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        <title>Sieg der Vernunft! Jetzt Wechsel 2009 vorbereiten</title>
        <description>Die Mitglieder der SPD Thüringen haben entschieden.

Christoph Matschie ist der Spitzenkandidat der SPD Thüringen. Sein Einsatz für Thüringen und seine Strategie für unseren Wahlerfolg haben die Thüringer Genossinnen und Genossen überzeugt.

Wir kämpfen mit Christoph an der Spitze für den politischen Wechsel in Thüringen. Wir wollen den neuen Ministerpräsidenten stellen. Damit das gelingt, müssen wir gut vorbereitet in alle 2009 anstehenden Wahlen gehen. ...</description>
        <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/734</link>
        <lastBuildDate>Thu, 21 Aug 2008 07:53:59 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Foto: Hagen Frey</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/734</link>
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            <title>Kommentar #1</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/734#kommentar1993</link>
            <description>Interview mit Matschie heute in der TA zu lesen:

&quot;Das Kriegsbeil begraben&quot;

Die Neuwahl des Vorstands nach dem Machtkampf um die SPD-Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2009 durch einen vorgezogenen Parteitag am 7. Juni sieht Christoph Matschie (46) nicht als Racheakt.

Nach dem Mitgliederentscheid haben Sie einen neuen, &quot;arbeitsfähigen&quot; Landesvorstand gefordert - mit wem können Sie denn nicht?

Es geht nicht um einzelne Personen. Dass sich aber 13 Vorstandsmitglieder mit einer Erklärung gegen mich gestellt haben, war eine Situation, die nicht von Einigkeit zeugte. Deshalb ist es auch richtig, dass der Parteitag vorgezogen wird, damit die Delegierten dort einen neuen Vorstand bestimmen.

Bestrafen Sie damit nicht jene, die nur eine andere Meinung vertraten?

Ich habe kein Problem damit, wenn einer eine andere Meinung hat, das gehört zur Demokratie. Die SPD ist immer eine streitbare Partei gewesen. Wenn aber in einer internen Auseinandersetzung der Konflikt so vorbereitet und eingeleitet wird . . .

. . . Sie meinen die zum Landesparteitag im November heimlich vorbereitete Kandidatur von Richard Dewes . . .

. . . oder dass sich im Laufe des Verfahrens plötzlich eine Vorstandsmehrheit gegen den eigenen Beschluss stellt. Wie sich dabei einige verhalten haben, das fand ich nicht akzeptabel. Es war ja auch kein Rechts-Links-Konflikt, beide Flügel hatte ich auf meiner Seite. Es ging um Personen. Da kann man hinterher nicht so tun, als wäre nichts gewesen.

Wirkt eine Abwahl nicht wie Rache der Sieger?

Das wird keine Racheaktion werden, mir geht es um einen Neustart. Auch im neuen Vorstand werden sich unterschiedliche politische Positionen wiederfinden. Darauf ist eine Partei angewiesen und es stärkt den Zusammenhalt. Die Neuwahl bedeutet einen Neuanfang.

Wen wollen Sie im neuen Vorstand nicht mehr?

Ich werde jetzt nicht über Namen reden. Der Parteitag wählt den Vorstand, dazu wird es Namensvorschläge aus den Kreisen geben.

Im Kreis Nordhausen, dem Unstrut-Hainich-Kreis und im Saale-Holzland hatten Sie keine Mehrheit, im Ilmkreis lagen Sie nur knapp vorn.

Das zeigt doch nur, dass dort die Dewes-Unterstützer besonders aktiv waren. Mir geht´s nicht um ein Scherbengericht, sondern um Handlungsfähigkeit herzustellen.

Ihre Kritiker haben aber starke Kreisverbände hinter sich: Dagmar Becker aus Nordhausen, aus Mühlhausen Harald Zanker und Walter Pilger, aus dem Ilmkreis Herbert Windmiller, aus Erfurt Holger Poppenhäger und aus Gotha Brita Schweitzberger und Petra Heß.

Warten wir mal ab, wie der Parteitag entscheidet.

Was wird aus Herausforderer Richard Dewes?

Er hat gesagt, dass er das Ergebnis in Demut annehmen wird. Das erwarte ich auch.

Und mit Ihrem Parteivize Andreas Bausewein?

Als Erfurter Oberbürgermeister ist er eine wichtige Figur in der Thüringer SPD, und ich wünsche mir, dass er das bleibt.

Auch als Ihr Stellvertreter in der Parteiführung?

Andreas Bausewein muss erst einmal die Möglichkeit haben, für sich selbst zu klären, auf welcher Position er weiter mitarbeiten will. Deshalb will ich mich jetzt nicht dazu äußern.

Manche Ihrer Unterstützer fordern, die Kritiker aus der SPD auszuschließen.

Dass die Emotionen hoch gegangen sind, kann ich verstehen. Aber mit dem Ergebnis vom Sonntag sollte jetzt das Kriegsbeil begraben werden.

Sind durch den Machtkampf die Chancen bei der Landtagswahl nicht gesunken?

Wir haben gezeigt, dass wir schwierige Konflikte bewältigen können. Wenn wir den Eindruck der Zerstrittenheit los sind, hat die SPD letztendlich dazugewonnen.

Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow wirft Ihnen vor, in Wahrheit auf einen Posten in einer Koalition mit der CDU auszusein.

Dass Bodo Ramelow enttäuscht ist, kann ich nachvollziehen. Mit der Urwahl hat sich für ihn der Traum vom Ministerpräsidenten in Thüringen erledigt. Einen Linke-Regierungschef zu wählen, wäre für uns nicht verantwortbar. Die Frage heißt 2009: Matschie oder Althaus. Mein Ziel ist, die CDU abzulösen.

Gilt das auch nach der Landtagswahl im nächsten Jahr?

Das gilt auch nach der Wahl. Alle anderen Konstellationen müssen im Lichte des Wahlergebnisses dann von einem Parteitag entschieden werden.

Ihr Bundes-Parteichef Kurt Beck hatte einst gesagt, niemals im Westen mit der Linkspartei - nach der Hessen-Wahl sagte er das Gegenteil.

Wenn es eine Ansage gegeben hat, dann ist es auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, dabei zu bleiben. Die Äußerungen von Kurt Beck haben Irritationen ausgelöst. Aber mit dem Beschluss vom Montag, dass die Landesverbände selbstständig über Koalitionen entscheiden, ist dies geklärt.

Aber der Parteichef ist doch dadurch beschädigt?

Niemand arbeitet ohne Fehler. Kurt Beck hat seinen Fehler eingeräumt. Das finde ich in Ordnung und dann ist der Schaden auch begrenzt.

Welche Fehler haben Sie selbst denn gemacht?

Die letzten drei Monate waren sehr erfolgreich für mich. Da sehe ich keinen Grund, jetzt nach Fehlern zu fragen.
----------------------- Ende des Interviews --------------------
Da kann man nur hoffen, daß die SPDler sich endlich mal mit den Sorgen der Menschen beschäftigen und nicht nur mit sich selbst.</description>
            <author>Peter Imsen</author>
            <pubDate>Wed, 27 Feb 2008 08:46:36 +0100</pubDate>
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