meineSPD.net - Vernetz Dich in der SPD Community: Modulbezeichnung

zur SPD-Community
 

Kinderrechte ins GG

Foto: Wendula Strube
 
von Wendula Strube

Über dieses Blog

Hier soll diskutiert werden, wie man die Rechte von Kindern stärken und sie ins GG bringen kann. Das haben Politiker/-innen zwar immerhin auch schon als Ziel, aber an der Umsetzung hapert es. Ich halte Kinder für das größte Gut des Menschen, die es zu schützen und zu stärken gilt. Darum möchte ich mit Euch darüber diskutieren, wie Kinder besser zu schützen und zu unterstützen sind.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 06.12.2007 | 23:30 Uhr

Kinderrechte ins GG

Hier soll diskutiert werden, wie man die Rechte von Kindern stärken und sie ins GG bringen kann. Das haben Politiker/-innen zwar immerhin auch schon als Ziel, aber an der Umsetzung hapert es. Ich halte Kinder für das größte Gut des Menschen, die es zu schützen und zu stärken gilt. Darum möchte ich mit Euch darüber diskutieren, wie Kinder besser zu schützen und zu unterstützen sind.

Mehr zum Thema: www.meinespd.net/gruppen/gruppe/975

Kommentare (16)

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 06.12.2007 | 23:32 Uhr

Kinderrechte ins GG

Hier soll diskutiert werden, wie man die Rechte von Kindern stärken und sie ins GG bringen kann. Das haben Politiker/-innen zwar immerhin auch schon als Ziel, aber an der Umsetzung hapert es. Ich halte Kinder für das größte Gut des Menschen, die es zu schützen und zu stärken gilt. Darum möchte ich mit Euch darüber diskutieren, wie Kinder besser zu schützen und zu unterstützen sind.


Mehr zum Thema: www.meinespd.net/gruppen/gruppe/975

Foto: Albert H. Keil
von Albert H. Keil | 07.12.2007 | 09:35 Uhr

Jede/r kann was tun, keine/r muss auf den Staat verweisen:

# Bei der Betreuung jüngerer Geschwister helfen
Ich habe fünf (* 1948 bis 1958), und wir halten noch heute, obwohl über die ganze Welt verstreut, zusammen "wie Pech und Schwefel".

# Bei der Betreuung behinderter Kinder oder sozial gefährdeter Jugendlicher helfen
Als Twen habe ich Klein-Lkw bei Kleidersammlungen zugunsten der damaligen "Lebenshilfe für das behinderte Kind" gefahren und dabei Jugendliche beaufsichtigt, die soziale Bewährungsauflagen zu erfüllen hatten. Zu Weihnachten habe ich im Supermarkt den Nikolaus gespielt und mir als "Gage" ausbedungen, dass ich mit einem prallen Gabensack eine kinderreiche türkische Gastarbeiterfamilie besuchen konnte.

# Weltweit Kindern in Not helfen
1991 begann ich mit meinen Auftritten als Mundartdichter gegen eine Spende für die Aktionsgruppe "Kinder in Not" (http://home.arcor.de/verlag.pf … kinder.htm). 2007 habe ich die Marke von 20.000 DM bzw. 10.000 Euro überschritten. Ein Tropfen auf den heißen Stein? Ich meine, viele Tropfen bringen den Stein zum Erkalten, und irgendwann bekommt er Löcher und bröselt...

# Hinsehen/hinhören und eingreifen
Wer Zeuge von Mobbing oder Happy slapping vor allem unter Jugendlichen wird, muss etwas TUN. Meist genügt ein Schritt (neben das Opfer) und ein Wort (an den/die Täter), um zu zeigen: Da ist jemand nicht mehr allein. Gleiches gilt, wenn man, oft nur akustisch, häusliche Gewalt gegen Kinder mitbekommt. Ich habe nie gekniffen, wenn ich gebraucht wurde, und mir ist NOCH NIE etwas passiert.

Foto: Daniel Kolle
von Daniel Kolle | 07.12.2007 | 14:20 Uhr

Die Aufnahme von Kinderrechten ins GG halte ich für pure Aktionismuspolitik. Zum einen steht die Menschenwürde, der Schutz des Körpers und des Lebens, die Meinungsfreiheit und alle sonstigen Grundrechte natürlich auch Kindern in Deutschland zu. Welche Aussage soll also eine nochmalige Betonung unveräußerlicher Rechte haben?

Was wir nunmehr in der Gesellschaft beobachten können sind die folgen der antiautoritären 68'er Kultur. Weder die nachfolgende Generation in Gestalt (heute) junger Eltern, noch die Jugendlichen und Kinder von heute, haben ausreichend Verständnis und Wissen über Kindererziehung.

Asozialität, grenzenlose Dumpfsinnigkeit, Brutalität, Agressivität, Interessenlosigkeit, Dummheit und Perspektivlosigkeit sind Zeichen dafür, dass die Vermittlung von Werten, Moral und Anstand von Generation zu Generation nicht mehr funktioniert.

Betreuung, Hilfe und Beratung für junge Eltern sind die eine Seite der notwendigen Maßnahmen. Die Erziehung Jugendlicher, kann der Staat aber nur im Rahmen der Schule erreichen. Ausreichende Schulbildung ist der wichtigste Schritt der Befreiung aus der unsozialen Surealität unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft. Schafft den Wehrdienst ab und führt für alle Jugendlichen ein soziales Jahr ein, damit diese wieder lernen, was arbeiten für die Gesellschaft bedeutet und so lernen Verantwortung und Werte zu übernehmen.

Foto: Simone Fichtmueller
von Simone Fichtmueller | 09.12.2007 | 18:44 Uhr

Hallo,

danke für die Einladung zum Blog. Grundsätzlich steht im GG Artikel 1 "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Soweit ich mich erinnere sind Kinder auch Menschen und deshálb finde ich, dies müssen wir nicht expl. neu beantragen, fordern etc.pp.

Wichtig wäre aber darauf zu verweisen. Jede Mutter und jeder Vater kennt die Höhen und Tiefen einer Erziehung, kennt das "Ausbrechen", Abnabeln und die Erdeckung des (kleinen) "Ichs" seiner Schützlinge.

Deshalb denke ich, wir  müssen Eltern (egal welchen Alters- befähigen, in akuten Krisensituationen richtig zu Handeln.  Jedoch sollte oder muss hier auch die Situation in der kleinsten Zelle der Gesellschaft - der Familie- so sein, dass diese vorhandene Hilfsangebote annimmt bzw. in Konflikten jemand  zu gegen ist, der weiß wie zu Handeln ist.

Kurzum, das gesellschaftliche Umfeld muss funktionieren.

Gruß
Simone

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 09.12.2007 | 23:45 Uhr

Danke für Eure Äußerungen zu der Forderung Kinderrechte müssen ins GG. Eure Meinung kann ich so nicht ganz teilen, weil mir mein Bauchgefühl anderes aufzeigt, als dass was zurzeit tatsächlich durch das GG gegeben ist. Ich kann mich da sehr gut auf mein Gefühl verlassen, weil ich weis, dass Gefühle immer ernst zu nehmen sind.

Ich denke, dass in unserem Land Kinder weniger beachtet werden, als Hunde und Katzen. Sind Kinder bspw. "laut",  weil sie leben, soll das sanktioniert werden. Dagegen werden Erwachsene nicht sanktioniert, wenn sie Lärm machen und der entsteht immer nur durch sie, den Erwachsenen, niemals durch Kinder. Wenn Sirenen heulen, die LKWs dröhnen, Motorräder fahren und Flugzeuge düsen, Schwerlasttransporter scheppern oder irgendwelche Düsen, die gerade das Laub wegfegen, brummen, all das macht Lärm. Dass ist o. k, aber wehe ein Kind will leben in Deutschland. Ein Kinderkreischen vor Aufregung und Freude oder ein Kinderlachen hingegen, ist immer etwas Wunderbares, dann ist aber der Spießer gleich da. Und ich finde es so traurig, was durch diese Haltung der Deutschen inzwischen alles passiert ist. Bisher meistens durch eben diese selbst, durch unsere Deutschen Landsleute. Ich habe bisher noch keinen Fall von Kindstötung gehört, deren Eltern anderer Herkunft als Deutsche waren. Mal abgesehen von Ehrenmorden, die auch an Kindern und Jugendlichen Mädchen vollzogen werden.

Der Hass und die Verarmung an Gefühlen kam ganz schleichend, so wie eine Krankheit. Die Anzeichen dafür waren lange schon da. Die Gelder für Projekte werden jedes Jahr weniger, die Kinder immer mehr vernachlässigt, Schulen geschlossen, Kindergärten weniger finanziert, Stellen gestrichen, Jugendämter sind stets überfordert. Und plötzlich entsteht eine regelrechte Epidemie des Grauens.

Dadurch müssen Kinderrechte im GG besser verankert werden und ich weis, jede/-r kann was dafür tun. Wenn etwas dringlich ist und das ist es, dann ist es immer eine Sache des Wollens, denn wo ein Wille ist, ist immer ein Weg.

Kinder müssen als Subjekte im GG benannt und unabhängig von ihren Eltern erwähnt werden. Sie sind derzeit nicht als Subjekte im GG definiert, sondern nur im Zusammenhang mit ihren Eltern, das scheint zurzeit für Kinder tödlich zu sein. Ich habe Übrigens drei eigene Kinder. Der Kampf für Kinderrechte ist das einzig sinnvolle und natürlichste auf der Welt. Durch die demographische Verarmung an Kindern, ist der Schutz vor den Erwachsenen nicht mehr gegeben. Sie sind eher Beiwerk und störend, bei der Arbeitsaufnahme hemmend und für allein erziehende Mütter, die keinen familiären Background haben, Karriere hindernd, Hartz-IV fördernd und Vereinsamung pur.

Leider!!!

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 10.12.2007 | 22:54 Uhr

Allen Diskutant/-innen möchte ich erst einmal mein herzliches Dankeschön aussprechen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Thema doch vielen den Anlass dazu gibt, sich zum Thema zu äußern. Denn Kinder sind m. M. nach in unserer Gesellschaft, wie ich schon anmerkte eher ein Störfaktor und demographisch inzwischen nahezu marginal. Meine Art zu diskutieren, die fällt manchmal aus dem Rahmen, das gebe ich gerne zu. Aber drastische Worte in drastischen Zeiten sind manchmal wichtig, um einen Antrieb zu geben.

Die ersten Ergebnisse aus der Gruppe: "Kinderrechte ins GG", die hier zu finden ist: http://www.meinespd.net/gruppe … gruppe/975,  stelle ich jetzt noch vor, dann gehe ich zu Bett. Ich hoffe, wir werden weiter machen.

•Texte formulieren und via Internet diskutieren
•Eingabe an Petitionsausschuss und Bundestagsfraktion
•Gruppe gründen, wie die der AsF (Name, Kürzel)


Kinder werden siegen!

Foto: Sebastian Finsel
von Sebastian Finsel | 12.12.2007 | 14:08 Uhr

Kurt Beck spricht sich heute klar für eine Änderung des GG zugunsten von Kinderrechten aus. In dem Vorschlag für eine Ergänzung des Grundgesetzes heißt es: "Jedes Kind hat das Recht auf eine positive Entwicklung und Entfaltung sowie auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit."

http://www.spd.de/menu/1735236/

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 19.12.2007 | 15:11 Uhr

Hallo,

ich habe folgenden Text an Kurt Beck gesendet:

Lieber Genosse Beck,

mit Freude haben wir wahrgenommen, dass Du Dich, ebenso wie wir, seit Kurzem im Bereich der Kinderrechte engagierst. Wir haben in der Community meineSPD.net eine Gruppe (http://www.meinespd.net/gruppe … gruppe/975) gegründet, die für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz eintritt. Wir sind der Meinung, dass Kinder unsere Zukunft verkörpern und unbedingt starke gesetzliche Rückendeckung erhalten müssen; denn sie sind das schwächste Glied in unserer Gesellschaft.

Die stärkste Unterstützung ist das von unserer Großelterngeneration geborene Grundgesetz. An dieser Stelle möchten wir Dich ermutigen, den Prozess voranzutreiben und keine Kompromisse einzugehen, wenn es darum geht, die Rechte der Kinder explizit in das Grundgesetz aufzunehmen.

Uns liegen folgende Punkte besonders am Herzen:

1. Dass die Ergänzung des Grundgesetzes nicht als Aktionismuspolitik betrieben wird.

Die Kinder sind, gerade in Zeiten des demographischen Wandels, Deutschlands wichtigstes Zukunftsgut. Wir möchten anraten, das Grundgesetz nicht um mehrere komplizierte Paragraphen zu erweitern, sondern die Kinder an passenden Stellen wörtlich zu erwähnen.

2. Den Worten müssen Taten folgen.

Sicher ist die Änderung im Grundgesetz ein wichtiger Schritt, doch sind wir der Meinung, dass man auch Jugendämter gezielt finanziell und rechtlich stärken muss. Wir sind der Ansicht, dass in Teilen das Recht der Eltern hinter das Wohlergehen der Kinder zurücktreten muss.

3. Kinderrechte von der UNO gefordert

Wichtig bei diesem Thema ist, dass es bereits solche Rechte gibt bzw. dass sie in Statuten von UNICEF und weiteren Organisationen enthalten sind. Doch obwohl unzählige Menschen seit vielen Jahren dafür kämpfen, halten die meisten Staaten es nicht für nötig, die Regeln der Vereinten Nationen (UNO) durchzusetzen. Darum sollten im Grundgesetz die die Kinder betreffenden Forderungen der UNO zum Ausdruck gebracht werden. Damit kann Deutschland im Zeitalter der Globalisierung zum Vorreiter für Vernunft und Menschlichkeit werden.

Im Einzelnen ist für Kinder notwendig:

• Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
• Schutz vor Ausbeutung
• Recht auf Bildung
• Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit
• Schutz der Familie
• Recht auf staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
• Recht auf Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
• Recht auf Fürsorge
• Recht auf Ernährung
• Recht auf freie Meinungsäußerung
• Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt
• Recht auf Gesellschaft und Freunde jeglicher Art
• Recht auf Schule, Ausbildung und Selbstständigkeit
• Recht auf Eigentum
• Recht auf Freiheit

Wir danken Dir für Dein Engagement und hoffen auf baldige Rückmeldung.

Mit sehr freundlichen Grüßen

Die Mitglieder der Gruppe „Kinderrechte ins Grundgesetz“

Foto: Christian Scholz
von Christian Scholz | 20.12.2007 | 15:28 Uhr

Ich stimme dir da in weiten Teilen völlig zu, nur in einem bin ich äußerst skeptisch.

Das Recht von Ämtern gegenüber dem Recht von Eltern zu stärken halte ich unter umständen für äußerst problematisch. Es gibt Leute, die sagen Kinder gehören nicht in die Hände von Drogensüchtigen.
Ich behaupte jetzt mal, wenn es dazu kommt, dann ist es schon zu spät. Kinder lieben ihre Eltern, manchmal auch wenn diese drogenabhängig in gewalttätig sind. Und Eltern lieben ihre Kinder, auch wenn sie drogenabhängig sind.

Diesen Punkt vermisse ich in der sonst recht ausführlichen und guten Darstellung. Ämter müssen mit den Rechten die sie bekommen auch behutsam umgehen können. Ich kann einem Arzt/Amt etc. nicht kompetenzen geben und dann davon ausgehen, dass diese auch immer nach meinem Wunsch verwendet werden. Bei allem was man macht muss man nunmal Vorsicht walten lassen und notwendigerweise auch die Ämter kontrollieren, die die Bürger kontrollieren.

Ansonsten freue ich mich natürlich dass du dich so mit Herz und Seele für das Thema einsetzt. Du solltest jedoch aufpassen nicht jeden, der möglicherweise nicht deiner Meinung ist als gefühlslos und verroht abzustempeln.

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 27.12.2007 | 12:12 Uhr

Drei Kinder sind über Weihnachten von ihren Eltern getötet worden. Wieder war eine Frau völlig überfordert und ein Mann von seinen Gefühlen wahrscheinlich überwältigt worden. Das ist mehr als sehr bedauerlich und keine Worte können die Gefühle ausdrücken, die jede/-r für die Tat empfindet. Auch für die Täter/-in, denn sie müssen ihr ganzes Leben damit klar kommen, dass sie ihr eigen Fleisch und Blut ermordet haben. Dieses Los möchte ich nicht mit ihnen teilen müssen.

Als das neue Grundsatzprogramm unserer SPD geschaffen wurde, habe ich dafür gestritten, dass das Thema Familie und Bildung als erster Punkt in das Parteiprogramm aufgestellt werden müsse. Es gab bestimmt viele Widerstände und Menschen, die darüber lächelten und sich ob ihrer Kinderlosigkeit bedroht fühlten. Aber ich kenne kein Volk auf der Erde, welches ihre Kinder, so wie es auch in unserem Programm widergespiegelt wird, hinten anstellt.

Aus unserem Parteiprogramm:

„3.8 Bessere Bildung, kinderfreundliche Gesellschaft, starke Familien

Kinder und Familien stärken
Kinder verkörpern Freude auf die Zukunft. Sie sind das Fundament jeder Gesellschaft. Wir wollen eine Gesellschaft, die Familien mit Kindern beste Bedingungen bietet, und ein Klima der
Aufgeschlossenheit gegenüber den Bedürfnissen von Kindern. Eine erfolgreiche Kinder- und
Familienpolitik gehört zu den Schlüsselfragen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Unser Leitbild ist die Familie, in der Mutter und Vater gleichermaßen für Unterhalt und Fürsorge
verantwortlich sind. Dies will die große Mehrheit der jungen Menschen. Es entspricht dem Bedürfnis der Kinder nach Mutter und Vater und es sichert die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Familie.

In der Familie können Menschen Liebe, Geborgenheit und Halt, Orientierung und gegenseitige
Unterstützung erfahren, Sicherheit verspüren und Verantwortung füreinander lernen. Wir orientieren unser Familienbild an der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wir wollen den Menschen kein Lebensmodell vorschreiben. Die meisten Menschen wünschen sich die Ehe, wir schützen sie.
Gleichzeitig unterstützen wir andere gemeinsame Lebenswege, nichteheliche Lebensgemeinschaften, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, alleinerziehende Eltern. Alleinerziehende Mütter und Väter bedürfen unserer besonderen Unterstützung. Familie ist dort, wo Kinder sind und wo Lebenspartner oder Generationen füreinander einstehen. Wir wollen die Bedingungen für Familien mit Kindern verbessern, Offenheit und Verständnis für Kinder wecken und ein Klima schaffen, in dem Kinder, auch wenn es nicht die eigenen sind, nicht als Last, sondern als Freude und Ermutigung wahrgenommen werden.

Wir müssen es jungen Paaren leichter machen, sich ihre Kinderwünsche zu erfüllen, ohne beruflich ins Hintertreffen zu geraten. Dies gilt besonders für Eltern, die sich für mehrere Kinder entscheiden. Paare, die sich drei oder mehr Kinder wünschen, sollen nicht aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen. Junge Familien brauchen schon bei der Familiengründung und in jeder Lebensphase gezielte Unterstützung. Dies wollen wir gewährleisten durch gute und verlässliche Betreuungsangebote, familiengerechte Arbeitszeiten und finanzielle Hilfen.

Auch die Wirtschaft trägt Verantwortung für die Familie. Prekäre Erwerbsverhältnisse erschweren die Entscheidung für Kinder. Wo der allzeit verfügbare Arbeitnehmer zum Ideal wird, leiden die Familien. Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen von Eltern orientieren, nutzen schließlich auch den Unternehmen. Wir wollen eine familienfreundliche Arbeitswelt, damit Eltern Beruf und Familie vereinbaren und mehr Zeit für Kinder haben können. Dies liegt auch im Interesse der Unternehmen.

Wenn Eltern sich trennen, darf dies nicht zum Armutsrisiko für Kinder werden. Alleinerziehende, in der Regel die Mütter, sind ohne Betreuungsangebote nicht in der Lage, einen Beruf auszuüben. Dies macht Betreuungsmöglichkeiten dringlich.

Elternrecht findet seine Grenzen, wo Kindesrecht verletzt wird. Kinder haben eigene Rechte, nicht
zuletzt das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Wir wollen diese Rechte in der Verfassung verankern. Wo sie verletzt werden, müssen Staat und Gesellschaft eingreifen.“

Das ist der letzte Absatz von  Punkt 3.8. Der nächste Punkt, es ist der Punkt 4, läutet den Schluss ein.

„Freudsche Fehlleistung“? Ich meine ja. Da wird hinten angestellt, was die Gesellschaft ausmacht, nämlich die Menschen in ihnen. Sicherlich ist die „traditionelle“ Familie nicht mehr die einzige Lebensphilosophie, aber sie als letzten Punkt zu betrachten, dass sagt einiges aus, wenn man es psychologisch betrachtet.

Das ist peinlich!

Da mögen sich einige kluge Köpfe gedacht haben, „die Ersten werden die Letzten sein“ oder was? Und noch eines zu diesem Thema im SPD-Programm fällt mir persönlich sehr auf, das passende Sprichwort dazu lautet: "In der Kürze liegt die Würze." Der wichtigste Punkt, unsere Zukunft, die in der Familie und in unseren Kindern liegt, ist hier auch der kürzeste. Schade dass unserer Partei anscheinend die Bedeutung von Kindern und Familie völlig abhanden gekommen ist und „Geiz g… macht“.

Erst nachdem aufgezeigt wurde, dass so viele Kinder in Armut und Elend leben, obendrein leider auch zu Tode kamen, wurde unsere alte Mutter SPD, Göttin sei dank, wieder wach. Besser spät, als gar nicht.

Danke Kurt, dass Du Dich dafür einsetzt, dass die Kinderrechte in unsere Verfassung aufgenommen werden sollen. Immerhin stehen die Rechte für Tiere (die bekanntlich eine große Tierschutzlobby haben) schon drin. Wer ist die Lobby für unsere Kinder? Wo sind die Kinderrechtler? Wer würde sich abends heimlich bei ihnen, schwarz vermummt in ihre Häuser wagen und ihre Gefängnisse öffnen? Keiner. Jeder Streit für unsere Kinder ist ein positiver und nicht zuletzt ein Streit für unsere Zukunft. Daher lieber Kurt, probiere ein positives Ergebnis zu erzielen. Bleibe dran am Thema, auch wenn Frau Merkel Dich davon abbringen will. Du bist ein Stück Hoffnung für unsere Kinder, die bestimmt mehr von den Taten und vom Elend mitkriegen, als uns lieb sein dürfte. Medial sind die meisten Kinder gut versorgt und informiert.

Kinder sind das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Kinder sind empathisch und uns weit überlegen.
Kinder sind unsere Zukunft.  
Kinder haben keine Lobby.

Kinder werden siegen!

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 09.01.2008 | 17:08 Uhr

Heute kam Post vom Deutschen Bundestag Abt. Petitionsausschuss. Ich hatte ja eine Petition gestellt, die jetzt unter der Nr. Pet 1-16-06-10000-032514 geführt wird. Im Schreiben wird gesagt, dass andere diese Eingabe ebenfalls gestellt haben und dass das Verfahren, die Eingabe zu prüfen, sehr lange dauern würde.

Wie gesagt, es sind nur ein paar Klicke per Maus nötig, weil man die Petition im Internet vornehmen kann.  

Das geht ganz einfach unter folgendem Link:
http://www.bundestag.de/aussch … weise.html

http://www.bundestag.de/aussch … /index.asp

Foto: MATTHIAS DRAGAN PIROT
von MATTHIAS DRAGAN PIROT | 10.01.2008 | 19:06 Uhr

Kinderrechte ins Grundgesetz, was soll dadrin stehen? Kinder haben das Recht ein Handy zubesitzen, und Pizza zuessen. Eine Blödere Forderung hab ich noch nie gehört. Ich hätte da noch eine Frage, sind Kinder Menschen? Wenn ja!
Artikel 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Das ist reine Symbolpolitik!!

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 11.01.2008 | 10:11 Uhr

@M. Pirot wenn das so „eine Blödere Forderung“ ist, dann frage ich mich, warum Kurt Beck und viele andere diese Forderung als wichtig und richtig erachten.  Vielleicht hast Du persönlich damit ein Problem, wenn Kinder endlich in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken, denn da gehören sie hin. Dir Aufmerksamkeit zu geben, obwohl Du so unflätig kommentierst, braucht schon etwas Überwindung. Aber ich habe auch Dich lieb, gerne schenke ich Dir Gehör, damit Du auch zu Wort kommst. Also, wo liegt Dein eigentliches Problem?

Kinder sind das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Kinder sind empathisch und uns weit überlegen.
Kinder sind unsere Zukunft.  
Kinder haben keine Lobby.

Kinder werden siegen!

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 12.01.2008 | 13:39 Uhr

Hallo Wendula und alle,
nur mal so zur Information.
Kinderrechte in das Grundgesetz, so lautet der Titel eines SPD Flyers.
Die SPD Bundestagsfraktion hat den ersten Schritt gemacht und den Beschluß zu einer entsprechenden Grundgesetzänderung noch in dieser Legislaturperiode gefaßt.

Gruß Johannes

Foto: johannes israel
von johannes israel | 16.01.2008 | 09:39 Uhr

Hallo Wendula,
obwohl ich weiß, dass mein Kommentar nicht direkt mit der Forderung Kinderrechte in das GG zu tun hat, hier etwas was mich schon lange bewegt.
Auch aus eigener Erfahrung.
Warum haben Kinder Angst vor dem zur Schule gehen?
Bei mit war es so, Angst vor manchen Lehrern, Angst vor Pausen oder Stundenausfall ohne Aufsicht. Angst vor Schlägereien, Angst vor Versagen und und.....
Die  Angst vor Versagen prägt den Menschen bis in hohe Alter.
Allerdings erkannte ich ab Oberschule ich muß für mich lernen, aber da war immer die Angst vor.......
Wie seht Ihr das?
Gruß Johannes

Foto: Wendula Strube
von Wendula Strube | 22.01.2008 | 22:15 Uhr

Heute habe ich einen neuen Spot der BVG in der U-Bahn in Berlin gesehen. Dort wird darum geworben, dass jede/-r für den/die andere/-n aufsteht und seinen Platz anbietet. Als letztes wird ein kleiner weißer evtl. deutscher Junge von ca. acht oder neuen Jahren angehalten, seinen Platz freizumachen, so dass sich ein mittzwanziger Mann hinsetzen könne. Der kleine Junge, der nicht gerade aussieht, als hätten die Eltern viel Geld, steht auf und kann ob der Tatsache, dass es nun keinen freien Platz mehr gibt, sich nicht mehr hinsetzen. Er war ein wenig traurig, bekommt dann aber zur Belohnung einen riesigen Lutscher („Karies am Stiel“ von uns familiär genannt) der BVG. Ich dachte mein Schwein pfeift. Erst wird das Kind zur Seite geschubst, dann bekommt es auch noch etwas Ungesundes zu essen.

Die Tatsache, dass Kinder in anderen Ländern einen Platz von Erwachsenen ganz selbstverständlich angeboten bekommen, steht hier gar nicht zur Debatte. Kinder werden in diesem Spot offensichtlich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Für mich ist dieses Verhalten typisch altbacken deutsch. Dieser Spot gehört verboten und ich schäme mich dafür. Deutschland ist kinderfeindlich und wird sich wohl auch wegen des demographischen Wandels in Zukunft nicht ändern.