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Ich will hier Material zusammenzutragen, um mehr Licht in die Situation der Thüringer SPD zu bringen. Diskussionen bitte in der Gruppe/Blog "SPD Thüringen". Kommentare sind erwünscht, sie sollten aber nicht über den Sinn dieses Blogs gehen und keine Diskussion über Fundamentaleres beinhalten.

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von Hagen Frey | 09.02.2008 | 22:18 Uhr

Roadshow Halbzeit

Es sind erst 12 von 21 Vorstellungsrunden in den Thüringer Kreisverbänden gewesen, in den nächsten vierzehn Tagen bis zur Urwahl folgen noch neun weitere Runden. Ich möchte hier anhand von im Internet gefundenen Pressestimmen eine Zwischenbilanz ziehen.

1. Runde: SPD Eisenach und SPD Wartburgkreis in Etterwinden, Freitag, 11.01.2008 - 18:00 Uhr

Thüringer Augenzeuge 12.01.08, Duell der SPD Spitzenkandidaten

mdr 12.01.08 "SPD-Spitzenkandidaten: Konflikt um Koalitionen": "Matschie verteidigte den Beschluss, keine Koalition unter der Führung der Linken einzugehen, denn dies zeige dem Wähler, dass die SPD stärkste Kraft im Land werden wolle. Auch liege Dewes falsch, wenn er eine Kosten sparende Kreis- und Gebietsreform ablehne, zugleich aber soziale Wohltaten verteilen wolle. Er verspreche 'freihändig' 250 Millionen Euro, um die Kindergarten-Beiträge abzuschaffen und das Essen zu bezahlen, sage aber nicht, woher das Geld kommen solle."

Thüringische Landeszeitung 12.01.08 "Der DGB-Chef stützt Matschie" von Elmar Otto: "Der DGB-Landesvorsitzende Steffen Lemme plädierte für den SPD-Landeschef. Herausforderer Richard Dewes könne nicht nach acht Jahren in der Versenkung wie der 'Weise aus dem Morgenland' zurückkehren und einen Führungsanspruch anmelden, sagte Lemme."

Thüringische Landeszeitung 12.01.08 "Ich setze auf Sieg, nicht auf Platz" von Elmar Otto: "Ein Spitzenkandidat, der die Partei nicht zusammenhalten kann, der kämpfe auf verlorenem Posten. Richard Dewes sehe die SPD mit seiner Strategie schon auf dem dritten Platz. 'Ich setze auf Sieg, nicht auf Platz, Richard', ruft er (Matschie)."

Thüringer Allgemeine 12.01.08 "Der erste Schlagabtausch" von Falk Heunemann: "Er halte das, was Dewes da mache, für falsch, sagt der erste Zuhörer. Ein anderer: Deine Gebietsreform als Innenminister, Richard, war für Eisenach ein einziges Unglück. Die meisten hier stehen hinter Matschie."

Thüringer Allgemeine - Lokalausgabe Eisenach 12.01.08 Gentzel: "Ich wähle Christoph!", Richard Dewes: "Ich finde, wir haben eine gute Veranstaltung gehabt, auch eine faire."

Freies Wort 14.01.08 "Der Christoph und der Richard" von Matthias Thüsing: "Trotz der sachlichen Debatte können die Debatten um eine Kreisgebietsreform und kostenlose Schulspeisung nicht über den tiefen Riss hinwegtäuschen, der nach wie vor die SPD durchzieht. Dabei ist es weniger der Kampf des linken gegen den rechten Parteiflügel wie noch zu Zeiten einer Auseinandersetzung zwischen Gerd Schuchardt und Richard Dewes zur Mitte der 90er Jahre."

Südthüringer Zeitung 14.01.08 "Genauso machen wir das" von Georg Grünewald: "Was den Innenminister a. D. und früheren SPD-Landeschef Richard Dewes vom derzeitigen Partei- und Fraktionschef Christoph Matschie inhaltlich unterscheidet, hatte sich in der Diskussion auf wenige Punkte beschränkt. Einen strategischen und zwei von Dewes ausgegrabene inhaltliche."

Südthüringer Zeitung 14.01.08 "Seltsames Duell" von Georg Grünewald: "Offensichtlich hatte er (Dewes) nur darauf gewartet, dass irgendeine Entscheidung Matschies als Grund für sein Comeback herhalten kann. Aber ein immer größerer Teil der Partei scheint von den Störmanövern und Comeback-Versuchen des Ex-Innenministers die Nase voll zu haben."

2. Runde: SPD Ilm-Kreis in Stadtilm, Samstag, 12.01.2008 - 10:30 Uhr

Thüringer Allgemeine - Lokalausgabe Arnstadt 14.01.08 "Zweites Rededuell führte in den Ilmkreis": "Ob ihm bewusst sei, dass er ein Polarisierer und kein Zusammenführer ist, richtet der erste Zuhörer - unter Protestmurren aus den hinteren Reihen - seine Frage an Dewes. Und weiter: Wie sollen die kostenlosen Kindergärten finanziert werden, obendrein noch ohne Gebietsreform? Auch Matschie blieb von Vorwürfen nicht verschont: Ob er vergessen habe, was er Dewes verdanke."

Thüringer Allgemeine 14.01.08 "Dewes attackiert Matschie" von Falk Heunemann: "Matschie erhielt am Wochenende Unterstützung von Verdi-Landeschef Thomas Voss, SPD-Mitglied im Ilmkreis: Dewes beschädige die Partei, sagte er. Sie wirke wie eine, 'in der man sich aus Machtgelüsten zerfleischt.' Zudem vertrete Dewes in vielen Punkten alte CDU-Positionen."

3. Runde: SPD Altenburg in Altenburg, Donnerstag, 17.01.2008 - 19:00 Uhr

Ostthüringer Zeitung 18.01.08 "Heimspiel in Altenburg für Christoph Matschie" von Jana Borath: "Richard Dewes indes musste sich zum Teil harsche Kritik gefallen lassen ob seines Festhaltens an den jetzigen Kreis- und Gemeindestrukturen in Thüringen. Er sei der Einzige, so der Tenor, der darin die Meinung von Dieter Althaus vertrete."

Thüringer Allgemeine 18.01.08 "Siegen und siechen" von Martin Debes: "Was immer daran Pose sein mag, an einem Spitzenkandidaten Dewes jedenfalls kann die CDU wenig Interesse haben. Unter ihm würde die SPD, falls sie nicht gleich ganz zerfällt, nächstes Jahr in einen rein rot-roten Landtagwahlkampf ziehen. Falls es doch zu einer großen Koalition käme, müsste man den einstigen Innenminister wieder im Kabinett unterbringen, mit allen Folgen."


4. Runde: SPD Gera in Gera, Freitag, 18.01.2008 - 19:00 Uhr

Ostthüringer Zeitung - Lokalausgabe Gera 19.01.08 "Matschie punktet klar" von Sigrun Broschardt: "Die Partei ist kein Spielball für eigene Machtansprüche. SPD-Stadträtin Sigrid Müller, an Richard Dewes gerichtet"

5. Runde: SPD Saale-Holzland-Kreis in Eisenberg, Montag, 21.01.2008 - 18:00 Uhr

Ostthüringer Zeitung 22.01.08 "Duell Matschie vs. Dewes endet unentschieden": "Das Rededuell zwischen SPD-Landeschef Christoph Matschie und Herausforderer Richard Dewes gestern im nagelneuen Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek Eisenberg endete unentschieden: Beide heimsten etwa gleich viel Beifall ein, und auch den insgesamt elf Fragen war eher nicht zu entnehmen, wen die jeweiligen Fragesteller favorisieren."

6. Runde: SPD Saale-Orla-Kreis in Neustadt an der Orla, Dienstag, 22.01.2008 - 18:00 Uhr

Ostthüringer Zeitung - Lokalausgabe Pößneck 24.01.08 "Wenig Sympathie für Dewes" von Peter Cissek: "Die Genossen zeigten sich enttäuscht darüber, dass der vormalige Innenminister nach der verlorenen Wahl 1999 eine zerstrittene Landtagsfraktion hinterlassen und sich aus der Politik zurückgezogen habe. Jetzt, wo Christoph Matschie der schwierige Neuanfang gelungen und die 'SPD in Thüringen wieder auf Augenhöhe mit der CDU' sei, tauche Dewes plötzlich auf und mache dem Landesvorsitzenden die Position als Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2009 streitig, kritisierte die Neustädter SPD-Ortsvereinsvorsitzende Silke Kaschnik. Sie bemängelte, dass ihm Verwaltungsthemen offenbar wichtiger seien als die Sorgen der Bürger."

Ostthüringer Zeitung - Lokalausgabe Pößneck 24.01.08 "Mann ohne Ausknopf" von Peter Cissek: "Richard Dewes redete und redete. Er antwortete nicht nur auf die Fragen, die an ihn gingen, sondern auch auf die ausschließlich an Matschie gestellten. Dewes ist ein Mann ohne Ausknopf, er sprach selbst dann unbeirrt weiter, wenn der Gong seine Redezeit beendet hatte."

Thüringer Augenzeuge 24.01.08, Rededuell der SPD Kandidaten in Neustadt / Orla

7. Runde: SPD Schmalkalden-Meiningen in Schmalkalden, Samstag, 26.01.2008 - 10:30 Uhr

Freies Wort 29.01.08 "Gewitterstimmung im Januar" von Susann Schönewald: "Selbst Kreisverbandsvorsitzender Peter Heimrich, bekannt und geachtet für seine Sachlichkeit und Fairness, schoss scharf: Wo er denn die letzten Jahre gewesen sein, fragte der Breitunger in Richtung Dewes. Und woher er die Überzeugung nehme, besser als Matschie zu sein? Der Meininger Rolf Baumann warf dem ehemaligen Innenminister vor, den SPD-Landesvorsitzenden 'kaputt' zu machen und die Partei zu spalten."


8. Runde: SPD Jena in Jena, Montag, 28.01.2008 - 19:00 Uhr

Ostthüringer Zeitung 29.01.08 "Duellant Dewes sieht in Jena keinen Stich" von Lutz Prager: "Der Versuch von Dewes, wenigstens noch mit der Ablehung einer Gebietsreform ('Jena soll kreisfreie Stadt bleiben') einen Ehrenpunkt zu retten, war vergebliche Mühe. Der 'lang anhaltende' Abschlussbeifall für Matschie machte den längst eingefahrenen Duell-Sieg perfekt."

Ostthüringer Zeitung 29.01.08 "Politik transparent" von Lutz Prager: "Richard Dewes mag bei den SPD-Genossen in Jena nicht sehr beliebt sein, eines hat die von ihm provozierte Urwahl des künftigen Spitzenkandidaten aber schon bewirkt: Politik ist ein bisschen spannender und transparenter geworden. Nichts zu spüren war gestern Abend von der allenthalben beklagten Lustlosigkeit. So viele Mitglieder dürfte Kreisvorsitzende Sabine Hemberger schon lange nicht mehr begrüßt haben."


Thüringische Landeszeitung Jena 29.01.08 "Schuchardts wütender Beistand" von Thomas Stridde: "Vize-Ministerpräsident a.D. Gerd Schuchardt tritt ans Mikro: Dewes halte hier dieselben Reden wie bei dem unter seiner Spitzenkandidatur angerichteten SPD-Wahldesaster im Jahre ´99 - 'und wieder mit dieser verschrobenen Logik', sagt Schuchardt. 'Das Dilemma hast du verzapft; Christoph hat die Scherben anschließend mühsam zusammengefegt. Dass du wenig vertrauenswürdig und wenig verantwortungsbewusst bist, ist bekannt. Aber dass du durch den Zirkus Christoph in die Situation bringst, sich mit dir, statt mit den politischen Gegnern zu befassen! Drum frage ich dich: Schämst du dich nicht?'"

9. Runde: SPD Eichsfeld in Leinefelde, Mittwoch, 30.01.2008 - 19:00 Uhr

Thüringer Allgemeine - Lokalausgabe Eichsfeld 31.01.08 "Wir machen uns kaputt": "Neben der vorhandenen Wechselstimmung in Thüringen brauche man auch die richtige Wahlstrategie, sagte Matschie. Er führe eine "Siegerdebatte", während sein Gegenüber nur auf Platz 3 setze. Anders als zunächst befürchtet, lief das zweieinhalbstündige Rededuell ohne große Zwischenfälle. Matschie begrüßte zwar den demokratischen Schlagabtausch, befürchtet aber: 'Wir machen uns kaputt.'"

TLZ Eichsfelder Tageblatt 31.01.08 "Regierungswechsel herbeiführen": "Die Wechselwähler (CDU zu SPD) und jene, die zwischen der Linken und der SPD schwanken würden, 'können wir nur mit klaren Ansagen auf unsere Seite bekommen', so Matschie. Man könne vom Wähler nicht verlangen, das Kreuz bei der SPD zu setzen, wenn das Risiko besteht, dass sie am Ende nicht den Ministerpräsidenten stellt. Bei der Hessenwahl habe man mit dieser Strategie bereits Erfolg gehabt."

10. Runde: SPD Weimar und SPD Weimarer Land in Weimar, Donnerstag, 31.01.2008 - 18:00 Uhr

Thüringer Allgemeine - Lokalausgabe Weimar 01.02.08 "Weimarland in Matschie-Hand" von Michael Helbing: "Matschie punktete mit dem Lob für den Stadtratbeschluss zum gebührenfreien Kitajahr ('Kraftakt') und seiner Bildungspolitik: 'Weimar war einmal das geistig-kulturelle Zentrum Europas. Daran wollen wir anknüpfen.'"

11. SPD Saalfeld-Rudolstadt auf der Heidecksburg, Freitag, 01.02.2008 - 18:00 Uhr

OTZ 02.02.08 "Gestern Abend Duell auf der Heidecksburg" von Wolfgang Schombierski: "Wer einen Schlagabtausch mit Haken und Ösen erwartet hatte, kam aber vergeblich. Die elfte innerparteiliche Auseinandersetzung in kurzer Zeit, die diesmal gemessen am Applaus knapp Matschie vorn sah, war sachlich."

12. SPD Nordhausen in Ilfeld, Kreis Nordhausen, Freitag, 08.02.2008 - 19:00 Uhr

Thüringer Allgemeine - Lokalausgabe Nordhausen 09.02.08 "Streit um Strategie" von Jens Feuerriegel: "Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Sie wolle sich nicht zum Steigbügelhalter alter SED-Genossen machen, warf sie in die Debatte. Rinke sprach von ihren Erfahrungen im Stadtrat. Da gebe es keine verlässliche Arbeit mit der Linke-Fraktion. Und Dewes warf sie vor: Er habe die Partei nach der Landtagswahl 1999 im Stich gelassen."

Neue Nordhäuser Zeitung 09.02.08 "Keine gravierende Unterschiede" von Julius Seifert: "Den Statements schloss sich eine lebhafte Diskussion an, die erkennen ließ, dass der Verlauf in Ilfeld durchaus kein 'Heimspiel für Dewes' war, wie das Kreisvorsitzende Dagmar Becker zuvor in einem Pressegespräch erhofft hatte. Mitunter schrammten die Argumente und Fragen der Diskussionsteilnehmer hart an der Grenze der Sachlichkeit vorbei ('Wo warst Du, Richard, in den vergangenen Jahren?') oder dem Vorwurf mangelnden Vertrauens, den Dagmar Becker Christoph Matschie vorhielt."

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