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        <title>Bahn für alle: Ausweg für die SPD: Bahn in öffentlicher Hand</title>
        <description>Auf den Internetseiten des Bündnisses &quot;Bahn für alle&quot; findet sich ein sehr interessanter 20-Punkte Katalog zur Zukunft der Bahn in öffentlicher Hand. Das Dokument habe ich als PDF diesem Beitrag beigefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, Mitglied der SPD-Arbeitsgruppe &quot;Bahnreform&quot;, erklärte dazu: &quot;Was in dem 20-Pukte-Katalog steht, teile ich in der Analyse vollständig. ...</description>
        <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060</link>
        <lastBuildDate>Fri, 29 Aug 2008 19:57:03 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Foto: Sebastian Finsel</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060</link>
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            <title>Kommentar #4</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060#kommentar4236</link>
            <description>Ich möchte nochmal auf das Thema Bahn-(Nicht-)Priviatisierung zurückkommen und folgende Thesen zur Diskussion geben:

http://freebc.metux.de/boards/bahn/qou_vadis/422


Gruß</description>
            <author>Enrico Weigelt</author>
            <pubDate>Sun, 06 Apr 2008 15:13:38 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Kommentar #3</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060#kommentar4035</link>
            <description>ad 1.) Verstaatlichungswahn:

Es diente zur Verdeutlichung, daß der Artikel eine sehr tendenziöse Lesart der Verfassung präsentiert. Tatsächlich ist das Grundgesetz recht gleichgültig was Versorgungsaufträge betrifft: Diese können sowohl durch einen staatsmonopolistischen Konzern im politischen Konsens als auch durch eine ausrechende Anzahl Privatunternehmen im Wettbewerb (Beispiel: Telekommunikationssektor) erfüllt werden. Beides wird bei korrekter Lesart der Verfassung als gleichwertig angsehen. Etwas anderes zu behaupten, ist eben typisch für eine Lobby- / Interessengruppe. Auch das ist erlaubt, aber stellt die Gesamtsituation nicht adäquat dar. 

ad 2.) Kern der Frage

Einer der grundlegenden Kunstgriffe rabulistischer und eristischer Dialektik ist es, den Kern der Frage immer der eigenen Position anzupassen. Ein anderer, die Glaubwürdigkeit der Quelle in nebulösen Termini (&quot;in Fachkreisen umstritten&quot;) zu kritisieren, wenn man inhaltlich zu keiner Aussage fähig ist. Da stellst sich dann wirklich die Frage, wer sich eher mit dem Thema befasst hat. Letztlich ist der Kern der Frage immer das, was ich dazu mache. Das kann die ideologische Frage Staat vs. Privat oder die ökologische Frage sein. Entsprechend kann ich Szenarien entwerfen: Wenn ich z.B. Bahnstrecke X kostenlos mache, wird sie immer voll sein und eine volle Bahn ist den Verkehrsalternativen - korrekt von Dir bemerkt - überlegen. Nur wenn man anstattdessen bei höheren das Fahrrad nehmen würde, wäre das nicht nur noch CO2-sparender, nein, man täte auch noch etwas für die &quot;Volksgesundheit&quot;.

ad. 3) Sahnestücke / Staatsbahn

Grundlage ökologischen wie ökonomischen Handelns ist zunächst einmal die Effizienzfrage und nicht die Machbarkeitsfrage. Insofern haben die liberalen Klassiker schon recht, wenn einen funktionierenden Preisfindungsmechanismus anmahnen, kurz: solange man den Menschen das Autofahren oder Fliegen nicht verbieten kann, muß man sicherstellen, daß Bahnstrecken auch im Vergleich zu den Alternativen konkurrenzfähig sind. Ja, es stimmt, daß privatwirtschaftlich betriebene Fluglinien staatlich bevorzugt werden. Aber es stimmt eben auch, daß Fluggesellschaften durch technischen Fortschritt ständig Kerosinverbrauch reduzieren und die Effizienz steigern, weit schneller als die Bahn, sonst würden nicht so viele die Strecke Frankfurt-Berlin fliegen anstelle die Bahn zu nehmen. Solange die &quot;moderne Bahn&quot; nebulös bezüglich der technologischen Fragen und der zentralen Frage des Ressourcenallokationsmechanismus bleibt, ist es eben nur ein Schlagwort, eine Staatsbahn 2.0, und nicht mehr. 

ad 4.) Gesamtsystem

Genau das ist meine Rede. Man muß immer das Gesamtsystem sehen. Eine Stadtbahn ist schön, aber wenn ein modernes Radwegesystem fehlt - und selbst die AutoBild kritisiert inzwischen diesen Mangel - ist es letztlich kein überzeugendes Verkehrskonzept. Die zentrale Zukunftsfrage muß immer lauten: Wie kann ich die gestellte Aufgabe möglichst resourcenschonend - vulgo: wirtschaftlich - lösen. Das Verbot von Fernbusverkehren ist z.B. zunächst einmal nur ein Schutz für staatseigene Unternehmen, kurz staatsmonopolistischer Kapitalismus. Und wenn die Bahn effizienten, sprich: konkurrenzfähigen Gütertransport über lange Strecken bietet, dann ist das eigentlich ein Grund zum Jubel, weil sich hier ein Vorteil für das Schienensystem herauskristallisiert. Genau wie eben auf den von Dir beschriebenen Personenlangstrecken. 

ad 5.) Energiewende

HAAAAAALT. Der Artikel redet - und nur das habe ich kritisiert - von &quot;Solar, Wind und Gezeitenkraftwerken&quot;. Und das ist nunmal Utopie. (Ganz davon abgesehen, daß nüchtern betrachtet die Schreckensbilanz der Photovoltaik die Kernenergie in den Schatten stellt: Solange Solarpanels von Dachdeckern in 10 Meter Höhe installiert werden, tötet Sonnenenergie mehr Menschen als das Atom - FAKT. Der Atomausstieg ist ideologisch motivierte Panikmache. Nur wenn die Mehrheit der Bevölkerung nunmal irrational ist, dann muß man diese Entscheidung als guter Demokrat akzeptieren, selbst wenn man selbst unmittalbar in der Nähe eines Reaktors wohnt und damit kein Problem hat.). Das Problem ist: Wenn ich 3% mehr Wind und Solarstrom habe, den aber 10 mal verteile, fehlen mir trotzdem noch 27%. Und solange ich die nicht auch noch ersetzt habe, muß ich eben die Kernkraftwerke weiterlaufen lassen wenn ich keine neuen Moorburgs deutschlandweit haben will. 

Natürlich hast Du völlig recht, was - die zunächst einmal sehr konventionelle - Kraft-Wärme-Kopplung betrifft, die ist richtig und gut. Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Energiewende sind nämlich erstmal wenig sexy: Bessere Isolierungen zuhause, Brennwertheizungen usw. Wenn jemand im Altbau mit Nachtspeicherheizung seinen &quot;Kernkraft nein danke!&quot;-Aufkleber auf die Tür klebt, und sich dabei ökologisch-alternativ vorkommt, dann kann ich den nicht ernst nehmen. Denn das sind die wahren reaktionären Spießer.

In diesem Sinne: Mehr Fahrrad fahren ;).</description>
            <author>Martin</author>
            <pubDate>Mon, 31 Mar 2008 13:16:18 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Kommentar #2</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060#kommentar4032</link>
            <description>@Martin:

Darüber, was Privatisierung der Schiene bedeutet kann mensch sicher vortrefflich streiten. Ich rate dir trotzdem, mal einen Blick auf die Erfahrungen in Großbritannien zu werfen. Von dir benutzte Killerphrasen wie &quot;Verstaatlichungswahn&quot; helfen da auch nicht weiter. Ich spreche ja auch nicht vom &quot;Privatisierungswahn&quot;.

Würdest du dich auch nur ein kleines bisschen mit dem Thema auseinandergesetzt haben (und nein, das Mitliefern eines in Fachkreisen durchaus umstrittenen FAZ-Artikels reicht nicht) wüsstest du, das du am Kern der Frage vorbeiargumentierst.

Eine moderne Bahn in öffentlicher Hand kann und wird den Schienenverkehr besser durchführen können als eine Reihe rein profitorientierter Unternehmen, die sich um die Sahnestücke balgen und den ganzen Rest verfallen lassen werden. Und im übrigen auch besser als die alte &quot;Staatsbahn&quot;.

Was die Frage von Bussen angeht. Mal abgesehen davon, das Fernbusverkehre in Deutschland gesetzlich nicht möglich sind schlägt tatsächlich nur ein voller Bus eine leere Bahn. Der Vergleich zwischen voller Bahn und vollem Bus gewinnt die Bahn. Busse haben als Zubringer durchaus ihre Rolle im integrierten Verkehrssystem - aber als Ersatz auf längeren Strecken sind sie keine Lösung. Übrigens schon allein von den Fahrtzeiten her nicht... Nürnberg-Hannover in 3 Stunden? Nürnberg-München in 55 Minuten? Versuch das mal mit dem Bus...

Deinen Aussagen zur &quot;Energiewende&quot; kann ich auch nur widersprechen. Sicher, so gut und schnell wie manche Aktivisten versprechen geht es nicht. Im Plan ist die Entwicklung aber sehr wohl. Zumal neuere Entwicklungen wie Kombikraftwerke Fragen wie Grundlastsicherung etc. inzwischen technisch geklärt haben. Ein Ausstieg aus dem Ausstieg wird also nicht nötig sein. Auch wenn die Energielobby sich das sicherlich wünschen würde.</description>
            <author>Sebastian Finsel</author>
            <pubDate>Mon, 31 Mar 2008 08:48:15 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Kommentar #1</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1060#kommentar4014</link>
            <description>Interessantes Dokument, wenngleich bestenfalls teilweise inhaltlich richtig. Es mischen sich korrekte Feststellungen (Benachteiligung der Bahn ggü. Luftverkehr, notwendiger Ausbau des Schienennetzes) mit altbekanntem Verstaatlichungswahn (richtig interpretiert heißt Artikel 87e: Endlich mehr Konkurrenz auf der Schiene ermöglichen für ein breiteres Angebot statt Staatsmonopolismus) und schlichtem &quot;ich mach mir meine Welt wide-wide-wie sie mir gefällt&quot;-Phantasieren (Zitat: &quot;Unter allen motorisierten Verkehrsarten ist es nur beim Schienenverkehr
möglich, diesen binnen relativ kurzer Zeit fast komplett auf regenerative Energieformen umzustellen (vor allem durch den Einsatz von Strom aus Solarenergie und aus Wind und Gezeitenkraftwerksenergie).&quot;). Leider geht der Umstieg auf regenerierbare Energie schon heute nicht schnell genug und die resultierende Versorgungslücke macht entweder einen Ausstieg aus dem Atomausstieg oder steigende Importe aus Atom-Staaten notwendig. Nicht daß die Energiewende falsch wäre. Nur ist die Darstellung hier eben pure Utopie.

Und auch sonst viele hohle Phrasen: Verlagerung von Strassen- und Güterverkehr auf die Schiene ist kein Selbstzweck, sondern muß Teil eines umfassenden Mobilitätskonzepts sein. Denn: Ein voller Bus schlägt eine halbleere Bahn um Längen, was Energieverbrauch und Klimafreundlichkeit betrifft. Siehe auch:

http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EB61CC368B37845F791AF4E735908A107~ATpl~Ecommon~Sspezial.html</description>
            <author>Martin</author>
            <pubDate>Sun, 30 Mar 2008 17:26:41 +0100</pubDate>
        </item>
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