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Der Name ist Programm

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von Hagen Frey | 14.03.2008 | 07:34 Uhr

Kurt Beck: "Ich sehe keinen Anlass, im Büßergewand zu gehen"

Interview mit Kurt Beck in der heutigen Süddeutschen Zeitung auf Seite 5. Das Interview ist auch im Internetangebot der SZ zu finden: Kurt Beck im SZ-Interview.

Kurt Beck nimmt darin Stellung zum Umgang und zur Auseinandersetzung mit der Linkspartei, zu eigenen Fehlern und zur aktuellen Situation. Als zentrale Aufgaben hebt er hervor:
Drei zentrale Themen stehen im Vordergrund: Gute Arbeit, Bildung und Wachstumspolitik. Wir müssen den Lohndruck nach unten stoppen. Dazu gehört natürlich der Mindestlohn, um eine Absicherung einzuziehen. Die Lohnnebenkosten wollten wir unter der 40-Prozent-Marke halten. Das hat die SPD erreicht. Beschäftigte sollen Anteile an ihren Unternehmen erwerben können, auf freiwilliger Basis. Und die Krankenschwester soll für ihr Kind einen gebührenfreien Kindergartenplatz bekommen und später keine Studiengebühren für sie zahlen. Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen brauchen gesicherte Finanzierungsgrundlagen. Den Industriestandort Deutschland müssen wir auch sozial und ökologisch sichern, die Infrastruktur ausbauen, das Straßen-, Flug-und Schienennetz. Wir werden uns nicht nur um Verteilung kümmern, sondern auch um die Erwirtschaftung von Wohlstand.

Lesenswert in der gleichen Zeitung ist die Würdigung "Schröder hatte recht" von Marc Beise zum fünften Jahrestag der Agenda 2010 auf der Meinungsseite.

Kommentare (1)

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von Hagen Frey | 16.03.2008 | 18:57 Uhr

Eine brillante Analyse der Situation der Bundes-SPD war unter dem Titel "Come Beck" in Heribert Prantls Leitartikel in der Süddeutschen Zeitung vom Samstag zu lesen.

Prantl teilt die SPD in drei Teile: die Agenda-SPD, die Links-SPD und dazwischen die Beck-SPD. Beck als "Schäfer der Sozialdemokratie" ist der einzige, der die zwei Parteien in der SPD zusammenhalten kann. Prantl belegt anschaulich, dass die beiden Flügelparteien nicht groß werden können, ohne die SPD von ihrem Status einer Volkspartei zu befreien. Er würdigt angemessen die Verdienste Becks um die Volkspartei in den letzten zwei Jahren und kritisiert nebenbei auch überhebliche Hauptstadt-Vordenker.

Er endet mit dem Ratschlag an Beck: "Er muss weitermachen, was er angefangen hat - klüger, besser, intensiver, offensiver."

Come Beck!

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