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Hier geht es um Sozialdemokratie, das Leben im Allgemeinen und all die Dinge die sonst noch so passieren. Natürlich immer mit einem (kritischen) Blick nicht nur auf die SPD. Welche Themen mich am meisten interessieren könnt ihr ja beim Lesen herausfinden
Struck: Landesverbände sollen entscheiden!
In der Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei schlägt Peter Struck nun vor, was mir schon seit langem als sinnvollste Regelung dafür vorschwebt: Die Entscheidung dazu den jeweiligen Landesverbänden überlassen.
Insgesamt scheint die SPD nach der Hamburgwahl langsam aber sicher zu begreifen, dass eine einfache Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit der Partei mehr schadet als nutzt - und der Linkspartei sogar eher hilft.
Lösungen müssen gefunden werden für den Umgang mit einer Partei, die vor allem personell oft schwierig besetzt ist und welche inhaltlich neben vielen Anknüpfungspunken auch die eine oder andere krasse Gegenposition bietet.
Dies kann und muss jeweils im Einzelfall geprüft und diskutiert werden. Peter Struck bringt diese Vorgehensweise nun ins Gespräch - danke, Peter!
Mehr zum Thema: www.tagesschau.de/inland/spd144.html
Kommentare (7)
Solange eine Partei in der Opposition ist, kann sie - fast schadlos - die Regierung angreifen und mit populistischen Forderungen versuchen, Wählerstimmen zu gewinnen.
Wenn sie obendrein weiß, dass ihre Vorstellungen allesamt von den anderen Parteien in den Papierkorb wandern, ist es völlig egal wie real die Vorschläge sind.
Wer von den Wählern hat denn schon die Sachkenntnis, um erkennen zu können, wie seriös der einzelne Vorschlag ist.
Und sollte das Parlament in den Medien erwähnt werden, kommt alles nur im Telegrammstil und mit Action.
Hier liegt die große Arbeit der SPD. Jedem Mitglied und dem Bürger zu erklären, warum man den Vorschlägen nicht folgt.
Und wenn darüberhinaus die Linkspartei gezwungen, klar zu entscheiden, wird der Populismus schnell vergessen, denn die Realität hat die Utopisten, Populisten, Spinner, Ewiggestrige usw. eingeholt.
Dann kann der Wähler entscheiden, ob er dieser Partei wieder die Stimme gibt oder doch nicht besser dem Original
Nachtrag:
Eine Tolerierung ist problematisch. Denn hat kann man jederzeit zu bestimmten Themen nein sagen, auch auf die Gefahr hin, dass man später umfällt. Aber das kann man dann verbrämen.
Wie hatte Herr Pofalla doch so schön gesagt? In Hamburg hätten die Wähler "die einmalige Chance, über den Wortbruch von Herrn Beck und Frau Ypsilanti abzustimmen".
Nachdem sie das nun getan haben, kann die SPD das Problem vielleicht endlich offen diskutieren. Peinlich ist ja weniger Becks jetziger Kurs als seine bisherige Polemik gegen die Linkspartei.
Wahrscheinlich wird sich in den meisten Fällen zeigen, dass seriöse Politik mit der Linkspartei kaum möglich ist. Aber bitte tut nicht mehr so, als seien all diese Ex-Sozialdemokraten die Aussätzigen der deutschen Politik!
Manuel hat Recht mit seiner Aussage über die Aussätzigen in der Politik.
Stellt euch nur vor, Oskar Lafontaine muss seinen neuen Parteifreunden erklären, wie sie sich im Falle der Übernahme von Verantwortung verhalten sollen. Dies dürfte schwierig werden. Der wer einmal vor der Verantwortung davongelaufen ist,.....
In einigen Jahren mag die Linke ein möglicher Koalitionspartner sein. In den alten Bundesländern ist sie aber derzeit ein Sammelbecken meist schlecht informierter und enttäuschter Wähler, die einen ausgeprägten Wechselwillen haben.
Und solange bei den Linken noch ein Herr Lafontaine im Hintergrund noch die Fäden zieht, sollten wir weder eine Zusammenarbeit anstreben noch uns tolerieren lassen. Oder haben wir so schnell vergessen, welchen Schaden er uns zugefügt hat?
Und für welche Inhalte steht die Linke denn!
Für unsere Spitze muss gelten : wer "Wein" (Glaubwürdigkeit) predigt, sollte kein "Wasser" (Politik als reiner Machterhalt) verteilen.
Ich war von 1960 bis 2003 Mitglied der SPD; wie mein Vater und Großvater.
Ich bin ausgetreten, als ich sah, daß der parteiinterne Kampf gegen die Agenda 2010 und Hartz I bis IV aussichtslos war. das wollte und konnte ich nicht verantworten.
2004 gehörte ich zu den Mitgründern des ASG, später WASG in Bayern. Mit mir waren Sozialdemokraten und Gewerkschafter. wir wollten die Bürgerversicherung, die allgem. Krankenversicherung, daß alle in die Sozialkassen einzahlen etc. kurz: alles Ur-SPD Forderungen, die Gerhard Schröder gestrichen hat.Wir hatten guten Zulauf vor allem von unseren eigenen SPD-Genossen. Dann gab es in der Partei finanzielle Probleme und Probleme mit den Kommunisten, Trotzkisten, bolschewiken und wie sie alle hießen, die Morgensonne witterten und dabei sein.
Und da ist Klaus Ernst und Thomas Händel umgefallen und sind den Lockrufen der SED/PDS/Stasi Partei verfallen.(geld) Da ich meine hände nicht mit deren Blut beschmutzen wollten bin ich gleich wieder ausgetreten und habe mein Amt im Landesvorstand niedergelegt. Seit dem bin ich politisch wieder heimatlos, denn die ursprünglichen SPD-Forderungen gelten ja nach wie vor. Nur ist die SPD die Partei der Globalisierung geworden und hat die Arbeitnehmerinteressen verraten und dem Kapital eine Steilvorlage geliefert.
wenn die SPD jetzt auf ihre Urlinie zurückgeht, was Kurt Beck offensichtlich will, dann bin ich auch wieder dabei, denn es geht um die Sache. Und dann laufen sich die SEDler ohnehin tot.
Frank schrieb: "wenn die SPD jetzt auf ihre Urlinie zurückgeht, was Kurt Beck offensichtlich will, dann bin ich auch wieder dabei, denn es geht um die Sache."
Da nehme ich dich beim Wort! :-)


