerbern gegenüber ziemlich unfair.

<Zitat>Für "Heuschrecken" ist dieses Modell völlig untauglich,</Zitat>

Das Volksaktienmodell wäre bedingt untauglich dafür. Mehdorns Modell wohl eher nicht.

Ich rate im übrigen dazu, mal ein paar Blicke nach Österreich oder in die Schweiz zu werfen. Dort gibt es interessante Beispiele dafür, was mensch mit einer Bahn so alles sinnvolles tun kann.

Foto: Enrico Weigelt
von Enrico Weigelt | 06.04.2008 | 02:56 Uhr

Einen Börsengang der DBAG als Ganzes halte ich für unverantwortlich - das wird ein volkswirtschaftliches Desaster !

Stattdessen sollten einzelne Geschäftsbereiche, die wenig mit dem Kerngeschäft zu tun haben, stückweise Ausgegliedert und an die Börse gegeben werden.

EDIT: siehe
http://freebc.metux.de/boards/ … _vadis/422