Life, Socialdemocracy and everything - Aktuell: Clement, Kontaktverbot

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Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden
Clement, was soll das?
Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht.
Mit diesen Worten wendete sich Wolfgang Clement, Ex-NRW Ministerpräsident und (noch?) SPD-Politiker heute in der Welt gegen die Parteigenossin Andrea Ypsilanti. Inhaltlich ging es ihm dabei darum, die angekündigte Energiepolitik von Ypsilanti und ihrem designierten Minister, Hermann Scheer, anzugreifen - diese sprechen sich für einen Energiemix ohne Kohle und Atom für Hessen aus nd setzen stattdessen auf Erneuerbare Energien.
Clement, der sich 2005 von der politischen Bühne verabschiedete sitzt im Aufsichtsrat der RWE Power AG - eines Kraftwerksbetreibers. Und so riecht Clements Pladoyer gegen Sonne, Wind und Co. doch arg nach Lobbyarbeit.
Es ist doch wohl wirklich unmöglich, so querzuschießen. Was Wolfgang Clement hier macht geht gar nicht.
Wundern tut es mich hingegen nicht. Clement war immer ein ausgesprochener Feind erneuerbarer Energien, sein "Beißreflex" bei diesem Thema war durchaus bekannt (und in Umweltkreisen beinahe "legendär").
Doch diesmal ist Wolfgang Clement meiner Meinung nach eindeutig zu weit gegangen. Sich in einem knappen Wahlkampf so gegen die eigene Partei und deren KandidatInnen (vor allem Ypsilanti und Scheer) zu stellen kann nicht einfach hingenommen werden.
Wolfgang, Clement war schon lange von der Sozialdemokratie entfremdet. Ich finde es ist Zeit, das er auch den letzten Schritt tut, und unsere Partei verlässt.
Oder, um es mit den deutlichen Worten der Juso-Vorsitzenden Franziska Drohsel zu sagen: „Das Maß der Illoyalität Clements gegenüber seiner eigenen Partei ist mehr als unglaublich. [...] Das kann nur heißen: Er muss seiner eigenen Ankündigung von Dezember nachkommen und aus der SPD austreten. Anderenfalls kann man ihm diesen Schritt auch abnehmen.“
Wohl gesprochen, Franziska!
Dazu:
Artikel Welt
Artikel tagesschau.de
Kommentare (4)
Ich bin auch für ein Ausschluss Clements aus der SPD.
Selbst wenn er mit erneuerbaren Energien nicht einverstanden ist und mit Ypsilantis Position nicht übereinstimmt, muss er doch mal darüber nachdenken, dass er den Wahlkampf der SPD-Hessen untergräbt. Als Parteimitglied sollte man sich auch mal über die Partei Gedanken machen, auch wenn man selbst nicht mehr aktiv ist und durch die Partei keine Vorteile mehr zu erwarten hat.
Auszug aus dem OrgStatut:
§5 (1) Jedes Mitglied hat das Recht, sich im Rahmen der Statuten an der politischen Willensbildung, den Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen, UND DIE PFLICHT, DIE ZIELE DER SOZIALDEMOKRATISCHEN PARTEI ZU UNTERSTÜTZEN.
Das sagt doch schon alles: Raus mit dem Kerl, besser gestern als Heute
Ich meine, es geht nicht im Mindestens um Clements Illoyalität. Kein Mensch braucht seine Loyalität. Solche Fragen sind uninteressant, weil die Menschen ihn jetzt als Lobbyisten durchschauen.
Es sollte aber sehr wohl um Clemtents destruktive Politik gehen, die er der SPD über Jahre aufgedrückt und (mit anderen zusammen) die Partei ins politische Aus getrieben hat. Ich rede z.B. von Hartz4 oder GATS. Dieses Erbe wäre zu revidieren.
Ich habe mit der hessischen SPD die letzten beiden LT-Wahlkämpfe verloren und jetzt kommt Clement und unterläuft als Lobbyist Andreas Wahlkampf und damit berechtigte Parteiinteressen.
Pfui, raus und ich glaube auch nicht, dass in meinem neuen UB Bonn sich jemand mit W.C. noch unterhalten will. Also ciao.


