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Über dieses Blog
Dieser Blog ist swagis Welt. Swagi ist eine Internetexistenz. Ihr werdet seinen Charakter im Verlauf der Einträge kennen lernen. Swagi sagt was swagi denkt, und das hat nur selten mit der SPD zu tun.
Zeit zu entspannen - oder warum unsere Partei gerade spinnt
Liebe Leser,gerade heute finde ich es absolut erstaunlich auf dieser Webpräsenz herumzusurfen. Es ist toll, hier so viele spannende Beiträge zu lesen, bei denen es um unseren derzeitigen Parteivorsitzenden und den Umgang mit der Partei DIE LINKE geht. Ich habe da so einiges gelesen und denke, für mich ist es an der Zeit, der Welt realistisch in's Auge zu blicken und zu entspannen.
Es mag für viele jetzt eine brutale Realität sein, aber: WIR WERDEN DIE NÄCHSTE BUNDESTAGSWAHL NICHT GEWINNEN! Kling komisch für einige, ist aber so.
Die derzeitige Strategie unserer Partei ist einfach nur verrückt. Wir laufen quasi unseren Mördern in's offene Messer. Das Verückte daran ist nur, viele in der SPD wünschen sich dies sogar. Vielleicht ist es gerade deswegen besser, wir gehen in die Opposition.
Wir haben zu Recht bisher immer einer Zusammenarbeit mit DIE LINKE abgeschworen. Für mich persönlich wäre es ein Schlag in's Gesicht, wenn sich unser Parteivorsitzender nächstes Jahr mit den Stimmen der beiden prominentesten deutschen Verräter, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, zum Bundeskanzler wählen liesse. Ist das etwa für Teile der SPD ein realistisches Szenario?
Ist es nicht sogar so, dass wir für jede Stimme, die wir DIE LINKE abjagen wollen und weiter nach links rudern, mindestens zwei, wenn nicht gar drei Stimmen in der Mitte verlieren?
Daher ist meine Quintessenz aus der derzeitigen Situation: Als sich selbst als pragmatischen Realpolitik bevorzugenden SPDler betrachtender Forumsteilnehmer sollte ich mich einfach zurücklehnen und entspannen. Viel Spass bei der Demontage der SPD. Viel Freude auf dem Weg unter die 20%-Marke. Wir sprechen uns 2009 in der Opposition wieder, ob das gegenseitige linke Überholen ohne jeglichen Bezug zur Realität der richtige Weg war. ;-)
In deisem Sinne,
der Swagi
Kommentare (3)
Also, ich denke doch, dass man zwischen Liebesheirat und Vernunftehe unterscheiden muss.
Eine Koalitionsaussage vor der Wahl ist eine klare Aussage darüber, dass eine Reihe von Gemeinsamkeiten in der politischen Zielstellung vorhanden sind und man deswegen sich eine gute Zusammenarbeit versprechen kann. So war es bei der sozialliberalen Koaltion (lang ists her) und so ist es bei schwarz-gelb.
Wenn man nach einer Wahl Mehrheiten sucht, um ein festes Ziel zu erreichen (z.B. Koch als Ministerpräsidenten loswerden), so muss man sich die diese Mehrheiten suchen, und zwar unter den Parteien, die der Wähler ins Parlament gewählt hat.
In Hessen hätte die Wahlaussage sein müssen, dass wir alles tun, damit wir nicht genötigt werden, Bündnisse mit der Linkspartei eingehen zu müssen. (Das hat ja leider nicht geklappt.)
Nur dumm ist, dass Andrea Ypsilanti mit der Aussage zitiert wird "Mit der Linken in Hessen wird es keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit geben." Das war meiner Meinung nach eigentlich nur dumm und Dummheit wird bestraft. D.h. entweder die SPD macht sich eines Wählerbetrugs schuldig oder Koch bleibt Ministerpräsident.
Das höchste politische Organ in Deutschland ist der Wähler bzw. das Volk. Und wenn per Stimmzettel entschieden wird, dass in unseren Parlamenten 5 Parteien (bzw. Fraktionen) sind, dann müssen wir damit umgehen und geeignete Mehrheiten bilden. So einfach ist es eigentlich.
@ Stefan:
Deine Beiträge gefallen mir immer sehr. Sehr pragmatisch und freidenklerisch, das mag ich.
Zitiert aus SPIEGEL Online:
Kurt Beck kostet sein Linksschwenk immer mehr Ansehen in der SPD und bei den Wählern. Der hessische SPD-Vize Jürgen Walter sieht die Glaubwürdigkeit des zurzeit erkrankten Bundesvorsitzenden der Sozialdemokraten in der Frage der Kooperation mit der Linken zerstört. "Sollte Herr Beck vor der Bundestagswahl behaupten, er würde sich auf keinen Fall mit den Stimmen der Linken zum Bundeskanzler wählen lassen, dann wäre das nur noch politisches Kabarett", sagte Walter der "Frankfurter Rundschau". "Ich befürchte, dass die Glaubwürdigkeit von Kurt Beck in dieser Frage nicht mehr vorhanden ist", wird Walter zitiert.
Na dann Prost!




