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        <title>Deutschland-Dialog-Tour-Blog</title>
        <description>Im März hat die SPD den Deutschland-Dialog &amp;quot;Nah bei den Menschen&amp;quot; gestartet. Bei den Veranstaltungen geht es im direkten Gespräch mit der aktiven Bürgergesellschaft um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Hier werden wir &amp;nbsp;über unsere Eindrücke von der Tour quer durch Deutschland berichten.</description>
        <link>http://www.meinespd.net/weblogs/blog/1252</link>
        <lastBuildDate>Wed, 20 Aug 2008 15:58:02 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Foto: Dialogtour -Team</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/blog/1252</link>
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            <title>Anstand der Zuständigen gefragt</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1765</link>
            <description>Wir sehen ein bisschen aus, wie total verspielte Besucher der Games Convention. Diese findet zeitgleich in Leipzig statt und unser Hotel in Brehna herbergt viele von den Messebesuchern. Da wir immer mindestens einen  Laptop vor uns aufgebaut haben, kann man uns leicht mit ihnen verwechseln. Auch heute morgen sind wir uns der neugierigen Blicke gewiss. Dabei sitzen wir hier bei Kaffee und Tastatur, um den Pirna-Termin für Euch aufleben zu lassen. 

Der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck besuchte gestern Nachmittag das Jugend-, Kultur- und Vereinshaus Hanno. Wolfgang Tiefensee – der ihn begleitete – bemerkte gleich zu Beginn welch einmalige Institution hier in Pirna mit dem Hanno geschaffen worden ist. Bundesweit sei dies ein Vorzeigeprojekt, welches einem im Kampf gegen Rechtsextremismus immer zuerst einfiele.

Ziel des Termins war ein Gespräch mit Vertretern sächsischer Initiativen, die gegen Rechts arbeite. Nach dem Rundgang durch das Gebäude ging es hinüber in den Übungsraum des Tanzsportvereines. Keine Sorge, niemand musste Balettschuhe anziehen. An diesem Tag war vor dem großen Spiegel ein großer Tisch aufgebaut. Kurt Beck, Wolfgang Tiefensee und Martin Dulig nahmen hinter ihren Namensschildern Platz. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es inhaltlich gleich zur Sache. Minister Tiefensee analysierte richtig, dass heute – wie so oft bei dem Thema – die zusammensitzen, die einer Meinung sind. Das solle aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Bekämpfung des Rechtsextremismus noch lange kein Konsens in dieser Gesellschaft sei. 

Und so war es Grit Hannefort vom Kulturbüro Sachsen die zunächst das Engagement der SPD ausdrücklich lobte und sich dafür bedankte, dass wir daran mithelfen, das Thema kontinuierlich in der Öffentlichkeit zu halten. Mich hat sie überzeugt, dass nur so eine Kontinuität in der Arbeit möglich ist, die man unbedingt braucht, um fachlich fundiert zu arbeiten. Das Know How im Kampf gegen Rechts muss aufgebaut und stetig ausgebaut werden. Sie war es auch, die als erste die Einladung von Kurt Beck annahm, über die Schwierigkeiten in der Arbeit gegen rassistische und fremdenfeindliche Tendenzen zu sprechen. Er forderte sie auf die praktischen Probleme zu erläutern. Er verstand viel von der praktischen Arbeit der Initiativen. Selbst ist er Schirmherr des „Netzwerks Demokratie und Courage“ in Rheinland-Pfalz. Susann Rüthrich von der sächsischen Initiative betonte wie wichtig ihnen eine gute Evaluation und auch eine stetige Weiterentwicklung der Projekte sei..Sie machte darauf aufmerksam, dass Innovation nicht mit Neugeburt verwechselt werden dürfe. Erfolgreiche Projekte würden finanziell oft unterstützt, evaluiert und gelobt. Allerdings werde die finanzielle Weiterförderung nur in Aussicht gestellt, wenn sie ganz neue Ansätze entwickelten. Gern würde sie erfolgreiche Projekte mal weiterführen dürfen. Auch andere konnten berichten, wo der Schuh drückt. 

Kurt Beck erkannte sofort: hier sind Profis am Werk. Er lud die Vertreter ein, mit der SPD über diese Fragen ausführlicher zu sprechen, so dass Lösungsansätze wie Verpflichtungsvereinbarungen mehr Kontinuität und eine weniger starre Koppelung an Haushaltsjahren oder die Gründung einer Bundesstiftung konkret durchgesprochen würden. Er nannte bewusst dies nur als Stichpunkte, wollte aber keine Denkblockaden damit auf den Weg geben. Aber eine Fortführung des Gespräches sollte es geben. Mitarbeiter des Willy-Brandt-Hauses sollten den aufgeworfenen Weg weiter diskutieren und konkrete Verabredungen treffen, so dass Politik die Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort verbessern kann. Er wünschte sich, dass Situationen wie vor einigen Monaten, wo - ob politisch motiviert oder nicht – das CDU geführte Familienministerium die Bundesmittel für die Bekämpfung des Rechtsextremismus eindampfen wollte, nicht mehr möglich würden. Zwar konnte durch eine harte Intervention der SPD-Bundestagsfraktion dies noch verhindert werden, aber vielleicht können politisch unabhängigere Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen werden. Alle nickten und nahmen die Einladung gern an. Ich kann mich dem Satz von Ralf Hron vom DGB nur anschließen: Nach dem Ruf des Aufstandes der Anständigen, muss auch der Anstand der Zuständigen eingefordert werden.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Wed, 20 Aug 2008 07:24:55 +0100</pubDate>
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            <title>Morgen ist auch noch ein Tag</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1764</link>
            <description>Wir sitzen in der Lobby unseres Vertrauens und haben hier fleißig gearbeitet: Das Video des heutigen Tages ist geschnitten, gerendert und hochgeladen. Ihr findet es auf unserem YouTube-Kanal (Link unten).

Unsere letzte Station des heutiges Tages war ein Jugend-, Kultur- und Vereinshaus in Pirna. Die Diskussion mit Vertretern von Initiativen gegen Rechts werden wir morgen früh - in unserem ersten Blogbeitrag des dritten Tages dieser Sommerreise - Revue passieren lassen.

Gute Nacht sagen Julia und Katrin.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 22:45:37 +0100</pubDate>
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            <title>Ich werde Nobelpreisträger</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1761</link>
            <description>Der Bus ist unsere zweite Heimat geworden während dieser Reise. Wir sitzen schon wieder drin. Er ist Fahrzeug, Arbeitsplatz und Versorgungsstätte: der Busfahrer fährt uns von einer zur nächsten Station, wir können im Bus arbeiten und dazu auch noch einen Kaffee trinken oder Sandwich essen. Wir sind zurück von STARRAG Heckert, einem Unternehmen, das Bearbeitungszentren entwickelt, produziert und vertreibt. Aber dazu später. Unser Tag in Chemnitz begann mit einem Stadtrundgang.

BaLu begrüßte uns in ihrem Heim. Auf diesen Spitznamen hört die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, wie uns Mitarbeiter verraten. &quot;Die Mutter der Stadt&quot;, wie Martin Dulig, der Vorsitzender SPD-Landtagsfraktion Sachsens sagt. Sie scheint hier in der Tat alles im Griff zu haben. Engagiert führt sie uns rum und macht deutlich welchen Entwicklungssprung die Stadt gemacht hat. Wer Chemnitz sagt, dachte früher Karl-Marx-Stadt im zweiten Schritt. Doch die Stadt hat sich ein neues Gesicht gegeben und ihren Namen hinter sich gelassen. Wo Karl-Marx-Stadt jahrzehntelang Leerraum anbot, ist in Chemnitz ein neue und belebte Mitte entstanden.

Erster Anlaufpunkt war das Kulturkaufhaus &quot;DASTietz&quot;. Wenn bei dem Begriff Kulturkaufhaus dem Berliner Dussmann einfällt, dann muss man sagen: Ja. Nur, dass man hier die Bücher wieder zurückbringen muss. Das Tietz war einmal das größte und vornehmste Geschäftshaus Sachsens. Der neoklassizistische Kaufpalast lud auf vier prachtvollen Etagen mit damals verblüffenden vielfältigen Angeboten die Kundschaft ein. Der alte Glanz verblasste und noch bevor die Eröffnung des &quot;gläsernen Kaufhofes&quot; im Jahr 2001 die letzte Stunde des Tietz als klassisches Warenhaus einläutete, beschloss der Stadtrat die Sanierung und neue Nutzung des ehemaligen Kaufhauses. Künftig sollte Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft hier Einzug erhalten. Mit der Eröffnung am 23. Oktober 2004 begann für das Tietz eine neue Epoche: als Kulturkaufhaus Chemnitzer Art. Der SPD-Parteivorsitzende besuchte in Begleitung der Oberbürgermeisterin die Stadt- und Kinderbibliothek in dem Gebäude. 

Hier traf er auf große Kinderaugen, die in einer der gemütlichen Leseecken in ihren Büchern blätterten. Ein Mädchen las Kurt Beck eine Passage laut vor. Alle Kameraaugen und Puschelmikrofone auf sie gerichtet, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch das anschließende Interview meisterte sie mit professioneller Geduld und Aufmerksamkeit. Was sie denn wissen wolle vom Parteivorsitzenden wurde sie gefragt. Die künftige Rolle Münteferings oder die hessische Situation interessierte sie nicht, sondern sie wollte wissen „wo er wohnt“. 
Eine andere Kindergruppe nutzte die Aufmerksamkeit der Fernsehteams und einer von ihnen gab bekannt &quot;Ich wollte schon immer mal ins Fernsehen.&quot; und &quot;Ich werde Nobelpreisträger&quot;. Wie, das erläuterte der Junge auch sogleich: er würde eine Waschmaschine bauen. Clever! 

Nach soviel Einfallsreichtum ging es weiter durch die neue Innenstadt, hinüber zum Ratskeller. Zugegeben, dort hätten wir bereits bloggen können, aber wir hatten die kurze Nacht noch in den Knochen und uns für ein gemütliches Cafe entschieden. 

Jetzt im Bus – nach der Betriebsbesichtigung bei STARRAG Heckert – sitzen wir fleißig an unseren Laptops. Die Journalisten sprechen mit Kurt Beck, der an einer Raststätte zugestiegen ist. Während wir hier sitzen und tippen, wird an unserem Nachbartisch nahezu jedes Thema angesprochen. Es ist soviel Raum zum Sprechen, dass sogar noch Platz ist für Kaiserslautern, den Mainzer Trainerwechsel und die westliche Rückseite von Dresden. 

Es sind nicht alle mehr dabei, die Gruppe ist kleiner geworden, weil einige &quot;etwas absetzen&quot; wollen. So nennen es die Journalisten, wenn sie einen Artikel schreiben und an ihre Redaktion schicken wollen. Weil sie noch am nächsten Tag erscheinen sollen, sind einige in Chemnitz ausgestiegen. Für die (erste) Journalistengruppe geht die Reise ohnehin heute abend zu Ende. Denn ab morgen kommt eine neue Gruppe, um den Parteivorsitzenden die anderen zwei von vier Tagen Sommerreise zu begleiten.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 19:02:42 +0100</pubDate>
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            <title>Man kann leicht den Überblick verlieren</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1759</link>
            <description>In der Zeit in der wir das Video hochgeladen, die Bilder geflickrt und den letzten Blogbeitrag eingestellt hatten, waren alle anderen zu Bett gegangen. Auch das Hotelrestaurant war schon geschlossen und die Servicekräfte nach Hause gefahren, als auch wir die Lobby räumten. Wir hatten schon am Abend entschieden, das Frühstück ausfallen zu lassen - die halbe Stunde Schlaf lockte mehr als frischer Kaffee am Morgen.

Auf den letzten Drücker sind wir hinunter, um auszuchecken. Allerdings wartete an der Rezeption eine Überraschung auf uns: Der Computer war der Auffassung, dass wir noch eine weitere Nacht hier in Brehna bleiben würden. Animiert von der Technik guckten wir in den Ablaufplan und ließen uns überreden, unsere Sachen wieder hoch zu bringen.

Jetzt sitzen wir im Reisebus und warten auf eine/einen Teilnehmer. Noch wissen wir nicht wer fehlt, aber das Durchzählen hat einen weniger ergeben, als es sein müssten. Uns erwartet ein weiterer Sommerreisen-Tag. Heute werden wir Chemnitz besuchen und dort nach einem Stadtrundgang das Kulturkaufhaus DASTietz, die Firma STARRAG Heckert und später das Jugend-, Kultur- und Vereinshaus Hanno e.V in Pirna besuchen. Am Abend erwartet uns eine erneute Nachtschicht in der Lobby unseres Vertrauens.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 08:53:37 +0100</pubDate>
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            <title>Letzte News aus der Lobby</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1758</link>
            <description>So. Der erste Reisetag wäre geschafft. Schon sehr früh ging  es von Berlin aus los, über Brandenburg bis nach Sachsen-Anhalt. Vom Willy-Brandt-Haus zur Schwarzen Pumpe und dem Roten Ochsen.  Ihr habt ja gelesen, was wir heute schon alles erlebt haben.  

Nun sitzen wir zwei gemütlich in der Lobby unseres Hotels in Brehna und könnten unser Bierchen genießen, wenn wir euch nicht noch etwas schuldig wären. Wir haben versprochen, euch auf diese Reise mitzunehmen und alle Eindrücke für euch festzuhalten.  Deshalb wollen nun noch Fotos gesichtet und das Video geschnitten werden.  Aber vorher wollen wir das machen, was wir euch heute morgen schon angekündigt hatten. 

Sicherlich wollt ihr wissen, wer sich denn hinter dieser Reisebegleitung verbirgt. Wir sind Katrin Molkentin und Julia Degen und arbeiten in der Abteilung Kommunikation und Planung im Willy-Brandt-Haus. 

Nun aber an die Arbeit.  Leider sind wir an Steckdosen und damit an die stickige Hotellobby gefesselt. Schade, ansonsten hätten wir wie die anderen den sommerlichen Abend auf der Terrasse ausklingen lassen können. 

Eigentlich wollten wir auch ein Foto von uns einstellen. Aber das machen wir besser morgen.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 09:16:11 +0100</pubDate>
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            <title>Gut, wenn die Zeit noch Zeugen hat</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1756</link>
            <description>Ein Blog kann ruhig salopp formuliert sein. Glaubt mir, das fällt mir normalerweise nicht schwer. Aber dieses Thema kann ich nicht salopp anpacken. Ich sitze hier in der Lobby unseres Hotels und suche nach Worten. Ich will den Besuch der Gedenkstätte &quot;Roter Ochse&quot; beschreiben und es will mir nicht so flüssig von der Tastatur wie sonst. 

Immer wieder fällt mir eine Studie ein, die im Juli 2008 veröffentlich wurde. Diese machte deutlich, wie schnell man vergessen kann. Auf die Aussage &quot;Die DDR war keine Diktatur, die Menschen mussten sich nur wie überall anpassen&quot; bekam der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin von fast der Hälfte der ostdeutschen und 66 Prozent der westdeutschen Schüler eine bestätigende Aussage. Wer wenig über die DDR weiß, beurteilt den ehemaligen deutschen Staat positiver. Gut, dass es Zeugen dieser Zeit gibt, die ausführlich über die Ungerechtigkeiten der DDR-Diktatur berichten können. Beim Besuch, der Gedenkstätte &quot;Roter Ochse&quot; traf der SPD-Parteivorsitzende zwei von ihnen: Dr. Horst Hennig und Lothar Rochau. Sie wurden im Roten Ochsen verurteilt, in dem neben kriminellen Straftätern auch Menschen aus politischen und rassistischen Gründen inhaftiert wurden. Die Haftanstalt diente dem NS-Regime, der sowjetischen Besatzungsmacht und schließlich der Stasi als Gefängnis. 

In dem ehemaligen Verhör- und Wirtschaftsgebäude des Ministerium für Staatssicherheit - eben keinem normalen Geheimdienst, wie Schüler der oben genannten Studie glaubten - wurde 1996 eine Gedenkstätte für Opfer politischer Verfolgung von 1933-1989 eingerichtet. Eine Dauerausstellung dokumentiert das Leid, das politisch Verurteilte hier erfahren mussten. Gut, dass es Orte wie diesen gibt. Ich hoffe, dass hier noch viele Schulklassen her fahren, um sich zu informieren. Wir sollten die Herausforderung annehmen und daran arbeiten, dass eine nächste Befragung des Forschungsverbundes andere Ergebnisse produziert.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 09:15:27 +0100</pubDate>
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            <title>Kohle hat mehr als eine Brückenfunktion</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1751</link>
            <description>Wir sitzen nun zu zweit – neben den anderen Journalisten - im Pressebus und sind auf dem Weg nach Halle zum Roten Ochsen. Schwarze Pumpe liegt hinter uns. Begleitet wurde Kurt Beck bei seiner Besichtigung vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Auch Bundesverkehrsminister und Ostbeauftragter Wolfgang Tiefensee, die Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Wilfried Schreck und Helmut Franz waren mit dabei. Zuerst gab es gelbe und weiße Helme für uns, bevor es los ging mit der Betriebsbesichtigung. Erste Station des Rundgangs war ein Seminarraum, indem der Vorstandsvorsitzende Reinhard Hasser uns das Projekt „Carbon Capture and Storage“ erläuterte. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Abscheidung,Verflüssigung und anschließende Speicherung des im Kraftwerksprozesses anfallenden CO2. Seit 2001 forscht Vattenfall daran. Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Hasser erläuterte, dass dies die weltweit erste Pilotanlage für ein Kohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung ist. Am 09. September soll diese mit 30 Megawatt in Betrieb gehen. Vier Jahre soll diese der weiteren Erforschung dienen und am Ende eine marktreife Technologie stehen. Klar, dass Kurt Beck sich dafür interessiert. 

Im SPD-Energiepapier hat die Kohle eine Brückenfunktion auf dem Weg zu mehr regenerativer Energie in unserem Land. Wenn das Projekt erfolgreich ist, dann ist es wohl noch mehr als eine Brück. Es könnte ein Exportschlager werden. Für die Lausitz, für Brandenburg, für umweltfreundlichere Energiegewinnung aus Deutschland.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 09:14:51 +0100</pubDate>
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            <title>&quot;Jetzt wird es offiziell&quot;</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1748</link>
            <description>Die Sommerpause ist faktisch beendet. Die Politiker kehren aus ihrem Urlaub zurück. Kurt Beck war u.a. an die Mosel gereist. Heute wird er auch verreisen, aber auch wenn es nach Urlaub klingt, ist es doch harte Arbeit. 

Ich sitze gerade im Pressebus der Sommerreise des Parteivorsitzenden. Neben mir sitzt Ulrich Deppendorf und liest FAZ, Sven Siebert von der Sächsischen Zeitung liest SZ. Mit uns sind noch weitere 26 Journalisten um 8.00 Uhr am Willy-Brandt-Haus gestartet und nun auf der A13. Erste Station der Reise: Das Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ in Spremberg. Um halb neun begrüßt uns der Pressesprecher Lars Kühn über das Busmikro mit den Worten &quot;Jetzt wird es offiziell.&quot;

Zusammen mit einer Kollegin möchte ich Sie mit auf diese Reise nehmen und an dieser Stelle über das Gesagte, Gesehene und Gehörte bloggen. Meine Kollegin ist schon in Spremberg. Für sie ging es heute noch früher los. Sie sitzt im Auto des so genannten Voraustrupps. Sobald wir zusammen gekommen sind, werden wir uns auch kurz vorstellen.

Jetzt klappe ich erst mal den Rechner zu und werde das Programm studieren. Hintergrundinformationen zu den Reisestationen sind im Bus verteilt worden. Schwarze Pumpe klingt zwar dreckig, aber offensichtlich arbeitet Vattenfall daran sauberer zu werden. In Spremberg wurde ein Kraftwerk gebaut, bei dem das CO2 abgeschieden und unterirdisch gelagert, aber nicht mehr in die Luft geblasen wird. Das gucken wir uns genauer an.</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 09:14:22 +0100</pubDate>
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            <title>Mit Teamgeist bei der Sache</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1710</link>
            <description>Der Einladung zum Technischen Hilfswerk in Ochsenfurt ist Peer Steinbrück gerne gefolgt. Er wollte sich bei den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit bedanken und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft hervorheben. 

Als wir ankamen, wunderten wir uns über die massive Polizeipräsenz. Zahlreiche Bauern hatten sich angesagt, um für den Erhalt eines Biokraftstoff-Werkes vor Ort zu kämpfen. Mit Trillerpfeifen und Spruchbändern zeigten sie ihren Unmut, als der stellvertretende Parteivorsitzende auf den Hof fuhr. Spontan entschied er, sich mit einigen Vertretern des Bauernverbandes in einem separaten Raum zu treffen und sich ihren Problemen zu widmen.

Mit kleiner Verspätung wurde der Bundesfinanzminister dann beim THW begrüßt und würdigte das Ehrenamt als eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft: &quot;Wir brauchen das ehrenamtliche Engagement, um unsere Gesellschaft zusammenzuhalten.&quot; Tagtäglich setzten sich die Ehrenamtlichen ein, um sich um Menschen zu kümmern, sie aus Gefahrensituationen zu retten, das Feuer zu löschen oder den Keller bei einem schweren Unwetter auszupumpen. Er betonte zudem den unschätzbaren Wert der Ehrenamtlichen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, durch die unseren Kindern das nötige Rüstzeug für ihr weiteres Leben mit auf den Weg gegeben wird. Dieses ehrenamtliche Engagement gelte es auch im Alltag stets zu würdigen und den Engagierten die Arbeit möglichst zu erleichtern.

Anschließend scheute sich Peer Steinbrück auch nicht davor zurück, nach einsetzendem Regen, mit einer THW-Jacke bekleidet, die Vorführungen der THWler anzuschauen. Alleine das spektakuläre Retten einer Person mit einer Feuerwehr-Drehleiter aus einem Turm beeindruckte mich als &quot;alten&quot; Rotkreuzler sehr. Die Jugendlichen zeigten auf, was mit Teamgeist und klarer Absprache zu bewältigen ist. Zwei nicht zu unterschätzende Eigenschaften auch in der Politik, wie ich finde.
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            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 12 Aug 2008 17:39:38 +0100</pubDate>
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            <title>Wenn Regen Kraft spendet</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1708</link>
            <description>Ankunft in Schweinfurt, Montag, 11. August 2008, 19:05 Uhr. Eine Bühne auf dem Marktplatz. Der stellvertretende Parteivorsitzende und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück steht mit etwa 30 anderen Personen dicht gedrängt auf einer etwa 4x6m-großen Bühne. Was ist passiert?
Der Himmel hat seine Schleusen geöffnet - ganz weit, ganz ganz weit. Der Marktplatz ist geflutet. Peer Steinbrück lacht, Fotos werden gemacht, immer mehr Menschen drängen tropfend auf die Bühne, aber die Bühne kann nicht mehr Menschen fassen. Ganz den Sicherheitsvorkehrungen entsprechend ist das hier bestimmt nicht mehr. &quot;Nah bei den Menschen&quot; heißt die Veranstaltungsreihe - näher war sicherlich selten. Steinbrück scherzt, er ist ausgesprochen fröhlich in diesem Moment. Er sieht wie sich die Menschen auf dem Marktplatz, die nicht mehr auf die Bühne kommen können, in Grüppchen unter den Dächern der Ladengeschäfte zusammen ziehen. Sie rücken zusammen, aber sie gehen nicht. Sie bleiben. Sie alle wollen Peer Steinbrück hören. Sie warten auf den nachlassenden Regen, aber darauf, so scheint es, können wir alle noch lange warten.

Auf dem Weg nach Schweinfurt fuhren wir durch eine Ortschaft mit dem Namen &quot;Schwarze Pfütze&quot;. Jetzt sieht der Marktplatz so aus - wie eine große Pfütze. Manche in Schweinfurt unken: &quot;Dafür sind die Schwarzen verantwortlich!&quot; Aber wenn die es wirklich so gewollt hätten, dann haben sie sich ins eigene Fleisch geschnitten. Denn: Kurzerhand wird improvisiert und der Ratskeller als neuer Veranstaltungsort auserkoren. Die dort speisenden Menschen werden zunächst um Erlaubnis gebeten. Nach deren Zustimmung geht es los: Die nasse Masse strömt aus allen Ecken und Enden des Marktplatzes in das große Restaurant. Weit über 200 Menschen. 

Mikrofone gibt es zwar nicht, aber Steinbrück braucht auch keines. Die Botschaften kommen laut und deutlich an: Die &quot;total verunsicherte&quot; CSU sähe sich genötigt, Dinge zu versprechen, die sie nicht halten könne, weil sie keine Ideen mehr für die Zukunft Bayerns habe. Steuererleichterungen zu versprechen, die nicht finanzierbar sind, ist unseriös und macht deutlich, dass die CSU die Bayern an der Nase herumführen will. Er macht ohne Umschweife deutlich, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb nur dann bestehen kann, wenn wir Deutschland zukunftssicher machen. Dazu gehören neben der Konsolidierung des Haushaltes vor allem Investitionen in Bildung, Qualifizierung und Forschung: &quot;Wir müssen besser sein als alle anderen!&quot; Auch deshalb plädiert er für die Abschaffung von Studiengebühren und dafür, anstatt eines höheren Kindergeldes die Infrastruktur zur Betreuung der Kleinen weiter zu verbessern und erntet dafür viele Applaus. 

Schweinfurt jedenfalls, so Peer Steinbrück, werde ihm &quot;ein Leben lang unvergesslich bleiben&quot;. Dass bei diesem &quot;Sauwetter in Schweinfurt&quot; so viele Menschen dageblieben und zum Teil klitschnass mit in den Ratskeller gegangen sind, hat ihm imponiert. Wenn die Freundinnen und Freunde der Sozialdemokratie in ganz Bayern so zusammenstehen, dann müssen sich die Becksteins und Hubers warm anziehen.

Und auch die Schweinfurter zeigten sich begeistert von dem improvisierten Abend und vor allem von Peer Steinbrück. Der Abend habe Kraft gespendet für den Schlussspurt im Wahlkampf. Ein anderer sagt: &quot;Er hat zwar einen komischen Dialekt, aber was er sagt, ist richtig und hat Hand und Fuß. Ein guter Mann!&quot; Ein anderer sagt: &quot;Jetzt muss er nur noch lernen, dass es in Schweinfurt nicht Sauwetter, sondern Säuweddar heißt&quot;. Naja, ob man alles lernen muss?</description>
            <author>Dialogtour -Team</author>
            <pubDate>Tue, 12 Aug 2008 17:34:37 +0100</pubDate>
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