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mitten aus dem leben

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was mir so auffällt

Foto: Thomas Nagel
von Thomas Nagel | 14.03.2008 | 21:18 Uhr

Als Nicht-Beamter ist man in der Minderheit...

Jedes Mal wenn ich meine Termine durchsehe ärgere ich mich über die Termingestaltung der Ratsfraktion: alle Sitzungen beginnen am mittleren Nachmittag. Kein einziger Abendtermin. Super für alle diejenigen, die für die Teilnahme von ihrem Arbeitgeber freigestellt werden. Mist zum Beispiel für alle nicht beamteten Kolleg/inn/en. Super wenn das ganze als Arbeitszeit anerkannt wird. Mist wenn man die Arbeit dann später nachholen muss. Super-Mist wenn man aufgrund einer Gleitzeitregelung zwar theoretisch abkömmlich ist, aber die Wochenstunden natürlich irgendwann nachholen muss. Super-Super-Mist wenn man wegen der aktuellen Familienphase (Grundschulkinder oder Kindergartenkinder) gar als Doppelverdiener ohne nahe Verwandte zeitlich sowieso permanent am Rande der Kraft lebt. Dazu dann noch nur als "sachkundiger Bürger" den größeren Teil der Sitzungsgelder als Tantiemen abgeben muss. Alltag der Kommunalpolitik. Wenn aber dann in der Tagesordnung nur Geschwafel zuerst steht, und die wirklich wichtigen Dinge wieder erst dann aufs Tapet kommen, wenn man seine Partnerin zuhause ablösen muss, weil die abends arbeiten muss, ja dann - dann schiebt man manchmal reichlich Frust über so manche selbstzufriedene Schnarchzapfen, die es eben auch in unseren Fraktionen gibt.

Kommentare (1)

Foto: Manfred Michael Schwirske
von Manfred Michael Schwirske | 08.09.2008 | 00:14 Uhr

Selbstzufriedene Schnarchzapfen - das wär ja menschlich und korrigierbar.  
Ich fürchte, die Sache hat System, weil sie einigen  nützt, und würde von einem (parteiübergreifenden) Demokratiedefekt reden.
Wem es nützt? Vor allem den Verwaltungsbürokraten.