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von Stefan Wagemann | 18.03.2008 | 21:40 Uhr

Warum auf die USA warten

Ich bin soeben über den unten verlinkten Artikel auf SPIEGEL Online gestossen. Für mich ist dieser Artikel ein absoluter Must Read!

Nach der Lektüre habe ich mir dann eine Frage gestellt: Wir sind in Deutschland schon so weit, was die Erforschung und Vermarktung solarer Energie angeht. Warum nur sind wir trotz der Mitgliedschaft in der EU so sehr in unseren nationalen Bestrebungen gefangen?

Wir in Deutschland habe nicht gerade die idealen Voraussetzungen, um die Sonne gut auszunutzen. Anders sieht dies aber in Ländern wie Spanien, Griechenland oder Italien aus. Warum also gibt es keine Bestrebungen, mit diesen Nachbarn in der Frage der Solarenergie zusammenzuarbeiten?

Der Grand Solar Plan, wie er in diesem Artikel vorgestellt wird, wäre mit Sicherheit auch in einem europäischen Setting durchführbar. Was also wäre, wenn wir uns dafür einsetzen würden, eine europäische Lösung für den Aufbau einer Solarinfrastruktur zu gestalten?

Ich selber bin kein Experte auf diesem Gebiet. Ich kann zu Wirkungsgraden von Energiespeichern wenig sagen. Mich wundert nur, dass in dem Artikel nichts von einer Energiespeicherung in Form von Wasserstoff steht. Der ist in ganz einfacher Form durch Elektrolyse aus Wasser zu gewinnen. Vielleicht könnten wir so auch eine 'Wasserstoff-Infrastruktur' aufbauen, welche Brennstoffzellen-Autos realistischer macht.

Generell plädiere ich aber dafür, dass wir uns für eine partnerschaftliche Lösung mit sonnenreichen Staaten wie eben den südeuropäischen Ländern stark machen sollten. Ich denke, wenn sich das EU-weit nicht regeln lässt, sollten wir bilaterale Abkommen mit den entsprechenden Ländern treffen.

Die Amis sagen, sie könnten bis 2050 einen Großteil ihres Energiebedarfs mit Solarenergie bestreiten. Wir schaffen das mit unserem Know-How doch locker bis 2020, oder?

P.S.: Der Artikel erschein in der Märzausgabe von 'Spektrum der Wissenschaft'. Scheint mir also keine wilde Träumerei, sondern echte Möglichkeit zu sein.

Mehr zum Thema: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,539315,00.html

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